Our Speech from the international demo 10/31/20 – Unser Redebeitrag von der internationalen Demo 31.10.20 „United we fight!“

*deutsch weiter unten / german below*

We fought. For years we have fought for this house.
The Liebig34 was our life, our refuge, a dangerous island of utopia. Our home.
Now it stands empty, our beautiful house, looks naked, looks sad.
We have given everything. We worked until the last minute to prevent this eviction.
Outside, people have risked so much to resist and attack even in this highly militarized zone.
Yes, many things could have been different, many things could have been better organized and yet, in the end, the success of this struggle is not measured by this eviction!

The Liebig was and is a symbol of anarchism and feminism. It is a symbol of feminism that shits on the aid of the state and screams loudly in its spiteful face.
We are queer and irreconcilable and stand for a feminism that does not make itself comfortable in neoliberal hipster Berlin and does not let itself be printed on glossy magazines.
The Liebig is a place where domination is questioned, where gender coercion is broken up, where people are not judged by their job or financial status.
It is a place of practical solidarity, where people found a room when they did not know where to go. Where people helped each other when things got tight.

With the eviction of Liebig34 the repressive apparatus tries to break us and
intimidate us.
Your huge police force should make us feel that we are a problem again.

But we are not the problem! We, who are fighting for self-determination and from below to shape our lives and our places. We, who try to live our everyday life collectively, away from sexist violence and patriarchal bullshit! Even if they have heavy equipment and storm us with weapons.

We are many! We will be stronger.
Because we have so many things they don‘t have and never dare to dream about. We have utopias for which we fight. friends and allies we stand up for. We have a backbone and a heart.
We know what it is like to look out for each other and to fight together. We have lived collective moments and moments where we have smelled the scent of freedom. No, they will not take away what drives us.

As anarchists, as feminists, as queers and as antifascists, we are in enmity with this capitalist state and its organs of repression.
Therefore we never demand solutions from above, but approaches from below!
We demand thousands of such places like Liebig34.
Places where we can be far away from consumerism, where we can try out a society free from exploitation and oppression.

The city of the rich is reaching out, creeping into every corner of our streets. But in these corners lurks also our resistance, in ambush and unnoticed, but also loud and merciless. Between the chic new buildings lies an utopia, squeezed between concrete. But it is still there. Under the asphalt is still the beach.
We also see the powerlessness and the disgusting feeling of having suffered a defeat. But it is not defeat in the long run. In this city there are so many people who don‘t want to do this shit, who curse capitalism, who hate the cops with all their heart. In this city the situation is coming to a head and various struggles with which we are in solidarity are coming to a point that must lead to confrontation with the state and patriarchy. Renters protests, migrantifa-organizations, mutual help in times of corona-restrictions, worldwide feminist protests with thousands of FLINTA’s – we see you and stand with you. We should get out of the bubble, get into conversation, connect our anger, let our dreams melt together.

We take back the streets. We take the neighborhoods that are more to us than just chic cafés and places of consumption. We need more anger.
We need revenge for Liebig34.

Liebig34 lives! Liebig34 fights!

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Wir haben gekämpft. Seit Jahren haben wir für und um dieses Haus gekämpft.
Die Liebig34 war unser Leben, unser Zufluchtsort, eine gefährliche Insel der Utopie. Unser zu Hause.
Nun steht es leer, unser wunderschönes Haus, sieht nackt aus, sieht traurig aus.
Wir haben alles gegeben. Bis zur letzten Minute haben wir daran gearbeitet diese Räumung zu verhindern.
Draußen haben Leute so viel riskiert, um selbst in dieser hochmilitarisierten Zone Widerstand zu leisten und anzugreifen.
Ja, vieles hätte anders laufen können, vieles hätte besser organisiert sein können und dennoch, der Erfolg dieses Kampfes misst sich am Ende nicht an dieser Räumung!

Die Liebig war und ist ein Symbol für Anarchismus und Feminismus. Sie ist ein Symbol für einen Feminismus, der auf die Hilfen des Staates scheißt und laut in seine gehässige Fresse schreit.
Wir sind queer und unversöhnlich und stehen für einen Feminismus, der es sich nicht im neoliberalen Hipsterberlin gemütlich macht und sich nicht auf Hochglanzmagazine abdrucken lässt.
Die Liebig ist ein Ort, wo Herrschaft in Frage gestellt wird, wo Geschlechterzwang aufgesprengt wird, wo Leute nicht nach ihrem Job, oder finanziellen Status beurteilt werden.
Sie ist ein Ort der praktischen Solidarität, wo Leute ein Zimmer fanden, wenn sie nicht wussten wo hin. Wo sich unter die Arme gegriffen wird, wenns mal eng wurde.

Mit der Räumung der Liebig34 versucht der Repressionsapparat uns zu brechen und
uns einzuschüchtern.
Ihr riesen Polizeiaufgebot sollte uns mal wieder das Gefühl geben, dass wir ein Problem sind.

Aber wir sind nicht das Problem! Wir, die wir dafür kämpfen, selbstbestimmt und von unten unsere Leben und unsere Lebensorte zu gestalten. Wir, die wir versuchen, abseits von sexistischer Gewalt und patriarchaler Gesamtscheisse unsern Lebensalltag kollektiv zu bestreiten! Selbst wenn sie schwere Geräte haben und uns mit Waffen stürmen.

Wir sind viele! Wir werden stärker sein.
Denn wir haben so vieles, was sie nicht haben und niemals wagen davon zu träumen. Wir haben Utopien für die wir kämpfen. Freund*innen und
Verbündete für die wir einstehen. Wir haben Rückgrat und wir haben ein Herz.
Wir wissen wie es ist, aufeinander aufzupassen und gemeinsam zu kämpfen. Wir haben kollektive Momente und Augenblicke gelebt, in denen wir den Duft der Freiheit gerochen haben. Nein, sie werden uns nicht das nehmen, was uns antreibt.

Als Anarchist*innen, als Feminist*innen, als Queers und als Antifaschist*innen sind wir in Feindschaft mit diesem kapitalistischen Staat und seinen Repressionsorganen.
Deshalb fordern wir niemals Lösungen von oben, sondern Ansätze von unten!
Wir fordern tausende solcher Orte wie die Liebig34.
Orte, an denen wir fernab von Konsumzwang sein können, an denen wir an einer Gesellschaft schmieden, frei von Ausbeutung und Unterdrückung.

Die Stadt der Reichen greift um sich, kriecht in alle Ecken unserer Straßen. Aber in diesen Ecken lauert auch unser Widerstand, im Hinterhalt und unbemerkt, aber auch laut und gnadenlos. Zwischen den schicken Neubauten liegt eine Utopie, eingezwängt zwischen Beton. Aber sie ist noch da. Unter‘m Asphalt liegt immer noch der Strand.
Wir sehen auch die Ohnmacht und das eklige Gefühl eine Niederlage erlitten zu haben. Aber es ist keine Niederlage auf lange Sicht. In dieser Stadt gibt es so viele Menschen, die keinen Bock auf diese Scheiße haben, die den Kapitalismus verfluchen, die mit ihrem ganzen Herz die Bullen hassen. In dieser Stadt spitzt sich die Lage zu und verschiedene Kämpfe, mit denen wir solidarisch sind, kommen zu einem Punkt, der in Konfrontation mit Staat und Patriarchat münden muss. Mieter*innenproteste, Migrantifa-organisierungen, gegenseitige Hilfen in Zeiten von Corona-restriktionen, weltweite feministische Proteste mit tausenden von FLINTA’s – wir sehen euch und stehen mit euch. Wir sollten raus aus der Bubble, ins Gespräch kommen, unsere Wut verbinden, unsere Träume verschmelzen lassen.

Wir nehmen uns die Straßen, die wir selbstbestimmt gestalten wollen. Wir nehmen uns die Kieze, die für uns mehr sind, als bloß schicke Cafés und Konsumorte. Wir brauchen mehr Wut in unseren Bäuchen.
Wir brauchen Rache für die Liebig34.

Liebig34 lebt! Liebig34 kämpft!

Bei Repression schreibt uns! Ihr erreicht uns unter:
liebig-lebt@riseup.net

In Case of Repression write to us! You will reach us via this email:
liebig-lebt@riseup.net

DIE LIEBIG34 IST GERÄUMT – Aufruf zu Tag X Demo // Liebig34 is evicted. Call for day X demo 09.10.20

ENGLISH VERSION BELOW!

