Nippel, Blut und Bomben//Nipples, Blood and Bombs//liebig34 unstoppable!

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Nippel, Blut und Bomben//liebig34 unstoppable!

Landgericht Tegeler Weg heute morgen:
Farbanschläge gegen das Gericht, eine Bombendrohung, die Mandant*innen kurz vor Beginn unter Vorwand von den Bullen eingesackt, eine kurzfristige Saalverkleinerung, massive Sicherheitskontrollen, Cops die uns brutal aus dem Saal zerren und eine teilweise und distanzlose und respektlose Presse, mit der wir uns die wenigen Plätze im Saal 1:1 teilen müssen. Am Ende der Verhandlung wurde die Öffentlichkeit mit Ausnahmen einiger Pressevertreter*innen ganz ausgeschlossen. Im Innenhof des Gerichts wurden daraufhin Unterstützer*innen der Liebig34 von der Berliner Polizei eingekesselt. Nachdem die Cops Supporter*innen, die sie als männlich gelesen haben aus dem Kessel gehen ließen, wurden alle weiteren Supporter*innen durchsucht und ihre Personalien aufgenommen. Alle nicht cis-männlichen Personen vor dem Gericht haben eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Widerstand bekommen. Auch wenn sie gar nicht im Gerichtssaal waren. Darüber hinaus hat die Präsidentin des Landgerichts uns kollektiv und auf uns unbekannte Zeit Hausverbot ausgesprochen.

Padovicz, vertreten durch seinen Lakaien Herrn Wrobel samt Bodyguard, ist nicht mal persönlich gekommen. Sonderlich wichtig scheint ihm der Räumungstitel, durch den circa 34 Menschen obdachlos werden, nicht zu sein.

Wir haben dem Gericht bereits heute morgen gezeigt, was wir von der Justiz im kapitalistischen Nationalstaat halten: Nichts. Was interessiert uns was der Richter Herr Borgmann drüber denkt, ob wir in unserem Zuhause bleiben dürfen oder nicht.

Schon 2008 war klar, dass es Padovicz und Siganadia GmbH nur um Immobilienspekulation und Akkumulation von Kapital geht: Statt einen Wohnmietvertrag für das gesamte Haus, war die einzige Möglichkeit als eine Hausgemeinschaft im Haus zu bleiben, einen Pachtvertrag abzuschließen. Dieser ist 2018 abgelaufen. Punkt. Und mehr hat das Gericht heute nicht interessiert.

Dass einer Hausgemeinschaft, die schon zuvor hier gelebt hat, über Wohnraum ein Gewerbepachtvertrag ausgestellt wurde und das Vertragsverhältnis so überhaupt befristen werden konnte, zeigt wie beschissen es um Wohnraum steht und wie das kapitalistische System die Gentrifizierung in Berlin begünstigt.

All das hat für das Gericht heute morgen keine Rolle gespielt!
Gerechtigkeit hat für das Gericht heute morgen keine Rolle gespielt!!

In den letzten 10 Jahren haben wir bereits 570.140,31 Euro Miete gezahlt und das Haus eigenständig verwaltet und in Stand gehalten. Padovicz hat seinerzeit nur 600.000 Euro als Kaufpreis bezahlt. Somit hat sich der Kaufpreis für ihn bereits amortisiert und das Grundstück ist zudem sehr viel mehr wert als früher. Soviel also zu der Kohle. Und außerdem: Wohnen ist ein Menschenrecht!

Gentrifizierung hat in Berlin so drastische Formen angenommen wie vor ein paar Jahren noch nicht vorstellbar. Politik und Justiz sehen tatenlos zu und begünstigen den Ausverkauf der Stadt auch noch. Jedes Jahr gibt es in Berlin schätzungsweise 5000 Zwangsräumungen.

Was wir dazu sagen? Wir antworten mit drastischen Maßnahmen!

In der Liebigstraße 34 leben wir ohne cis-Männer. Uns als Frauenlebentransinterundnonbinary trifft die Gentrifizierung besonders hart. Wer in der Gesellschaft benachteiligt wird, spürt dies auch auf dem Wohnungsmarkt. Cis-Männer werden in Deutschland immernoch am besten bezahlt, können sich somit eher eine Wohnung leisten und sind klar im Vorteil. Wir anderen sind mehr auf ein solidarisches und mithelfendes Umfeld angewiesen und werden dies auch in der Liebig34 weiter leben!

Wrobel, Padovicz und Siganadia haben heute kein Versäumnisurteil gegen uns erlangt! Der Prozess wurde auf den 13.12. verschoben, da die Menschen, die heute die Liebig34 vor Gericht vertreten sollten, bereits vor der Verhandlung festgenommen wurden. Dies bedeutet für das Fortbestehen unseres Hauses einen kurzfristigen Erfolg. Auf anderen Ebenen ist es für uns eine Genugtuung die Sellbstverständlichkeit der Autorität des Gerichtes zu untergraben. Doch da der rot-rot-grüne Senat weder wirklich rot, noch grün ist, wird der politische Druck uns räumen lassen zu wollen, nicht ablassen.

Wir sehen ständig, auch überregional, Soliaktionen für die Liebig 34 und wir freuen uns über jede Einzelne!

