Schon wieder homophober Reggae-Sänger in Berlin

Nachdem das Sizzla-Konzert in Berlin bustäblich in letzter Minute verhindert wurde, soll erneut ein international bekannter Sänger in Berlin spielen, der zum Mord an Schwulen aufruft und auch jenseits der Mordaufruf Homophobie propagiert. Diesmal soll im Yaam Mr.Vegas spielen.
Am Mittwoch den 09.12.2009 soll Mr.Vegas im Berliner Yaam auftreten. Das Yaam gibt sich gerne als Teil der Berliner Alternativ-Szene. Doch wirklich überraschend ist es nicht, dass dort Mr.Vegas spielen soll. Die Songs und Videos von Mr.Vegas sind übervoll von sexistischen Darstellungen in denen Frauen auf Sexobjekte reduziert werden.
Der Sexismus trifft sich bei Mr.Vegas mit Homophobie, da er u.a. darüber singt, dass Frauen nur von Männern befriedigt weredn können.

Zitat von Stop Murder Music Bern und Zürich:
„Ein Vertreter der militant-homophoben Subkultur innerhalb der jamaikanischen Dancehall-Reggae-Community soll am 31.7. im „LG-Club“ in Zürich-Oerlikon auftreten: Clifford Smith, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Mr Vegas“, der mit seinem Homohass-Song „Nah Promote“ – aka „Bun Chi Chi Man“ aka „No Promotion“ – (2001, First Name Records, siehe auch hier ) mit der Aufforderung zur Verbrennung von „Chi Chi Man“ (Schwule) das pure Gegenteil der Messages von „Iries Révoltés“ vertritt.

Weniger militant und tödlich sind andere „Mr Vegas“-Songs, die es bei postpubertär-homophoben Seitenhieben belassen. Ziemlich bizarr ist der Versuch von „Mr Vegas“ in „Cocky She Want“ (2002, Greensleeves Records), die Welt davon zu überzeugen, dass ein Heteromann (Mr Vegas?) Frauen besser befriedigen könne als eine „Sodomite“ (Lesbe)… (siehe auch youtube video). “

Mr.Vegas werden mindestens vier explizite Battyman-Tunes (Anti-Schwulen-Songs) zugerechnet. Leider sind mimentan keine Übersetzungen der Texte auf deutsch vorhanden.
Die Songs sind:
Nah Promote/Bun ChiChiMan (Verbrennt Schwule)
Must come a road
Girls Time
Cocky she want

Einen ausführlichen Text zur Kritik an homophoben Reggae gibt auf einer Homepage über den Wuppertaler U-Club:
Ebenfalls mehr Infos gibt es bei der Kampagne „Stop Murder Music“ aus der Schweiz.