Es fühlt sich unfassbar an diese Worte in die Tasten zu tippen: Die Liebig34 ist geräumt.

Es fühlt sich unfassbar an diese Worte in die Tasten zu tippen: Die Liebig34 ist geräumt.
Um 7:00 begannen Robocops an Zäunen, Türen, Fenster und Barrikaden zu sägen und zu flexen und gegen 11:00 wurden dann auch die letzten Bewohner*innen der Liebig34 aus den Räumen gezerrt.
Wir sind traurig. Wir weinen. Wir sind erschöpft. WIR SIND WÜTEND.
Sie können nicht ahnen, welche Entschlossenheit sie in uns geweckt haben. Dieser Akt der Gewalt wird in einem Akt der Gegengewalt und Selbstverteidigung explodieren. Schon so viel Solidarität sind in den letzten Nächten, Monaten, Jahren passiert und hat gezeigt, was wir in der Lage sind zu tun. Diese Räumung ist ein Moment der Radikalisierung. Wir können ihn nutzen und gemeinsam unseren Hass auf diese Scheiße Ausdruck verleihen.
Auch wenn sich jetzt Presse, Politiker*innen, Bullen und Nazis an unserem Verlust ergötzen, lassen wir die Ohnmacht zu Wut werden. So viele Grenzen sind überschritten worden. Wir schreien euch NEIN in eure gehässigen Fressen. Unser Haus könnt ihr haben, unsere Leidenschaft kriegt ihr nie. Wir sind so viel mehr als dieses Haus – wir sind Anarchist*innen, Feminist*innen, Queers und Antifaschist*innen, die jetzt ihren Wut bündeln und das kapitalistische Patriarchat bis zuletzt angreifen werden.

Wir rufen zu der Demo ab 21:00 im Monbijoupark auf. Wir rufen zu dezentralen Aktionen auf. Lasst uns gemeinsamen einen wilden und chaotischen Oktober erleben!

34 Millionen Sachschaden – wir sind schon gut dabei.

Liebig34 lebt. Liebig34 kämpft.

It feels incredible to type these words into the keys: The Liebig34 is cleared.
At 7:00 a.m. Robocops started sawing and flexing fences, doors, windows and barricades and at 11:00 a.m. the last inhabitants* of the Liebig34 were dragged out of the rooms.
We are sad. We are crying. We are exhausted. WE ARE ANGRY.
They can‘t imagine the determination they have awakened in us. This act of violence will explode in an act of counter-violence and self-defense. Already so much solidarity has happened in the last nights, months, years and has shown what we are capable of doing. This eviction is a moment of radicalization. We can use it and together we can express our hatred for this shit.
Even if the press, politicians, cops and Nazis are now taking pleasure in our loss, we are turning powerlessness into anger. So many borders have been crossed. We shout NO in your spiteful eats. You can have our house, you will never get our passion. We are so much more than this house – we are anarchists, feminists, queers and antifascists who will now channel their anger and attack capitalist patriarchy to the last.

We call for the demo from 21:00 in Monbijoupark. We call for decentralized actions. Let us experience a wild and chaotic October together!

34 million property damage – we are already well on the way.

Liebig34 lives. Liebig34 fights.

Unsere Pressemitteilung vom 06.10.20

Ich verlese nun ein Statement des Liebig34 Kollektivs bezueglich des angekuendigten Räumungstermin am 09.10.20. Fragen werden am Ende des Statements von den anwesenden Anwaelten beantwortet:

In den vergangenen Jahren und vor allem Wochen wurden viele Sachen über
die Liebig 34, das anarcha queer feministische Eckhaus an der
Liebigstraße mit 30 Jahren Kollektivgeschichte, gesagt, berichtet,
gemutmaßt.
Jetzt, kurz vor dem offiziellen Räumungsversuch, werden wir selbst noch
mal ein paar Sachen sagen.

Zunächst wollen wir klarstellen, dass es sich bei der Räumung der
Liebig34, die bereits mit einem absurd hohen Polizeiaufgebot geplant
wird, um eine illegale Räumung handelt. Die Vertreter*innen des Raduga und des Mittendrin e.V. werden dazu noch genaueres sagen.

Die Illegalität der Räumung zeigen wir nicht auf, weil sie uns überrascht. Wir
zeigen sie auf, da sie die Willkür eines sogenannten Rechtsstaats
deutlich macht.
Die Räumung der Liebig34 wird in der Öffentlichkeit oft
mit der vermeintlichen Wahrung des Rechtsstaates begründet, dabei ist vor allem an
diesem Beispiel erkennbar, dass es von ökonomischen und politischen
Interessen abhängig ist, wer Gerechtigkeit in diesem Staat erfährt. Es zeigt eine Stadtpolitik auf,
die im Sinne von Grossinvestor*innen und Kapital handelt und nicht im Sinne der Menschen, die diese Stadt beleben und sie massgeblich seit Jahrzehnten gestalten.
Mit der Liebig wuerde nicht nur ein zu Hause verloren gehen, ein kultureller Ort der Begegnung, sondern auch ein zentrales Stueck Stadtgeschichte Berlins.

Dass staatliche Strukturen nicht für alle Menschen gleich wirken, sondern
sie im Gegenteil an vielen Stellen durch Repressionen und
Diskriminierung einschränken, behindern und gewalttätig sind, mussten
die meisten Menschen die in 30 Jahren auf verschiedene Weisen in der
Liebig34 Zuflucht gefunden haben, am eigenen Leib erleben. Dass die
Liebig34 versucht für diese Menschen ein Schutzraum zu sein, macht sie zu
einem einzigartigen Ort. Zu einem unersetzbaren Ort in dieser Stadt.

Denn die Liebigstraße 34 bietet seit 30 Jahren den Menschen Wohnraum und
Aufmerksamkeit, welche in der Stadt der Reichen keinen Platz haben sollen.
Das Haus ist ein kaempferischer Ort an dem sich Menschen taeglich dafuer entscheiden sich nicht anzupassen.

Die Liebig 34 ist seit 30 Jahren ein Ort für Menschen, die von
patriarchaler Gewalt verschiedenster Ausprägungen betroffen sind, die von
Trans*feindlichkeit betroffen sind und auf andere Weisen marginalisiert
werden.
In dieser ganzen Zeit hat die Liebig34 Menschen die Stalking erleben
einen Zufluchtsort gegeben, hat geflüchteten Menschen Zimmer zur
Verfügung gestellt, wohnungslose Frauen* konnten dort an die Tür klopfen
und in unserem Gästezimmer eine Weile von Kälte und Gewalt durchatmen.
Betroffene von sexualisierter Gewalt erfahren an diesem Ort Solidarität
und Schutz.
Menschen, die nicht der binären Geschlechterordnung entsprechen, oder
entsprechen wollen finden hier einen Raum zur Entfaltung, der in der
Regel in einer heteronormativ strukturierten Gesellschaft nicht
vorhanden ist. Frauen* und LGBTIQ – Menschen in prekarisierten
Lebenssituation konnten in der Liebig34 wohnen, während es sonst
aufgrund von Mietpreisen und diskriminierender Wohn- und Einzugspolitik
kaum eine Möglichkeit gab, in Berlin Fuß zu fassen.
Die Neubauprojekte dieser Strasse und dieser Stadt versprechen eine vermeintlich heile Welt, geschaffen fuer all diejenigen, die genuegend Kapital haben, um sich den realen Widerspruechen und Problemen dieser Gesellschaft zu entziehen.
Die Liebig 34 ist ein Ort an dem Menschen sich das nicht leisten koennen und wollen.