Wir haben nichts mehr zu verlieren!
Wir werden weiterhin in unserem Haus bleiben!
Wir werden keinen Cent Miete mehr bezahlen!
Wir werden in unserem Zuhause bleiben und es bis zuletzt verteidigen!

Freiheit für Thunfisch, Solidarität mit Yildiz und anderen räumungsbedrohten Projekten.

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Nipples, Blood and Bombs//Liebig34 unstoppable!

Tegeler Weg District Court this morning:
Activists covered the walls outside the court with colour attacks. Before the start of the trial, there was a bomb threat. The defendents were taken forcefully away by the cops shortly before the start of the trial. Soon after, the courtroom moved location to a much smaller size. There were massive security checks, cops brutally pulling us out of the hall, and a disparaging and disrespectful press, who were prioritized to share the few seats in the hall. At the end of the trial, the public was completely excluded, with the exception of a few press representatives. In the courtyard of the court, Liebig34 supporters were surrounded by police. Supporters were searched and their personal details were recorded while some supporters were repeatedly misgendered. All non cis-male persons before the court were charged with trespassing and resistance, some of whom were not even in the courtroom. In addition, the president of the Regional Court has collectively banned us from the courthouse for an unknown time.

Padovicz -represented by his lackey, Mr Wrobel and his bodyguard- did not even come in person. He does not consider an eviction title which will render 34 people homeless to be worth his time, and only sees such a culturally important house as a lucrative business opportunity.

We have already shown the court this morning what we think of the judiciary in the capitalist nation state: Nothing. What do we care what Judge Borgmann thinks about whether we are allowed to stay in our home or not?

In 2008 it was clear that Padovicz and Siganadia GmbH were only concerned with realestate speculation and accumulation of capital. Instead of individual residential leasing contracts for the entire house, the only possibility to conclude a lease contract was to be rented as one building, which compromises our tenant rights.

The fact that a community of tenants who had already lived here before was issued a commercial lease agreement for residential space and that the contractual relationship could be limited at all shows how shitty it is about residential space and how the capitalist system favours gentrification in Berlin.Our contract expired at the end of 2018. That’s all the court was interested in today.

None of our history nor our humanity played a role for the court this morning!
Justice did not matter to the court this morning!

In the last 10 years we have already paid 570,140.31 Euros rent and managed and maintained the house independently. Padovicz paid at that time only 600.000 Euro in 2008 as purchase price. Thus the purchase price has already amortized for him and the property, which is also worth much more than before. Regardless of the dirty money involved between Landlords and the city, living is a human right!

In Berlin, gentrification has taken on such drastic forms inconceivable a few years ago. Politicians and the judiciary are watching inactively and even favour the sell-out of the city. Every year there are an estimated 5000 evictions in Berlin.

While we are being subjected to such drastic measures, we must react with drastic measures!

In Liebigstraße 34 we live without cis-men. Gentrification hits members of the queer community particularly hard. Those who are generally disadvantaged in society are just as disadvantaged in the housing market. Cis men are still best paid in Germany, can more easily afford housing and clearly have these advantages. The rest of us, cast aside, rely more on solidarity and supportive communities, which is alive in the Liebig34!

Wrobel, Padovicz and Siganadia did not achieve their proposed verdict against us today! The trial was postponed to 13/12 because the people who were to represent Liebig34 in court today were arrested before the trial. This is a short-term success for the continued existence of our House. At other levels, it is a satisfaction for us to undermine the self-evident authority of the court. But since the red-red-green Senate is neither really red, nor green, the political pressure to have us evacuated will not cease.

We constantly see, even internationally, solidarity actions for the Liebig 34 and we are so grateful for every single one!

We have nothing more to lose!
We will continue to stay in our house!
We will not pay a cent more rent!
We will stay in our home and defend it to the last!

Freedom for Thunfisch, solidarity with Yildiz and other projects in danger of eviction.

Solidarity photo from Bumzen in Copenhagen <3

Solidarity photo from Bumzen in Copenhagen

Der Senat, die Medien und die Rigaer

Die gerichtliche Verhandlung über die Räumungsklage der Liebig34 steht kurz bevor (15.11.2019) (9), die Situation der Rigaer94 ist nach wie vor unsicher und der Innensenat äußert den Wunsch das Haus kaufen zu lassen (2), um „Recht und Ordnung durchsetzen“ (6) zu können. Die Befriedung des Kiezes ist schon seit langem Ziel des Berliner Senats. Aktuell scheint der Innenausschuss des Senats die Chance dazu zu wittern, dies eleganter als ehemaliger Innensenator Henkel zu lösen (10).