Die Liebig34 ist über die Jahre ein Ort geworden, an dem
Menschen sich selbst organisieren und gemeinsam anarchistische und feministische
Utopien entwickeln konnten, wie ein Leben ohne patriarchale und strukturelle Gewalt
aussehen könnte. In Berlin gibt es kaum noch Möglichkeiten für Menschen
sich selbst in dieser Form des solidarischen Miteinanders zu
organisieren. Und vor allem ist die Liebig ein Haus, in dem sich ausschließlich
LGTBIQ Menschen auf diese Art und Weise organisieren einzigartig.
Wenn es geräumt wird, ist es nicht ersetzbar.
Immer weniger solcher einzigartigen Orte, die Berlin zu ihrem Image als
vielfältige und kulturell diverse Stadt verhelfen, existieren noch,
sondern sie müssen Luxusbauten und Kapitalanlagen weichen.
Die Liebig34 behindert durch ihre bloße Anwesenheit die voranschreitende Verdrängungsdynamiken
im Nordkiez, die verheerende Auswirkungen auf die meisten
Anwohner*innen hat. Viele alteingessene Bewohner*innen mussten bereits
wegziehen. Andere bangen mit anstehendem Räumungstermin unseres Hauses um ihre eigene Existenz im Kiez.
Der Dorfplatz und die Liebig sind ein Ort fuer viele Menschen, die in der Stadt der Reichen keinen Platz finden.
Ein Angriff auf dieses Haus, ist ein Angriff auf all diese Menschen.

Als Anarchist*innen, als Feminist*innen und als Antifaschist*innen sind wir in Konflikt und Konfrontation mit diesem kapitalistischen Staat und seinen Repressionsorganen. Deshalb fordern wir keine Loesung von oben sondern Anseatze von unten.

Die Liebig34 ist seit 30 Jahren fester Bestandteil dieses Kiezes.
Sie hat ihn mitgestaltet, unterhalten, hat anggeeckt und Widersprüche aufgezeigt.

Die Liebig34 ist Sand im Getriebe der fortschreitenden Gentrifizierung.
Sie ist bunt, sie ist widerständig, sie ist eine Überleberin, die tapfer
weitermacht, obwohl sie immer wieder Angriffen von außen ausgesetzt ist.
Ob Schikanen der Polizei, sexistische Gewalt, Brandanschläge oder andere
Übergriffe von Nazis – die Liebig34 gibt nicht auf. Sie bleibt sich
treu, trotz Zermürbungsversuchen seitens Polizei und politischen
Machtkämpfen um profitablen Stadtraum.
In Berlin gibt es aktuell eine skrupellose Räumungswelle gegen
selbstorganisierte Projekte, die sich verheerend auf die Kieze auswirken werden.
Nach der Räumung des Syndikats in Neukoelln, wurde nun auch gegen die Kneipe Meuterei und das selbsorganisierte Jugendzentrum Potse ein Räumungstitel erwirkt.

Dass es darauf eine starke Reaktion gibt und diese Orte auf
verschiedene Weisen verteidigt werden, kreativ bis militant, ist nicht
verwunderlich, sondern schlicht und ergreifend notwendig.
Hier bangen Menschen sowohl um Wohnraum, als auch kollektive Orte fuer Organisierung und Solidarität, aber auch um die Zukunft dieser Stadt.
Denn wenn diese Häuser und Projekte erstmal weg sind, können wir sie
nicht wieder zurückholen. Die Liebig34 ist ein Symbol für eine Stadt von
unten, ein Symbol für Solidarität und Freiheit, es geht um Zusammenhalt,
um queeres Leben, um feministische Kämpfe. Die Liebig ist Geschichte Berlins, sie ist Teil
der feministischen Geschichte dieser Stadt, Teil der Besetzer*innen Geschichte,
ihre Wände erzaehlen von 30 Jahren Kreativität, Unangepasstheit und Solidarität.

In Zeiten erstarkender rechtskonservativer und neo-faschistischer
Angriffe stellt sich die Liebigstr. 34 gegen rassistische Gewalt, wehrt
sich aktiv gegen rechte Strukturen und steht ein für Vielfalt und
Toleranz.
Vor allem ist die Liebig34 ein Ort, der das Leben so vieler Menschen
geprägt hat. Die vielen verschiedenen kreativen Solidaritätsbekundungen
die dem Haus jedem Tag aus allen Ecken der Welt zugetragen werden,
zeigen deutlich, wie viele Menschen sich mit den Kämpfen und Ideen der
Liebig34 identifizieren und wie schmerzlich der Verlust durch eine
Räumung wäre.

Die Räumung der Liebig34 ist ein Gewaltakt, denn Menschen
gewaltsam ihren Wohn- und Schutzraum zu nehmen, ist menschenverachtend.
Doch die Liebig34 ist nicht einfach nur Haus, das bewohnt wird, die Liebig34
ist ein Haus das geliebt und gelebt wird, Tag fuer Tag, seit 30 Jahren.
Und Orte, die man liebt, gibt man nicht so einfach auf.
Man kämpft für sie, mit allen Mitteln. Mit allen Kräften.
Und genau das werden wir machen. Wir werden dieses Haus nicht freiwillig
hergeben, sondern jeden Teil unserer in Beton manifestierten Utopie
verteidigen.

Die Liebig34 lebt. Die Liebig34 bleibt.

Updates TagX – 9.10.20 – Updates DayX

Liebig34: Informationen zum Tag X (09.10.20)

English version below.

Manche Informationen wollen oder können wir noch nicht veröffentlichen. Wir werden diesen Text auf dem neusten Stand halten und vermerken wenn es der letzte Stand ist.

AKTIONSKARTE siehe twitter & ticker.

Grundsätzlich:

Lasst uns Chaos stiften, sichtbar sein und die Räumung der Liebig34 verhindern. In der Nähe vom Haus wird es mehrere Kundgebungen geben. Eine wird am Bersarinplatz sein, die zweite vor der Rigaer 94. Womöglich wird es noch eine dritte Kundgebung geben. Die Kundgebungen werden ab um 3 Uhr angemeldet sein. Obwohl die Räumung um 7 Uhr angekündigt ist, hat die Erfahrung gezeigt, dass die Cops Stunden früher anfangen. Um die Logistik der Cops zu brechen ist es gut früh aufzustehen.
Lasst uns eine Dynamik schaffen, die die Versuche von den Cops an das Haus zu kommen vereitelt. Um zu wissen wo es gut ist zu sein, wird es Infos bei den Kundgebungen, von der mobilen Infostruktur und am Infopunkt geben. Infos wird es auch online geben, lest dazu aber bitte den Text zu Smartphones & Aktionskommunikation : twitter.com/liebig34bleibt/status/1312417182442311680?s=19

Ideen gegen den Räumungsversuch:

  • Laut und dreckig sein – den Kampf sichtbarer machen
    • auf Töpfe schlagen (generell Krach machen)
    • Parolen rufen
    • Wände verschönern
    • Cops anpöbeln
  • Sitzblockaden
  • Materialblockaden
  • dezentrale Aktionen

Infrastruktur:

angemeldete Kundgebungen ab Freitag 2 Uhr morgens

  • 1. Rigaer 94
  • 2. untere Liebigstraße, vor dem Seniorenheim
  • 3. Bersarinplatz
  • Info-Ticker:

    Ermittlungsausschuss (EA):

    • +49 30 6922222

    Im Falle von Festnahmen. Kümmert sich um Anwält:innen und koordiniert sich mit dem Gesa-Support. Sagt nur euren Namen, euer Geburtsdatum, ggf. wo ihr festgehalten werdet und ob wem Bescheid gesagt werden soll.
    Wenn ihr Festnahmen beobachtet, fragt die betroffene Person nach diesen Daten und gebt sie dem EA weiter.

    Gesa-Support:

    • Gesa Support Nummer wird bald online sein
    • Kümmert sich um Support an den Gefangenensammelstellen (Gesa), empfängt euch nachdem ihr frei gelassen wurdet.

    Sanis:

    • Sani-Punkte im: Fischladen (Rigaerstrasse 83) , Infopunkt, Bersarinplatz (Kundgebung) und Out-of-Action Punkt
    • Kümmern sich um Verletzungen.

    Infopunkt

    • Wird am Tag vorher Mittags bekannt gegeben
      • Infos die dazu jetzt schon zu finden sind, sind nicht aktuell
    • Infos, Klos, Wasser, Toiletten, Sanis, KüfA

    Out of Action Punkt

    • Wird am Tag vorher Mittags bekannt gegeben
      • Infos die dazu jetzt schon zu finden sind, sind nicht aktuell
    • Infos, Ruhe, Klos, Wasser, warme Getränke, KüfA

    Anti-Repression
    Infos folgen bald.

    Im Falle einer Räumung

    • Tag X Demo (angemeldet) der Interkiezionalen | 09.10. | 21 Uhr | Monbijoupark (mehr Infos)
    • Dezentrale Aktionen

    Sonstiges

    • Es wird eine mobile Infostruktur geben, die euch den frühen Morgen und Tagsüber Infos weitergeben wird.
    • Das Wetter sieht ganz ok aus. Am frühen Morgen 10°, über den Tag an die 18°. Regenwahrscheinlichkeit gegen Null. Bedeckter Himmel.

    Passt auf einander auf, lasst euch nicht erwischen!

    Liebig34: Information about Day X (09.10.20)

    Some information we do not want or cannot publish yet. We will keep this text up to date and make a note when it is the last version.

    ACTION MAP COMING SOON.

    In general:

    Let us create chaos, be visible and prevent the eviction of Liebig34. There will be several manifestations near the house. One will be at Bersarinplatz, the second before Rigaer 94, and there may be a third manifestation. The manifestations will be registered starting at 3am. Eventhough the eviction is announced for 7am, experience shows that the cops also start hours earlier. To break the logistic of the cops it is thus good to get up early.
    Let us create a dynamic that will thwart the attempts of the cops to get to the house. To know where it is good to be at, there will be information at the manifestations, from the mobile info structure and at the info point. Infos will also be available online, but please read the text about smartphones & action communication : twitter.com/liebig34bleibt/status/1312417182442311680?s=19

    Ideas for stopping the eviction attempt:

    • Being loud and dirty – making the struggle more visible
      • Drum with pots and pans (generally make noise)
      • Shout slogans
      • Beautifying walls
      • Bully cops
    • Seat Blockades
    • Material blockades
    • decentralized actions

    Infrastructure:

    registered manifestations from friday 2am on

  • 1. Rigaer 94
  • 2. down Liebigstraße, in front of the Seniorenheim
  • 3. Bersarinplatz
  • Info ticker:

    Legal Support (EA):

    • 49 30 6922222

    In case of arrest. Takes care of lawyers inside and coordinates with Gesa support. Just tell us your name, date of birth, where you are being held and if you want to be informed.
    If you observe arrests, the person concerned will ask for these data and pass them on to the EA.

    Gesa Support:

    • Gesa support number will be online soon
    • Takes care of support at the prisoner collection points (Gesa), receive you after you are released.

    Medics:

    • Sani-Points in: Fish Shop (Rigaerstrasse 83) , Infopoint, Bersarinplatz (rally) and Out-of-Action Point
    • Take care of injuries.

    Info point

    • Will be announced the day before at noon
      • Information that can already be found out there is not up-to-date
    • Info, toilets, water, toilets, sanis, KüfA

    Out of Action Point

    • Will be announced the day before at noon
      • Information that can already be found out there is not up-to-date
    • Info, rest, toilets, water, warm drinks, KüfA

    Anti-Repression

    Info will follow soon.

    Afterwards:

    • Day X Demo (registered) of the Interkiezionale | 09.10. | 21 Uhr | Monbijoupark (more info on interkiezionale.noblogs.org/Tag-X)
    • Decentralized actions

    Other infos:

    • There will be a mobile info structure that will provide you with information early in the morning and during the day.
    • The weather looks quite ok. Early morning 10°C, during the day about 18°C. Probability of rain towards zero. Overcast sky.

    Watch out for eachother, don‘t get caught!

    Action training (without cis-men) about Day X

    In 10 days the cops want to evict Liebig34. Liebig34 calls dor decentral actions on DayX, in the evening the Interkiezionale Day X demo will take place.
    What is meant by “decentral actions“? How can one prepare for Day X? What repression to expect and how can I protect myself?
    We want to talk about action forms and practice them, want to talk about our fears and how to overcome them, answer questions about police violence and other repression.
    The training will take about 3 hours and is open for all except cis-men (a person who was assigned the male gender at birth and identifies as such) . Afterwards there will be an event by Liebig34 on Dorfplatz. Please wear mask.

    WHEN: Sunday, 4th October at 12 noon
    WHERE: in the garden of Rigaerstr.94 (ring the bell if door is closed)
    (mehr…)

    „Wir geben nicht auf, Padovicz zu sagen, dass er aufgeben soll!“

    Videokundgebung
    vor dem Firmensitz von Padovicz
    Donnerstag, 1. 10.2020, 18.30 Uhr
    Kurfürstendamm 178/179, 10707 Berlin

    Die Liebigstraße 34 soll am 9. Oktober um 7.00 Uhr in der Frühe von der Gerichtsvollzieherin im Auftrag von Padovicz durch ein Bullenaufgebot gestürmt und zwangsgeräumt werden.

    Eine 30jährige Geschichte soll damit beendet werden. Das Haus wird für eine profitable Verwertung geschliffen. Dafür geopfert wird die Liebig34, das Anarcha-Queer-Feministische Kollektiv. Das werden wir
    nicht hinnehmen. Wir beginnen am 1. Oktober mit einer bildungspolitischen Veranstaltung vor dem Firmensitz von Padovicz am Kurfürstendamm.

    Das Bündnis Zwangsräumung verhindern zeigt kurze Videos von den Kämpfen gegen Zwangsräumungen in den letzten 10 Jahren. Einige Zwangsräumungen konnten verhindert werden, aber nicht jeder Kampf war erfolgreich. Aber in jedem Kampf wächst die Solidarität für eine gemeinsame Stadt. Man kann uns die Orte nehmen, aber nicht die Ideen.

    Bis dahin geben wir nicht auf, Padovicz zu sagen, dass er aufgeben soll.

    Bündnis Zwangsräumung verhindern

    Heuchelei des Staats – Eine Räumung wäre illegal

    Dieses Schreiben haben wir an Politiker*innen, Cops, Gerichtsvollzieher und co. geschickt. Die Rechtslage ist klar: der Räumungstitel richtet sich gegen Raduga e.V. der aber nicht im Besitz der Räume ist. Jede Stelle weiß wenn die Cops am 9.10. in unser Haus einbrechen, und uns, Mitglieder des „mittendrin.kommunikation und anderes“ e.V. rausschleppen wollen, dass das illegal wäre. Mittendrin fordert, dass jede Amtshilfe deswegen verweigert wird. Um sich nur irgendwie in der Nähe von Legalität zu bewegen müsste der „mittendrin.kommunikation und anderes“ e.V. verklagt werden und ein Räumungsurteil gegen ihn gesprochen werden.
    Die Heuchlerei des Staates ist unübersehbar. Wir werden zur großen Gefahr konstruiert. Und auch wenn wir die sind, sind die Ausmaße dieser Gefahr von den Cops in ihrer Propaganda maßlos überzogen. Cops machen vor unserer Tür was sie wollen und ihre Willkür wird rechtlich legetimiert. Da wir so brandgefährlich seien, ist dem Staat jedes Mittel recht, auch die illegalen um uns aus unserem Haus zu drängen und uns mit Repression zu überhäufen. Auf den Staat und seine heuchlerischen Spielregeln scheißen wir. Es ist einfach nur heuchlerisch, wenn der Staat dabei auch noch versucht, sich selbst als gerecht zu inszenieren.
    BRD – Bullenstaat – wir haben dich zum kotzen satt.

    Poster for 34

    This is a collection of posters from us, that you can gladly print out and poster and or spread online.

    Hier ist eine Sammlung von unseren Postern, die ihr gerne ausdrucken könnt und oder online verbreiten könnt.

    https://archive.org/details/@liebig_34_anarchaqueerfeminist_houseproject_berlin?tab=uploads

    a message to our allies out there! eine nachricht an unsere verbündeten da draußen!

    A audiomessage to our allies out there! Eine Audionachricht an unsere Verbündeten da draußen!

    Audio here

    In deutsch auch als text hier:

    Liebe Nachbar*innen, liebe Genoss*innen,
    an alle die noch nicht aus der Stadt der Reichen verdrängt wurden!

    Am 15. September hat uns ein Schreiben vom Gerichtsvollzieher T. Knop erreicht: Darin steht, dass wir am 9. Oktober um 7 Uhr morgens geräumt werden sollen. Ein riesen Polizeiaufgebot soll die gesamte Straße abriegeln, gewaltsam ins Haus eindringen und uns aus unseren Zimmern, unseren Küchen, unserem geliebten zu Hause raus auf die Straße zerren.