Wie lässt sich der Weg zu gesellschaftlich getragenen oder sogar befürworteten Zwangsräumungen am besten ebnen? Klar, durch das Schüren von Ängsten. Hierfür existiert bereits das undifferenzierte Bild einer „durch uns ausgehenden Gefahr für alle“, was regelmäßig -und aktuell wieder- von Politik, Presse, Bullen und anderen Hetzern gefüttert wird. Es wird versucht unsere Kollektive zu diffamieren und unsere Kämpfe zu entpolitisieren. Dass hierfür beispielsweise Kriegsbilder bei Razzien der Rigaer94 generiert werden, ist bereits bekannte Masche. Auch den Einsatz von besonderen Ermittlungsgruppen (EG) kennen wir schon. Nun kommt dieses Konzept erneut mit der EG Nordkiez zum Einsatz, gerechtfertigt durch Stein- und Farbbeutelwurf auf Cops. Dass es eben jene Cops sind, die uns beinahe täglich schikanieren, bei Küfas Leute verprügeln, zur ED-Behandlung mit auf die Wache nehmen und durch ihre bloße Anwesenheit und Machtdemonstration provozieren und sexistisch gegen Aktivist*inne im Kiez agieren, wird kaum benannt. Gleichzeitig werden emotionalisierte Interviews von Bullen (7) abgedruckt, die versuchen nach Empathie zu haschen. Wir empfinden dies als als eine krasse Fokussverschiebung. Denn der Versuch Emotionen von uns nachzuvollziehen, die täglich mit Gewaltmonopol und verschiedensten ‑ismen konfrontiert sind, denen ihre Existenz genommen werden soll, wird nicht unternommen. Durch die Entmenschlichung, Kriminalisierung und Meinungsmache von bzw. gegen uns, wird eine Situation geschaffen, in der sich Menschen von uns bedroht fühlen, die sich noch nicht mit uns beschäftigt haben und nicht wissen wofür wir politisch stehen. Zum anderen sehen sie die Erlösung von der Bedrohung durch die starke Hand des Rechtsstaates ermöglicht.

Wir hören und lesen täglich von „Terrorismus“ (1), von „No-go-areas“ (2), in denen sich „Bürger und Journalisten nicht frei bewegen können“ (2), von „gewaltbereiten Chaoten“, die „den Rechtsstaat nicht tolerieren“ und „feindlich der „Demokratischen Grundordnung“ und „anderen Menschen gegenüber eingestellt“ sind. Ja wir sind gewaltbereit, um uns gegen die Gewalt die das System uns und anderen antut zu wehren. Und ja, wir sind an einigen Stellen chaotischer als es uns lieb ist. Ja, wir wehren uns gegen Nazis (3), Politiker*innen (0) und rechte Journalist*innen (4, 5), die in den Kiez kommen, um weitere Hetze über einen Zusammenhang zu betreiben, den sie weder verstehen noch versuchen wirklich zu verstehen. Ja, wir stellen den „Rechtsstaat“ in Frage, denn er übt Herrschaft aus und setzt aktuell beispielsweise am Beispiel unseres Hauses exemplarisch Eigentums- gegen gesellschaftliche Interessen durch. Er ermöglicht uns keine wirkliche Demokratie -und Gerechtigkeit schon gar nicht. Nein, wir sind nicht gegen Menschen. Wir wollen eine radikale Veränderung der Gesellschaft und dies geht nur mit Menschen. Trotzdem ist es dafür unabdingbar Einstellungen, Verhalten und Positionen von Menschen mit verschiedensten Methoden infrage zu stellen und den vermeintlichen Herrschaftskonsens aufzukündigen. Hierfür halten wir unter anderem konfrontative Methoden für sinnvoll, welche sich gezielt gegen staatliche Institutionen, rechte Strukturen und Verantwortliche für gesellschaftlichen Rassismus und Sexismus richten, wobei versucht wird zu vermeiden, dass Unbeteiligte in Mitleidenschaft gezogen werden. Nein, wir haben leider noch nicht geschafft No-Go-Areas für Bullen, für Nazis und Macker zu schaffen. Aber wir werden weiter daran arbeiten, um einen Raum und einen Kiez zu schaffen, der einerseits saf(er) space für von Unterdrückung Betroffene ist und anderseits konfrontativ und rebellisch die Herrschaftsverhältnisse angreift.

Auch innerhalb mancher “linker“ Medien wird über uns diskutiert, dass wir es anscheinend für eine schlaue Idee hielten Farbbomben aus dem Haus zu werfen, um das Haus zu halten (8). Klar sind nicht alle Aktionen frei von Widersprüchen und über Strategien lässt sich streiten. Aber der Drang zu Handeln an sich ist logische Konsequenz bei Menschen, die sich noch wehren können und wollen. Wir denken nicht, dass wir uns anbiedern, die Füße still halten und uns die Präsenz von Bullen und deren Schikanen gefallen lassen sollten, weil wir räumungsbedroht sind. Außerdem zeichnet sich unser Aktionismus durch weit mehr aus als das Werfen von Farbbeuteln.Doch anstatt zu sehen was wir aufs Spiel setzen und sich mit uns zu solidarisieren, wird uns immer wieder vorgeworfen, wir seien doch selber Schuld wenn wir Schikanen und Repression erfahren und wenn wir geräumt werden sollten sowieso. Das sind Punkte an denen sich eine kritische Linke fragen sollte, wie internalisiert der Glaube an den Staat und wie tiefgreifend die Akzeptanz des Gewaltmonopols geht. Die Frage nach der Schuld („Was war zuerst da: Der Angriff der Bullen oder der Angriff auf die Bullen?“) würden wir so beantworten: Wären Bullen nicht da, würden keine Farbbomben oder Orangen auf sie fliegen.

Die Probleme in unserem Kiez können die Leute vor Ort zum größten Teil selber lösen, auch wenn dies am Dorfplatz, der sehr viele unterschiedliche Menschen anzieht, nicht immer einfach ist. Polizeipräsenz zeigt hier ganz offensichtlich, dass Probleme nicht gelöst, sondern Menschen mit wenig Privilegien oder Menschen, die sich nicht unterwerfen und anpassen wollen, schikaniert und kriminalisiert werden. Reale Gefahren gehen nicht von den Hausprojekten, sondern von unter anderem Polizeiwillkür und Verdrängung aus. Es ist uns wichtig dies an dieser Stelle richtig zu stellen.

(0) https://twitter.com/kaiwegner/status/1162367608093626368
(1) https://www.bz-berlin.de/liveticker/gdp-zur-rigaer-strasse-erwarten-dass-dieser-terrorismus-bekaempft-wird
(2) https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20190826_1930/rigaer-strasse.html
(3) https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/mit-stoecken-und-knueppeln-rechtspopulist-in-rigaer-strasse-verpruegelt
(4) https://www.morgenpost.de/berlin/article226875947/Rigaer-Strasse-in-Friedrichshain-Gewalt-erreicht-neuen-Hoehepunkt.html
(5) https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/07/kamerateam-rbb-abendschau-angegriffen-rigaer-strasse.html
(6) https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/um-recht-und-ordnung-durchzusetzen-berlin-will-haus-in-der-rigaer-strasse-kaufen/24903308.html
(7) https://www.morgenpost.de/berlin/article226880665/Rigaer-Strasse-Am-Ende-geht-es-hier-um-Leib-und-Leben.html
(8) https://blogs.taz.de/lokalrunde/2018/06/10/rigaer-strasse-statt-anis-amri/
(9) http://liebig34.blogsport.de/2019/08/22/dont-mess-with-liebig34-prozess-und-demo-verschoben/
(10) https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20191028_1930.html

Feministisch, entschlossen, unversöhnlich- Demoaufruf Nr. 2: Seite an Seite mit Rojava

First Published here:
https://de.indymedia.org/node/43259

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Am 9.Oktober fiel der NATO-Staat Türkei in Nordsyrien (Rojava) ein und führt dort seitdem einen grausamen Krieg. Dabei schreckt er nicht vor dem Gebrauch von chemischen Kampfstoffen wie weißem Phosphor und der offenen Zusammenarbeit mit jihadistischen Gruppen zurück. Doch anstatt sich gegen die Politik der Türkei zu stellen und die ehemaligen Bündnispartner*innen QSD/SDF zu unterstützen, verhandeln die Weltmächte nun wie schon vor 100 Jahren die Aufteilung und Besatzung der Region auf dem Reißbrett.

Der Angriff auf Rojava richtet sich nicht nur gegen die dortige Bevölkerung, sondern auch gegen uns! Denn sie richtet sich gegen die Idee einer autonomen Selbstverwaltung mit gelebter Utopie, jenseits von Staat, Macht und Gewalt. Die Frauenrevolution beinhaltet unter anderem die Bildung von Frauen*räten, den Aufbau von Frauen*kommunen, die Gründung der Frauen*armee YPJ und die Gleichberechtigung aller Identitäten. Damit ist Rojava ein wichtiger Teil im Kampf gegen den Staat und das Patriachat. Diese Revolution gilt es weltweit zu verteidigen!

Also lasst uns raus auf die Straße gehen zum Worldresistance Day am 2.11.! Kommt um 12 Uhr zum Neptunbrunnen, um gemeinsam gegen den Angriffskrieg der Türkei auf Rojava zu demonstrieren.

Um 17 Uhr geht es in Kreuzberg weiter.

***Frauen*, die kämpfen, sind Frauen*, die Leben*** Jin Jiyan Azadi***

Weitere Infos findet ihr hier:
https://stopptdenkrieg.noblogs.org/post/2019/10/26/stoppt-den-krieg-solidaritat-mit-rojava/

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Feminist, determined, irreconcilable – Call-out to demo No.2: Shoulder to Shoulder with Rojava

On 9th of october the NATO state Turkey invaded Northern Syria (Rojava) and has been waging a cruel war there ever since. It does not avoid using of chemical warfare agents such as white phosphorus and open cooperation with jihadist groups. But instead of opposing Turkey’s policies and supporting the former allies QSD/SDF, the world powers are now negotiating the division and occupation of the region, as they did 100 years ago.

The attack on Rojava is not only directed against the local population, but also against us! Because it is directed against the idea of an autonomous self-administration with lived utopia, wbeyond state, power and violence. The women’s revolution includes the formation of women*’s councils, the construction of women*’s communities, the foundation of the women*’s army YPJ and the equal rights of all identities. Thus Rojava is an important part in the fight against tha nation state and patriarchy. This revolution must be defended worldwide!

So let’s take to the streets for World Resistance Day on 2.11.! Come at 12 o‘clock to the Neptune Fountain to demonstrate together against the war of Turkey on Rojava!

At 5pm we continue in Kreuzberg.

***women* who fight are women* who live*** Jin Jiyan Azadi***

Further information you can find here:
https://stopptdenkrieg.noblogs.org/post/2019/10/26/stop-the-war-solidarity-with-rojava/

Mobivideo Demo 02.11.2019

LIEBIG34MOBIVIDEO from LL on Vimeo.

AUFRUF ZUR DEMO AM 2.11.19 – Feministisch, entschlossen, unversöhnlich

!ENGLISH VERSION BELOW!