    Die Liebig34 ist seit 30 Jahren fester Bestandteil dieses Kiezes. Sie hat ihn mitgestaltet, unterhalten, hat anggeeckt und Widersprüche aufgezeigt. Die Liebig ist und war ein Ort für Vernetzung und Zusammenkommen. Tausende Menschen sind durch diese Tür ein und ausgegangen. Haben hier gewohnt, mitgestaltet, die Räume bemalt, hinterm Tresen gestanden, im Infoladen gestöbert, an der Feuertonne gesessen, von einer besseren Zukunft geträumt.

    Eine Bewohnerin meinte mal in einem Interview: wenn diese Wände reden könnten, sie würden die verrücktesten Geschichten erzählen. Ein großes Stück Kiezkultur ist in diesen Wänden verwoben und soll uns jetzt genommen werden.

    Die Liebig ist unser zu Hause, unser Rückzugsort, da wo wir Kraft tanken, um kämpferisch in den neuen Tag starten zu können. Das Haus ist ein widerständiger Ort, an dem sich nicht nur die GentrifiziererInnen im Kiez aufreiben, sondern auch Macker, die denken, Leute aufm Dorfplatz scheiße anzumachen. Die Liebig ist ein Ort der Solidarität, wo Menschen über die Jahre immer wieder ein Bett gefunden haben, wo sie sich vom Stress draußen in der Welt erholen konnten. Wo Leute unterstützt wurden, die Scheiße erfahren haben, wo man sich unter die Arme greift, wenns mal finanziell knapp wird.

    Die Liebig ist vor allem eins der Symbole einer Stadt, wie sie sein könnte, wenn wir sie selber gestalten dürften. Immer weniger solcher Orte existieren und weichen Luxusbauten und Kapitalanlagen. Wenn diese Häuser erstmal weg sind, können wir sie nicht wieder zurück holen. Mit ihnen geht nicht nur Wohn- und Lebensraum verloren, sondern auch ein Berlin, welches nicht nur für Reiche, Start Ups und als Touriattraktion dient. Es steht für eine Stadt von unten. Dieser Kiez wird nicht mehr der selbe sein, wenn solche Ort verschwinden. Yuppie Cafés ersetzen die kollektiven Ort der Begegnung schon jetzt teilweise. Eine klinisch Reine Bambiland atmosphäre voller steriler Neubauten ersetzt die Alten Häuser, die diese Stadt in und auswendig kennen.

    Wir haben nicht mehr viel Zeit, doch wir können sie nutzen, um mit aller Kraft zu zeigen, welches Berlin wir leben wollen. Organisiert euch, kommt vorbei – zeigt denen, die für diese Ungerechtigkeit verantwortlich sind, wie kacke wir das finden. Zeigt mit uns, dass dieser Kiez nicht nur Wohnungseigentümer*innen und Investor*innen gehört, sondern den Menschen, die ihn jeden Tag leben.

    Seit kreativ. Am 9. Oktober darf die Liebig nicht geräumt werden. Für einen Kiez von unten!

    Liebig 34 bleibt!

    Manifestation 26.09. against Gentrification – 3pm Bambiland

    english

    Come to the manifestation on the 26th of September against Gentrification! In front of the lifeless „Bambiland“ (Rigaerstr. 22) whose inhabitants regularly agitate against the projects.

    The building complex „Bambiland“ – that was the name of the fallow that got gentrified away – is a symbol of the peak of gentrification. The luxury-bulding of the rich stands in Rigaerstraße and – at least some – of it’s inhabitants stand in the spotlight agitating against the projects Liebig34 and Rigaer94. Inhabitants of Bambiland declare phrases and graffitis like „Yuppie-Pigs shot in the legs“ as serious death-threats and are agitating in the rbb aginst the projects. Bambiland is a piece of shit on top of the pile of shit that is gentrification

    Loud and dirty against gentrification with:
    „Cut my Skin“, „Ponys auf Pump“, „Fox Devils Wild“, „Ego“, „Antes de las Guerras“, „Negativ Dekadent“,

    Afterparty on Dorfplatz starting 10pm.

    deutsch

    Kommt zur Kundgebung am 26.09. gegen Gentrifizierung! Vor dem leblosen Bambiland (Rigaerstr. 22) deren Bewohner*innen gegen die Projekte hetzen.

    Der Gebäudekomplex „Bambi-Land” – so hieß die Brache die weg-gentrifiziert wurde – ist ein Symbol der Spitze der Gentrifizierung. Der Luxusbau der Reichen steht in der Rigaerstraße und – zu Mindest – einige seiner Bewohner*innen fallen immer wieder durch Hetze gegen die wunderschönen Hausprojekte Liebig34 und Rigaer94 auf. Bewohner*innen des Bambi-Lands erklären Sprüche und Tags wie „Yuppie-Schweine Schüsse in die Beine” zu Morddrohungen und machen im rbb Stimmung gegen die Projekte in der Rigaerstraße. Bambi-Land als Gebäude-Komplex ist ein Stück Scheiße auf der Spitze des Misthaufens der Gentrifizierung.

    Laut und dreckig gegen Verdrängung mit:
    „Cut my Skin“, „Ponys auf Pump“, „Fox Devils Wild“, „Ego“, „Antes de las Guerras“, „Negativ Dekadent“,

    Afterparty aufm Dorfplatz fängt um 22Uhr an.

    Kein Freund, kein Helfer – Chaos statt Räumung – Liebig34 Mobivdeo

    No friend, no helper – Chaos instead of eviction – Liebig34 mobi-video

    Kein Freund, kein Helfer.
    Keine Versöhnung mit dem Staat.
    Liebig34 verteidigen.
    Bullen schikanieren.

    No friend, no helper.
    No reconciliation with the state.
    Defend Liebig34.
    Bully cops.

    Map of the City of the Rich – Stadtkarte der Stadt der Reichen

    Here is a map that informs about the city of the rich. Maybe some of these places pique your interest.
    Keep in mind though, that this map is likely not quite up to date and complete.
    Every day until the 10th is now DayX!
    Chaos instead of eviction!

    Hier ist ein Karte die über die Stadt der Reichen informiert. Vielleicht interessiert ihr euch für manche dieser Orte.
    Behaltet aber im Hinterkopf, dass die Karte auch gut möglich nicht auf dem neusten Stand und vollständig ist.
    Jeder Tag bis zum 10. ist TagX!
    Chaos statt Räumung!

    See full screen

    Link: https://umap.openstreetmap.fr/en/map/interkiezionale-berlin_409034#14/52.5217/13.4101

    CALL DEMO FOR L34 ON OCTOBER 3RD

    English version below

    AUFRUF ZUR DEMO GEGEN DIE RÄUMUNG DER L34! – CHAOS STATT RÄUMUNG

    DEMO 03.10. – Friedrichshain – 21 Uhr

    Wir sind wütend! Wütend darauf, dass uns die Liebig34 genommen werden soll. Wütend darauf, dass jeder Versuch eines selbstbestimmten Lebens versucht wird zu zerschlagen. Wir haben keinen Bock mehr auf die ganzen Bullenschikanen im Kiez und überall. Wir haben deren Repression satt, den Staat und seine Bediensteten, die es unmöglich machen, dass Menschen die Stadt gestalten, in der sie leben. Wir scheißen auf Investor*innen für die Berlin nichts weiter ist, als ein Monopoly Spielbrett, auf dem sie ihre Häuser umherschieben können. Wir haben keinen Bock auf die Yuppies, die mit ihren Neubauten und Eigentumswohnungen, die Menschen verdrängen, die hier ihr Leben verbringen, für die die Straße und der Dorfplatz mehr ist, als bloß der Weg zum Co-Working Space.
    Wir fordern eine Stadt von unten. Wir wollen Häuser besetzen. Wir wollen selber entscheiden, wie wir leben wollen.

    Die Liebig34 muss bleiben! Nicht nur, weil es das Zuhause so vieler Menschen ist. Aber vor allem, weil die Liebig die Geschichte eines Berlins erzählt, in dem nicht nur Menschen mit Kapital und einem SUV sich auf ein Bier treffen konnten. Weil es ein Ort ist, fern von Konsumzwang. Ein Ort gelebter Solidarität und feministischer Utopie.
    Die Nachbar*innenschaft hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten so massiv verändert, dass bereits viele Alteingessessene gehen mussten. Kiezorte sind Yuppiecafés gewichen, Eigentumswohnungen verdrängen Hausprojekte. Wenn die Liebig geht, kommt ein weiterer Ball der Gentrifizierung ins Rollen. Das dürfen wollen wir nichts zulassen.

    Lasst uns nicht warten, bis das nächste Projekt geräumt wurde. Lasst uns ein starkes Statement setzen und zeigen, dass wir keine Räumung zu lassen werden.

    Nicht nur der Staat nimmt uns immer mehr Räume, auch Faschos und Rechte Kräfte drängen sich immer weiter in unsere Kieze. Am 3. November ruft der dritte Weg ab 11 Uhr zu einem Aufmarsch in Berlin Hohenschönhausen auf. Am sogenannten „Tag der deutschen Einheit“ kommen bundesweit Neonazis und selbsternannte „Nationalrevolutionärs“ nach Berlin, um ihren verpassten 1. Mai Aufmarsch nachzuholen. Ein widerständiger Kiez von unten bedeutet auch, dass Faschos keinen Platz bekommen. Ihnen wollen wir uns ebenso entgegenstellen. Wie immer, werden die Cops die Nazis schützen und versuchen den antifaschistischen Widerstand zu verhindern. Das werden wir nicht hinnehmen und unsere Wut auf die Straße tragen – gegen den 3ten Weg und gegen die Staatsbüttel, die uns räumen wollen.
    Wir wollen nicht warten, bis der Gerichtsvollszieher vor unser Tür steht. TagX ist nun auch jeder Tag vor der Räumung der Liebig34, denn es gilt diese Räumung mit allen MItteln zu verhindern.

    Kieze von unten und Orte für Vernetzung.
    Kommt alle ab dem 03. Oktober nach Berlin!
    Liebig34 kämpft. Gegen Nazis, GroßinvestorInnen und Räumungen!

    (Am 04.10. wollen wir noch ein kulturelles Event auf dem guten alten Dorfplatz mit euch feiern.)

    CALL FOR DEMO AGAINST EVICTION OF L34 ON THE 3RD – CHAOS INSTEAD OF EVICTION

    DEMO October 3rd – Friedrichshain – 9pm

    We are angry! Angry that Liebig34 is about to be taken away from us. Angry that every attempt at a self-determined life is being tried to be crushed. We are fed up with all the harassment by cops in the neighborhood and everywhere else. We are fed up with their repression, the state and its servants, who make it impossible for people to shape the city they live in. We shit on investors for whom Berlin is nothing more than a Monopoly board on which they can move their houses around. We don’t give a shit about the yuppies who, with their new buildings and condominiums, are displacing the people who spend their lives here, for whom the street and the Dorfplatz is more than just the way to the co-working space.
    We demand a city from below. We want to occupy houses. We want to decide for ourselves how we want to live.

    The Liebig34 must stay! Not only because it is the home of so many people. But above all because Liebig tells the story of a Berlin where not only people with capital and an SUV could meet for a beer. Because it is a place far away from consumerism. A place of lived solidarity and feminist utopia.
    The neighborhood has changed so massively in recent years and decades that many old-established residents have had to leave. Spaces of the neighborhood have given way to yuppie cafés, and condominiums are displacing house projects. When Liebig leaves, another ball of gentrification is set rolling. We don’t want to let that happen.

    Let’s not wait until the next project is evicted. Let’s make a strong statement and show that we will not allow eviction.

    Not only the state is taking more and more spaces from us, but also fascists and right wing forces are pushing themselves further and further into our neighbourhood. On November 3rd, the “Dritter Weg” – one of the most openly fascist parties in Germany – calls for a marching-up in Berlin Hohenschönhausen starting at 11 am. On the so-called “Day of German Unity”, neo-Nazis and self-proclaimed “National Revolutionaries” from all over Germany come to Berlin to make up for their missed May Day march. A resistant neighborhood from below also means that fascists are not given a place. We want to oppose them as well. As always, the cops will protect the Nazis and try to prevent the antifascist resistance. We will not accept this and we will take our anger to the streets – against the 3rd way and against the state beadles who want to evict us.
    We do not want to wait until the bailiff is at our door. DayX is now also every day before the eviction of Liebig34, because we have to prevent this eviction with all means.
    Neighborhoods from below and places for connecting.

    Come to Berlin starting 3rd of October!
    Liebig34 fights. Against Nazis, major investors and evictions!

    (On 04.10. we want to celebrate another cultural event on the Dorfplatz with you)

    sleeping places – schlafplätze

    deutschsprachige version unten

    For people joining us from outside of Berlin who need a place to sleep, we have a sleeping place orga. You can contact us, if you would like us to organize a sleeping place for you, as well as if you have a sleeping place to offfer: witches-need-sleep@riseup.net

    Please provide the following details:

    • Contact name (pseudonym!):
    • Contact details (email or phone):
    • Date of arrival, or date from when you could offer a sleeping place:
    • Departure date or date by when people should leave the place:
    • Number of people
    • Are you FLINT* (woman, lesbian, inter*, nonbinary, trans*)?
    • Do you need a FLINT* space or would you prefer to offer sleeping places to FLINT* people only?

    If you want to write to us via encryption, you are welcome to do so. You can find our PGP key here: http://keys.gnupg.net/pks/lookup?search=witches-need-sleep%40&fingerprint=on&op=index

    In solidarity,
    the sleepingplace crew

    —————————

    Damit auch Leute Anreisen können, die nicht in Berlin wohnen, bieten wir
    eine Schlafplatz-Vermittlung an. Falls ihr einen Schlafplatz in Berlin
    braucht oder einen anbieten könnt, meldet euch hier: witches-need-sleep@riseup.net

    Gebt dazu bitte folgendes an:

    • Kontaktname (Pseudonym!):
    • Kontaktmöglichkeit (Mail oder Handy):
    • Anreisedatum bzw. Datum, ab wann ihr was anbieten könnt:
    • Abreisedatum bzw. Datum, bis wann die Leute eure Couch wieder frei machen sollten:
    • Anzahl Personen:
    • Seid ihr FLINT*?
    • Brauchst du einen FLINT*-Space bzw. willst du Pennplätze nur an
      FLINT*-Personen anbieten?

    Wenn ihr uns verschlüsselt schreiben wollt, könnt ihr das gerne tun.
    Unser PGP-key findet ihr hier: http://keys.gnupg.net/pks/lookup?search=witches-need-sleep%40&fingerprint=on&op=index

    Solidarische und kämpferische Grüße,
    die Schlaplatz-Crew

    Poster DayX – Plakat TagX

    PosterDayX

    Räumung zum Desaster machen, aber wie? – Turning eviction into desaster, but how?

    English version below

    Räumung zum Desaster machen – aber wie?

    Am 9. Oktober um 7 Uhr morgens werden die Cops uns versuchen zu räumen! Jetzt gilt es das Haus mit allen Mitteln zu verteidigen. Jeder Tag vor dem 09.10. ist nun TagX!
    Das Haus wurde bis jetzt verteidigt und uns zu Räumen ist eine Bedrohung für die Stadt geworden. Einerseits geht es jetzt also darum weiter Druck aufzubauen und das Drohszenario zu steigern.

    Druck vorher ist nicht unsere ganze Strategie. Um effektiv und kollektiv zu handeln wollen wir hier unsere Gedanken offenlegen wie wir den Räumungsversuch zu einem Desaster für die Cops, den Senat und Padovicz machen können. Dass das nicht die eine Wahrheit ist und viele verschiedene Aktionsformen Sinn machen ist klar. Dennoch wollen wir hiermit Ansätze diskutieren um gemeinsame effektive Aktionen gegen Räumungsversuche zu finden.