AUFRUF ZUR DEMO AM 2.11.19 – Feministisch, entschlossen, unversöhnlich

Über ein Jahr nach unserer letzten Demo am 29.09.18 wollen wir wieder zusammen mit euch und den anderen bedrohten Projekten auf die Straße gehen.

Am 2.11.19 wollen wir vom Lausitzer Platz und der Köpi am Schlesischen Tor zusammenkommen und dann kraftvoll und laut von Kreuzberg nach Friedrichshain ziehen.

Die Situation der Liebig34 hat sich nicht verändert. Sie ist nur noch bedrohlicher geworden.

Wir haben uns in den letzten Monaten nicht durch die Dominanz und die Verhandlungen beschissener Cis-Typen unter- oder kleinkriegen lassen. Daran wird sich nix ändern. Padovicz hat vor nun über 10 Jahren das Haus der Hausgemeinschaft in der letzten Minute vor der Nase weggeschnappt und dann einen Pachtvertrag ausgestellt, der den im Haus lebenden Menschen deutlich weniger Rechte als regulären Mieter*innen verschafft. Unser Fall, der am 15.11.19 um 9:00 im Tegeler Weg verhandelt werden soll, reiht sich ein in eine Reihe von Mietskandalen. Nur wir haben aufgrund dieses Tricks weniger Chancen und Möglichkeiten und waren überhaupt nur deshalb kündbar. Drei Wochen nach dem womöglich verlorenen Prozess kann die Liebig34 geräumt werdenUnsere Antwort darauf ist, auf das Ende des Pachtvertrags zu scheißen und hier zu bleiben. Damit zeigen wir uns solidarisch mit den Besetzungen der letzten Jahre, wollen aktiv einen rebellischen Kiez gestalten und Eigentum und Miete hinterfragen.

Der Kampf um Berlin als Stadt von unten geht also in die nächste Runde und spitzt sich immer weiter zu. Auch die Meldungen um neue räumungsbedrohte Projekte häufen sich und zeigen, dass immer mehr selbstorganisierte, linke und widerständige Freiräume von der Bildfläche verschwinden sollen. Alteingesessene Hausprojekte und Kulturräume, die in ihre Kiezen integriert sind, sollen schicken und aufwertenden Yuppieburgen weichen und gated communities bilden. Syndikat, Potse, Meuterei, die Kad(t)erschmiede und nun auch die Köpi samt Wagenplatz sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Unsere Stärke liegt darin, dieser Bedrohung nicht vereinzelt entgegenzutreten. Es sind nicht nur die Räume, die sie uns nehmen wollen – wir sollen individualisiert und ohne aufzubegehren verschwinden.

Unser Kampf gegen diese Schweinereien ist einer, den wir gemeinsam und kompromisslos führen müssen.

In unserer Solidarität zueinander sehen Bullen und Repressionsorgane eine Gefahr, mit der sie nicht umgehen können. Das sehen wir auch an der unverhältnismäßigen Gewalt, dem willkürlichen Vorgehen und dem Hagel von Anzeigen gegen rebellische Strukturen. So saß die Gefährt*in Primbo nach der Besetzung in der Landsberger Allee fast zwei Wochen in U- Haft und das wegen einem Hausfriedensbruch und einem herbeigedichteten gemeinschaftlichen Widerstand.Menschen aus unseren Kollektiven werden von Repression überhäuft. Die Bullen üben ihre paramilitärische Clownsshow vor unserer Haustür und zeigen, was auf uns zukommen könnte, wenn sie den Dorfplatz belagern und mit 7 Helikoptern über unseren Kiez schwirren.

Wir lassen uns nicht in die Ecke drängen und auch nicht spalten. Wir sind entschlossener als jemals zuvor unser geliebtes Haus zu verteidigen und für unsere Leidenschaften und Ideen zu kämpfen. Die Liebig34 ist nicht ein Schöner-Leben-Hausprojekt im schicken und angesagten Friedrichshain. Es ist ein Ort, der widerständig gegen Bullen, Spekulation und patriarchale Gewalt ist. Wir haben uns jahrelang als Schutzraum verstanden. Die Bullen und die drohende Räumung haben uns in dieser Möglichkeit eingeschränkt. Das macht uns jedoch nicht schwächer und gerade nur noch unversöhnlicher mit Staat und Patriarchat. Sie werden es niemals schaffen uns zu brechen.

In den letzten Monaten häufen sich die Bekenner*innenschreiben von FLINT*-Gruppen, die sich unter anderem mit unserem Struggle solidarisieren. Wir sehen es als notwendige Schritte den Druck auf der Straße zu erhöhen und dem kapitalistischen Patriarchat klar und deutlich den Kampf anzusagen. All diese Aktionen empowern uns und zeigen, dass wir nicht alleine sind. Militant agierende feministische Gruppen sind gerade jetzt, wenn patriarchale Strukturen unsere Utopien angreifen, wie es in Rojava passiert, nötig. Das Patriarchat ist kein Nebenwiderspruch und der Feminismus darf nicht durch kapitalistische Vereinnahmung an Schlagfertigkeit verlieren. Worte reichen schon lange nicht mehr aus, auch Feminist*innen können das System zu Fall bringen.

Lasst uns feministische Banden bilden und radikale anarchafeministische Praxis leben!