    Sitzblockaden werden oft versucht um Räumungen zu verhindern. Doch sie erwiesen sich gegen massive Cop-Aufgebote als nicht-effektiv, vor allem wenn, wie bei der Räumung des Syndikats, die strategisch sinnvollen Blockade-Punkte in Sperrzonen liegen. Die Repressionen, die mit Sitzblockaden verbunden sind, sind recht hoch (gemeinschaftlicher Widerstand, Nötigung…) – auch wenn jegliche Repression natürlich unverhältnismäßig ist. Die direkte Konfrontation mit durchmilitarisierten Bullen können wir nicht gewinnen. Durch Überraschung können wir kurzzeitig erfolgreich sein. So sind Sitzblockaden nicht zu verwerfen. Mit dem eigenen Körper, ohne große Hilfmittel, sich zu widersetzen und die Bullen direkt zu blockieren, ist auch ein wichtiges Werkzeug. Wenn wir die Cops mit Sitzblockaden überraschen oder eine große Masse zu bilden, kann sie durchaus effektiv sein. Auch das Gefühl gegen ein Ungerechtigkeit gemeinsam die Straße zu blockieren und ein mit vielen Menschen in einem kollektiven Moment des pysischen Widerstands zu sein, ist wichtig. Wie viele von uns hatten Radikalisierungsmomente beim Anblick von Bullengewalt bei einer Räumung einer Blockade gegen Faschos?

    Das Potential von zielgerichtetem Chaos ist hoch. Die hohe Dynamik von autonomen Gruppen, kann die linearen Konzepte von den ops aus den Angeln heben. Jede Barrikade zieht cops. Und wenn sie erstmal da sind, brennt schon die nächste. Außerdem treibt jeder Angriff auf das Kapital, seine Infrastruktur und seine Garanten – die cops – den Preis eines Räumungsversuches in die Höhe.

    Am Tag des Räumungsversuches gibt es zwei Ziele. Einerseits müssen wir Zeit gewinnen. Denn die cops wollen immer noch den Raduga e.V. räumen, der wie mittlerweile wahrscheinlich alle wissen, nicht im Besitz der Räume ist. Da die cops das immer noch so versuchen werden, brauchen wir die Zeit damit anwältlich interveniert werden kann. Das zweite Ziel ist es gegen die Räumung politisch zu kämpfen. Sie ist in unserem Fall besonders in die Unterdrückungsformen des Kapitalismus, des Staates und des Patriarchats eingebunden. Diesen und ihrem Instrument der Zwangsräumung haben wir schon seit langem den Kampf angesagt. Wir wollen den Tag auch als Anlass nehmen den Kampf weiterzubringen, in Bewegung zu kommen und offensiv gegen Unterdrückung und Verdrängung zu kämpfen.
    So bald emanzipatorische und revolutionäre Ansätze verfolgt werden, sind die Cops nicht weit weg und versuchen unsere Existenzen und unseren Widerstand zu zerstören.
    So braucht es einerseits dezentrale Aktionen, die den cops Zeit rauben und damit uns Zeit geben. Infrastruktur ist hier ein guter Ansatzpunkt. Ein Räumungsversuch gegen uns wird mit viel Material und cops verbunden sein, was erstmal herangekarrt werden muss. Diese Logistik gilt es zu stören und zu zerstören.
    Die Liebig34 ist Teil des anarchistischen, des queeren, des feministischen Kampfes. Diesen voranzubringen, der politischen Idee des Hauses mehr Bewegung zu geben und gegen die Unterdrückung und Verdrängung anzukämpfen ist nicht nur als Rache zu verstehen, sondern auch das Weiterleben dieser Idee. Die Ziele sind klar Patriarchat, Staat und cops, sowie Kapitalismus und seine Infrastuktur. 


    Für dezentrale Aktionen – in Berlin und überall!

    Und wie immer: Be careful with each other, so that we can be dangerous together!

    Turning eviction into desaster – but how?

    On October 9th at 7 am the cops will try to evict us! Now we have to defend the house with all means. Every day before 09.10. is now DayX!
    The house has so far been defended and to evict us has become a threat for the city. On the one hand, it is now a matter of building up more pressure and increasing the threat scenario.

    Pressure before is not our whole strategy. In order to act effectively and collectively, we want to share our thoughts here on how to make the eviction attempt a disaster for the cops, the Senate and Padovicz. That this is not the one truth and that many different forms of action make sense is clear. Nevertheless we want to discuss approaches to find effective joint actions against eviction attempts.

    Seat blockades are often tried to prevent evictions. But they proved to be ineffective against massive cop deployments, especially when, as in the case of the eviction of the syndicate, the strategically useful blockade points are located in restricted areas. The repression associated with sit-in blockades is quite high (joint resistance, coercion…) – although any repression is of course disproportionate. We cannot win the direct confrontation with thoroughly militarized cops. By surprise we can be successful for a short time. Nevertheless, sit-in blockades are not to be rejected. Using one’s own body, without much help, to resist and directly block the cops is also an important tool. If we surprise the cops with sit-blocks or form a large mass, it can be quite effective. It is also important to have the feeling to block the street together against an injustice and to be one with many people in a collective moment of physical resistance. How many of us had moments of radicalization at the sight of cop violence during the clearing of a blockade against fascists?

    The potential of purposeful chaos is high. The high dynamics of autonomous groups, can unhinge the linear concepts of cops. Every barricade draws cops. And once they are there, the next one is already burning. Moreover, every attack on capital, its infrastructure and its guarantors – the cops – pushes up the price of an attempt to evict.

    On the day of the attempted eviction there are two goals. On the one hand, we have to gain time. Because the cops still want to evict Raduga e.V., which, as everyone probably knows by now, is not in possession of the premises. Since the cops will still try to do so, we need the time to intervene with a lawyer. The second goal is to fight against the eviction politically. In our case, it is particularly involved in the forms of oppression of capitalism, the state and the patriarchy. We have been fighting this and its instrument of forced eviction for a long time. We also want to take this day as an occasion to take the struggle forward, to get moving and to fight offensively against oppression and repression.
    As soon as emancipatory and revolutionary approaches are pursued, the cops are not far away and try to destroy our existence and our resistance.
    So on the one hand there is a need for decentralized actions that rob the cops of time and thus give us time. Infrastructure is a good starting point here. An attempt to evict us will require a lot of material and cops, which will have to be brought in first. These logistics have to be disrupted and destroyed.
    Liebig34 is part of the anarchist, the queer and the feminist struggle. To advance this, to give more movement to the political idea of the house and to fight against oppression and repression is not only to be understood as revenge, but also the survival of this idea. The targets are clearly patriarchy, state and cops, and capitalism and its infrastructure.

    For decentral actions – in Berlin and everywhere!

    And as always: Be careful with each other, so that we can be dangerous together!
    Liebig34

    +++ GENERAL ASSEMBLY TO DAY X LIEBIG34 +++

    +++ GENERAL ASSEMBLY TO DAY X LIEBIG34 +++ 09/20/20, 6pm, Dorfplatz +++

    -deutsch unten-

    As many of you probably already heard, there will be an attempted eviction against us on the 9th of October at 7am. An attempt to evict must be stopped and has to have a response. The entire attacks on radical left structures and especially our spaces are additionally reaching a new point, at which we have to act. The assembly is spontanious we know, but its really important that we come now together to discuss with you several things which have now to be organized!
    Greetings and kisses,
Liebig34

    +++ Vollversammlung zu Tag X Liebig34 +++ 20.09.20, 18uhr, Dorfplatz +++

    Wie viele von euch wahrscheinlich schon mitbekommen haben, wird es einen Räumungsversuch gegen uns am 09. Oktober um 7 Uhr morgens geben. Ein Räumungsversuch muss verhindert werden und darf nicht unbeantwortet bleiben. Auch die ganzen Angriffe auf linke Strukturen und besonders unsere Räume spitzen sich gerade so zu, dass wir jetzt handeln müssen. 

Wir wissen, dass die Versammlung spontan ist, aber es ist wirklich wichtig, dass wir jetzt zusammenkommen, um mit euch zusammen einige Dinge zu besprechen, die jetzt organisiert werden müssen!
    Gruß und Kuss, 
Liebig 34

    Another trial against our house! // Erneuter Prozess gegen unser Haus!

    - deutsch unten -

    Another trial against our house!