Kommt am 2.11. nach Kreuzberg und seid laut, kreativ und chaotisch!

Wir bleiben unserer Linie treu – feministisch, entschlossen und unversöhnlich.

Außerdem schließen wir uns dem Aufruf von RiseUp4Rojava und WomenDefendRojava an, den diesjährigen 2. November zu einem Tag des globalen Widerstands gegen den türkischen Angriffskrieg zu machen. Weitere Infos findet ihr hier und werden folgen:

https://riseup4rojava.org/de/startseite/

CALL-OUT TO DEMO AM 2.11.19 – feminist, determined, irreconcilable

More than one year after our last demo on 29.09.18 we want to go to a demonstration together with you and the other threatened projects.
On 2.11.19 we want to come together from the Lausitzer Platz and the Köpi at the Schlesischen Tor and then move from Kreuzberg to Friedrichshain powerfully and loudly.

The situation of the Liebig34 has not changed. It has only become more threatening.
In the last few months we have not let ourselves be undermined or small-minded by the dominance and the negotiations of crappy Cis types. Nothing will change about that. More than 10 years ago Padovicz snatched the house of the house community in the last minute in front of their nose and then issued a lease contract which gives the people living in the house considerably less rights than regular tenants*. Our case, which is to be negotiated on 15.11.19 at 9:00 a.m. in the Tegeler Weg, joins a series of rental scandals. Only we have less chances and possibilities due to this trick and were only therefore terminable at all. Three weeks after the possibly lost trial the Liebig34 can be cleared.
Our answer is to shit on the end of the lease and stay here. With this we show solidarity with the occupations of the last years, want to actively shape a rebellious neighborhood and question property and rent.

So the battle for Berlin as a city from below is entering the next round and is getting worse and worse. Also the reports about new projects threatened with evictions are accumulating and show that more and more self-organized, left-wing and resisting spaces should disappear from the surface. Long-established house projects and cultural spaces that are integrated into their neighborhoods are to give way to chic and upgrading yuppie castles and form gated communities. Syndikat, Potse, mutiny, the Kad(t)erschmiede and now also the Köpi including Wagenplatz are to disappear from the cityscape. Our strength lies in the fact that we do not face this threat in isolated cases. It is not only the spaces that they want to take from us – we are to disappear individualized and without rebelling.
Our fight against this injustice is one that we must conduct together and uncompromisingly.

In our solidarity with each other, cops and repressive organs see a danger they cannot deal with. We also see this in the disproportionate violence, the arbitrary action and the amount of charges against rebellious structures. After the squatting of Landsberger Allee, for example Primbo was imprisoned for almost two weeks because of a trespass and a invented communal resistance.
People from our collectives are overwhelmed by repression. The cops practice their paramilitary clown show in front of our front door and show us what could happen if they besiege the Dorfplatz and buzz over our neighbourhood with 7 helicopters.

We don‘t let ourselves be pushed into a corner or split. We are more determined than ever to defend our beloved home and fight for our passions and ideas. The Liebig34 is not a beautiful life house project in the chic and trendy Friedrichshain. It is a place that is resistant to cops, speculation and patriarchal violence.
For years we have seen ourselves as a shelter. The cops and the threat of eviction have restricted us in this possibility. However, this does not make us weaker and just more irreconcilable with the state and patriarchy. They will never be able to break us.

In the last few months there have been more and more texts of FLINT*-groups, who among other things show solidarity with our struggle. We see it as necessary steps to increase the pressure on the streets and to clearly declare war on the capitalist patriarchy. All these actions empower us and show that we are not alone. Militant feminist groups are necessary right now, when patriarchal structures attack our utopias, as it happens in Rojava. Patriarchy is not a side contradiction and feminism must not lose its quick-wittedness through capitalist appropriation. Words are no longer enough, also feminists* can bring down the system.

Let us form feminist gangs and live radical anarchafeminist practice!
Come to Kreuzberg on 2.11. and be loud, creative and chaotic!

We remain true to our line – feminist, determined and irreconcilable.

We also join the call of RiseUp4Rojava and WomenDefendRojava to make this year’s 2nd of november a day of global resistance against the Turkish war of aggression. More information you can find here and will follow:

https://riseup4rojava.org/de/startseite/

Solidarische Grüße nach Rojava!

Wir schicken kämpferische Grüße an unsere Freund*innen nach Rojava. Ihr seid nicht allein!
#WomenDefendRojava
#RiseUp4Rojava

Vielen Dank an Li Nes Tattooart für das Solievent für die Liebig34 vom 30.09 bis zum 06.10! Mehr von den schicken Ergebnissen findet ihr auf Facebook :

Radio-Jingle

1:54 Minuten lang, mobilisiert für Demo (2.11.2019) und den Prozeßtermin (15.11.2019). Ideal für Kneipenabende, Demos, Freie Radios uvm. Zum Download als MP3 (3mb) oder bei der Support-Gruppe online hören. Die zeitlose Version für die Zeit nach der Demo gibts da auch.

2. November: Demo für den Erhalt aller Projekte

Freitag, 25.10., 19 Uhr, Mehringhof (Versammlungsraum)
Infoveranstaltung mit allen Projekten

Am 2. November demontrieren wir gegen die Verdrängung viele unserer Projekte. Wir wollen eine Woche vorher über die Situation der Projekte informieren und danach fragen wie konkrete Solidarität aussehen kann. Denn bei einer gemeinsamen Demo pro Jahr darf es nicht bleiben.

On 2th November, we will protest against the eviction of many of our projects. We want to inform about the situation of the projects and ask what concrete solidarity can look like. Because one common demo per year could not be the answer.


Samstag, 2. November, 17 Uhr,
DEMO mit zwei Startpunkten
Lausitzer Platz und vor der Köpi!

Überkleber für die Liebig34-Plakate findet ihr hier.

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2.9, Solidartät vom Fass für Liebig34 in der Möbel Olfe

Soliabend für das anarcha-queer-feministische Hausprojekt Liebig34

Wir wollen mit euch radical soft in die Woche starten mit Texten vom Blog CosyColdKitchenTalks und mit euch Emotionen teilen, Erfahrungen mit Repression, mit Körpernormen, mit dem Patriarchat und mit der bevorstehenden Räumung. Zusätzlich wird es einen kleines Update zur Situation der Liebig34 geben – zum momentanen Widerstand, dem Gerichtstermin am 15.11. und zum Tag-X.
Musik gibt es von Foxxfaction (female* hip-hop) und Sternenstaub (synth pop, 80s, dark wave).

Kommt vorbei! Tanzt und trinkt mit uns, zeigt euch solidarisch mit der Liebig34!

DON‘T MESS WITH LIEBIG34 – PROZESS UND DEMO VERSCHOBEN!

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Vor einigen Tagen erreichte uns die Nachricht, dass der Gerichtstermin für die Verhandlung der Räumungsklage der Liebig34 verschoben wurde. Der neue Termin wird wahrscheinlich der 01.11.2019 sein. Konkretere Infos folgen. Wir sehen die gewonnene Zeit als Chance unseren Widerstand weiter auf die Straße zu tragen und zu zeigen, dass die Räumung der Liebig34 uns alle etwas angeht und einen hohen Preis fordern wird.

Eigentlich war eine Demo zur Verteidigung der Liebig34 am 14.09.2019 angesetzt, wird nun aber nicht stattfinden. Die Entscheidung eine Demo zu machen war eine direkte Reaktion auf die Ankündigung unseres Prozesstermins gewesen. In Berlin und darüber hinaus sind derzeit neben der Liebig34 aber weiterhin viele Projekte und Menschen räumungsbedroht. Um sich gemeinsam gegen das systemische Verdrängen zu wehren, müssen wir unsere Kämpfe zusammen denken und Ausdrucksformen finden. Eine gute Gelegenheit sehen wir in den TU MAL WAT-Aktionstagen vom 26.09. – 29.09.2019. Kommt zur Vorbereitung und Vollversammlung am 14.08.2019 um 19:00 in der Schule für Erwachsenenbildung (SfE) in den Mehringhöfen.

Im September stehen viele Termine rund um gefährdete Freiräume an. Der Kampf um die Rummelsburger Bucht spitzt sich zu und Zeltstädte und Wagenplätze, mit unter anderem queerfeministischen Fokus, wie DieselA und Mollies, sollen poshen Büroeinheiten und Luxusbauten weichen. DieselA und die Zeltstädte sollen wahrscheinlich am 02.09.2019 geräumt werden. Auch Rozbrat – das anarchistische Squat in Poznan mobilisiert in diesem Zeitraum zu einer großen Demo nach Polen und will dabei auf ihre ebenfalls unsichere Lage aufmerksam machen. Wir wollen nicht konkurrieren und Seite an Seite gegen Gentrifizierung, Patriarchat und Kapitalismus kämpfen.

NO JUSTICE – NO PEACE

Eure Liebig34

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DON‘T MESS WITH LIEBIG34 – COURT DATE AND DEMO POSTPONED!

A few days ago we received the news that the court date for the trial of the eviction of Liebig34 had been postponed. The new date will most likely be 01.11.2019. More concrete information to follow. We see the gained time as a chance to carry our resistance further on the streets and to show that the evicition of Liebig34 concerns us all and will demand a very high price.

Actually a demo for the defense of the Liebig34 was scheduled for 14.09.2019, will now not take place. The decision to make a demo was a direct reaction to the announcement of our trial date. In Berlin and elsewhere, many projects and people in addition to the Liebig34 are still threatened with eviction. In order to defend ourselves together against the systemic repression, we must think of our struggles together and expand our forms of expression. We see a good opportunity in the TU MAL WAT action days from 26.09. – 29.09.2019. Come to the preparation meeting and assembly on 14.08.2019 at 19:00 in the SfE in the Mehringhöfen.

In September there are many dates around endangered open spaces. The battle about the Rummelsburger Bucht is heating up. Tent cities and wagonplatzes including queer feminist wagonplatz DieselA and Mollies, are being pushed out to make way for posh office units and luxury apartments. DieselA and the tent cities will probably be evicted on 02.09.2019. Additionally Rozbrat – the anarchist squat in Poznan mobilizes in this period to a large demo in Poland and wants to draw attention to their likewise uncertain situation. We do not want to compete, we want to fight side by side against gentrification, patriarchy and capitalism.

NO JUSTICE – NO PEACE

Your Liebig34

Solidarity from the squatted Steki of anarchist immigrants(Tsamadou 19, Athens) to Anarcho-Feminist-Queer squat(LIEBIG 34) in Berlin.

soli fotos for l34


wuppertal


wuppertal

Raided. Radical. Motivated.