    On August 26, the default decree of June 3 was again confirmed in the Berlin Regional Court against the association Raduga e.V., which has left the house beginning of this year. The new verdict does not come as a surprise; here, once again, the court is acting in the interests of the owner and his capital interests, negotiating a living space as an object of speculation. In Padovicz’s sense, the Liebig is to be evicted as soon as possible. In addition, the property shark is to get 20,000 euros stuck in his throat. It took only half an hour for the Berlin judiciary to once again judge the fate of the people in the Liebig. Half an hour to decide whether people should be put on the street or not.

    The association will appeal and bring the case to the court of appeal. We can still be evicted at any time, but Padovicz would have to raise a substantial „security deposit“ of 60,000 €. Not unlikely given his assets.
    We do not recognize this judgment either politically or legally. Raduga e.V. has not been sitting in the rooms at Liebigstraße34 for a long time and there is no eviction order against the current association „Mittendrin.kommunikation und anderes e.V.“. Furthermore, the Liebig is treated as an industry. It is however living space and must be regarded this way. In the thoroughly gentrified Berlin of the rich, more and more spaces that build up small utopias in the heart of the beast outside of consumerism and greed for profit have to vanish. We do not want to and will not surrender to this dynamic without resistance.

    And if another 100 courts decide that our queer feminist house project should become another faceless concrete block, we will stay. Feminist, non-conformist, unpleasant and unforgiving.

    The days of action from September 7-13 are a way for us to show everywhere that the Liebig remains and that we will take our anger about the conditions now and always to the streets (https://defendliebig34.noblogs.org/).

    No evictionattempt without (re)action! Liebig34 stays!
    You have the power, we have the night!

    _________________________________________________________________________________________

    Erneuter Prozess gegen unser Haus!

    Am 26.08. wurde das Versäumnisurteil vom 3. Juni im Berliner Landgericht abermals bestätigt und zwar gegen den Verein Raduga e.V., der seit Anfang des Jahres bereits das Haus verlassen hat und den Besitz aufgegeben hat. Überraschend kommt das erneute Urteil nicht, hier wird wieder im Sinne des Eigentümers und seiner Kapitalinteressen agiert und ein Wohnraum als Spekulationsobjekt verhandelt. Im Sinne von Padovicz soll die Liebig zeitnah geräumt werden. Außerdem soll der Immobilienhai von uns nochmal 20.000 Euro in seinen Rachen gesteckt kriegen. Nur eine halbe Stunde brauchte die Berliner Justiz um wieder mal über das Schicksal von den Menschen in der Liebig zu urteilen. Eine halbe Stunde um zu entscheiden, ob Menschen auf die Straße gesetzt werden sollen, oder nicht.

    Der Verein wird in Berufung gehen und damit den Fall vors Kammergericht bringen. Geräumt werden können wir trotzdem jederzeit, aber Padovicz müsste eine erhebliche „Sicherheitsleistung“ von 60.000 € aufbringen. Bei seinem Vermögen nicht unwahrscheinlich.
    Wir erkennen dieses Urteil sowohl politisch als auch juristisch nicht an. Raduga e.V. sitzt lange nicht mehr in den Räumen der Liebigstraße34 und gegen den aktuellen Verein „Mittendrin.kommunikation und anderes e.V.“ liegt kein Räumungstitel vor. Außerdem leben und wohnen in unserem Haus echte Menschen, gegen die sich auch kein Titel richtet, lediglich gegen einen Verein , der nicht mehr da ist. Außerdem wird die Liebig als Gewerbe behandelt. Es handelt sich jedoch um Wohnraum und muss im Rahmen des Wohnraummietrechts betrachtet werden. Im durchgentrifizierten Berlin der Reichen müssen immer mehr Räume, die außerhalb von Konsumzwang und Profitgier kleine Utopien im Herzen der Bestie aufbauen, weichen. Dieser Dynamik wollen und werden wir uns nicht widerstandslos ergeben.

    Und wenn noch 100 Gerichte entscheiden, dass unser queerfeministisches Hausprojekt zu einem weiteren gesichtslosen Betonklotz werden soll, wir bleiben. Feministisch, unangepasst, unbequem und unversöhnlich.

    Die Aktionstage vom 7.-13. September sind eine Möglichkeit, dass wir überall zeigen, dass die Liebig bleibt und dass wir unsere Wut über die Zustände jetzt und immer auf die Straße tragen werden (https://defendliebig34.noblogs.org/).

    Kein Räumungsversuch ohne (Re)Aktion! Liebig34 bleibt!
    Sie haben die Macht, wir haben die Nacht!

    ACTIONWEEK FOR LIEBIG34 – 07.09 – 13.09.20

    german version below

    Liebig 34 is being threatend by eviction. When state, cops and the owner want to evict, they will only have a desaster on their hands.
    As an anarcha-queer-feminist selforganized house-project without cis-men, directly at the square „Dorfplatz“ in Friedrichshain, Liebig 34 is a place where resistive actions and collective moments are decided and organized. A place where self-organization becomes a dangerous word, where a project is becoming a starting point of struggles and not just a space of self-reference and alternative entertainment. The project itself has taken part in the planning of many of demonstrations, published numerous calls and texts and carried out various radical actions. But it is also a symbol of radicalization and empowerment for the antagonistic scene in Berlin and in Germany, as it shows how to fight various forms of resistance.
    Liebig34 consists of a collective which is working with a focus to overcome more and more internalized structures of capitalism and patriarchy. In a world where patriarchy makes up one of the main pillars of the capitalist system, militant feminist groups and collectives, which make clear that the resistance and the fighting back is not a cis-men privilege, are more than necessary. In a patriarchal world, in which patriarchy and capitalism are intervoven, it is more than necessary to actually fight patrairchy and not have it be a sidenote in a text. Let us not be divided by oppression and let’s fight together in this for a liberated society.

    Join the fight and defend Liebig34!
    Feminist action week 07-13.09.20, Berlin

    More information coming as soon as possible.
    Check out: https://defendliebig34.noblogs.org/
    Autonomous Groups for Liebig34

    mobi video below the german version

    AKTIONSWOCHE FÜR LIEBIG34 – 07.09 – 13.09.20

    Liebig 34 ist von der Räumung bedroht. Wenn Staat, Polizei und Eigentümer die Räumung wollen, haben sie nur ein Desaster am Hals.
    Als anarcha-queer-feministisches selbstorganisiertes Hausprojekt ohne Cis-Männer, direkt am Friedrichshainer Dorfplatz, ist die Liebig 34 ein Ort, an dem widerständige Aktionen und kollektive Momente entschieden und organisiert werden. Ein Ort, an dem Selbstorganisation zu einem gefährlichen Wort wird, an dem ein Projekt zum Ausgangspunkt von Kämpfen wird und nicht nur zu einem Raum der Selbstreferenz und alternativer Unterhaltung. Das Projekt selbst hat an der Planung vieler Demonstrationen teilgenommen, zahlreiche Aufrufe und Texte veröffentlicht und verschiedene radikale Aktionen durchgeführt. Es ist aber auch ein Symbol der Radikalisierung und Ermächtigung für die antagonistische Szene in Berlin und in Deutschland, da es zeigt, wie verschiedene Formen des Widerstands gekämpft werden können.
    Liebig34 besteht aus einem Kollektiv, das sich schwerpunktmäßig für die Überwindung der immer stärker verinnerlichten Strukturen von Kapitalismus und Patriarchat einsetzt. In einer Welt, in der das Patriarchat einen der Hauptpfeiler des kapitalistischen Systems bildet, sind militante feministische Gruppen und Kollektive, die deutlich machen, dass der Widerstand und das Zurückschlagen kein Privileg der Cis-Männer ist, mehr als notwendig. In einer patriarchalen Welt, in der Patriarchat und Kapitalismus miteinander verflochten sind, ist es mehr als notwendig, das Patriarchat tatsächlich zu bekämpfen und es nicht zum Nebenschauplatz eines Textes werden zu lassen. Lassen wir uns nicht durch Unterdrückung spalten und kämpfen wir gemeinsam für eine befreite Gesellschaft.

    Lasst uns gemeinsam kämpfen und Liebig34 verteidigen!
    Feministische Aktionswoche 07-13.09.20, Berlin

    Weitere Informationen kommen so bald wie möglich.
    Haltet Ausschau auf: https://defendliebig34.noblogs.org/
    Autonome Gruppen für Liebig34

    Mobi Video:

    Link: https://www.youtube.com/watch?v=1YeFDF7vews



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