This morning, the cops of the LKA 5.21 unit under the command of Kranich raided Liebig34. Unusual was the saturday, unusual the mix of units from different departments. New were a few civil cop faces, not new: the repression.

The reason for this raid was probably stones thrown from the house during the last few weeks. After the cops collected stones from the Dorfplatz around 2:30 this morning, they obtained a court order and search warrant to search part of our house and returned around 6:30 a.m.. They came through the backyard and the front door, sawed the doors and barris, picked them up and thus forcibly gained access to our project. A lawyer was quickly on the scene and was able to observe and testify. Altogether the cops were about three hours in the house, having searched officially and intensively three connected rooms and the attic. They also snooped around in unlocked private rooms, tore posters from the walls, knocked over furniture, cut internet cables and destroyed windows. During the search, they extensively documented the interior and structure of our house. In the officially searched part of the house they collected plenty of DNA and fingerprints from everyday objects. They also confiscated some items from these rooms, such as cigarette butts, stones, deposit bottles, internet switches, wall paint and clothes. They did not seek contact with the people in the house and did not record any personal data. (mehr…)

Gerazzt. Radikal. Motiviert.

Heute morgen haben die Bullen des LKA 5.21 unter der Einsatzleitung Kranich die Liebig34 gerazzt. Ungewöhnlich war der Samstag, ungewöhnlich die Zusammenwürfelung von Einheiten aus verschiedenen Direktionen. Neu waren ein paar Zivifressen, nicht neu: die Repression.

Anlass dieser Razzia waren wohl Steinwürfe aus dem Haus während der letzten Wochen. Nachdem die Cops das letzte Mal heute morgen gegen 2.30 Uhr Steine vom Dorfplatz einsammelten, besorgten sie sich eine richterliche Anordnung zur Durchsuchung der Liebig34. Sie erlangten einen Durchsuchungsbeschluss für einen Teil unseres Hauses und kehrten gegen 6.30 Uhr zurück. Sie kamen über den Hinterhof und die Vordertür, zersägten Türen und Barris, hebelten diese auf und verschafften sich so gewaltsam Zutritt zu unserem Projekt. Eine Anwältin war schnell vor Ort und konnte den Vorgang beobachten und bezeugen. Insgesamt waren die Bullen etwa drei Stunden im Haus, durchsuchten offiziell und intensiv drei zusammenhängende Räume und den Dachboden. Nebenher schnüffelten sie in nicht abgeschlossenen Privatzimmern herum, rissen Poster von den Wänden, warfen Möbel um, schnitten Internetkabel durch und zerstörten Fenster. Während der Durchsuchung dokumentierten sie ausführlich die Innenansicht und den Aufbau unseres Hauses. In dem offiziell zur Durchsuchung genehmigten Teil des Hauses sammelten sie reichlich DNA und und Fingerabdrücke von Alltagsgegenständen. Außerdem konfiszierten sie einige Dinge aus diesen Räumen wie z. B.: Zigarettenstummel, Steine, Pfandflaschen, Internetswitches, Wandfarbe und Kleidung. Sie suchten keinen Kontakt zu den Menschen im Haus und nahmen auch keine Personalien auf. (mehr…)

Auf die Straße, fertig, los! Dyke* March am 26.07.2019

2019 geht der Dyke* March Berlin am 26. Juli „Für mehr lesbische Sichtbarkeit und Lebensfreude“ auf die Straße.
Warm-up: 18 Uhr (Hausprojekt Liebig34)

Es gibt Musik und Getränke in der Bar von der Liebig34 bevor es dann mit voller Kraft Richtung Kreuzberg geht.
Start: 19 Uhr, Liebigstraße/Ecke Rigaer Str. (Friedrichshain)

Gentrifizierung und Verdrängung von freien Räumen geht uns alle an! Der Dyke* March Berlin startet 2019 solidarisch vor dem Hausprojekt Liebig34. Im September steht ein Gerichtstermin für das queer-feministische Haus an. Es droht die Räumung, denn der Pachtvertrag läuft aus und der Eigentümer will nicht verlängern.

Und ganz wichtig: Auch die Dykes on Bikes sind wieder mit dabei! Schnappt euch euer Motorrad, eine starke Begleitung und kommt einfach zum Bersarinplatz.

Die Motorräder treffen sich gleich am Bersarinplatz (und sparen sich das Kopfsteinpflaster).

2018 zogen sagenhafte 6.000 Dykes, Lesben, Queers und Unterstützende vom Tempelhofer Feld bis zum Kottbusser Tor.

Auch 2019 nehmen wir uns den Raum für geballte und vielfältige lesbische Sichtbarkeit. Nach dem Vorbild der nordamerikanischen Dyke-March-Bewegung bleiben wir dabei: Es ist eine klassische Laufdemo ohne große Wagen, kommerzielle Werbung oder Parteien!

Abschluss ist wie gewohnt am Südblock (Kottbusser Tor) und zum Chillen und Ausruhen lädt das aquarium ein. Wir haben wieder ein kleines Bühnenprogramm für euch auf die Beine gestellt.

Außerdem könnt ihr weiterfeiern im OYA und dem Boddin Eck.



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