Archiv für März 2010

Räumung in der Bödi 9

Wie bereits befürchtet, allerdings sehr überaschend und kurzfristig, steht seit Ende Februar der Räumungstermin für die EG-Wohnung im Quergebäude der Bödikerstr. 9 fest (Di. 16.03.2010 um 9:00), obwohl z.Zt. noch eine Rechtsbeschwerde beim BGH anhängig ist. Die Gerichtsvollzieherin Yvonne Sommerfeld wird das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts Lichtenberg vom 24.03.2009 zwangsvollstrecken.
Dabei hatten die Bewohner_innen des Hausprojekts zuletzt auf erneute Verhandlungen mit den Eigentümern Lin und Robert Prenka (Platinum Consult s.r.o.) gehofft, die Bezirksbürgermeister Franz Schulz moderieren wollte. Dazu wären die Eigentümer wohl prinzipiell bereit, auf die Räumung wollen sie aber nicht verzichten…
Aufgrund der bisher unkooperativen Haltung seitens der Eigentümer bereiten sich Bewohner_innen nun auf die Räumung der Erdgeschosswohnung vor.

Warum die Räumung verhindern?

Der von der Räumung betroffene Wohnraum wird von dem Hausprojekt unter anderem für Volxküchen, Kinoabende und Veranstaltungen genutzt. So wird einer der letzten Freiräume im Stralauer Kietz verschwinden und das Projekt durch den Verlust des Erdgeschosses gefährdet.

Was passiert gerade im Haus, wie wird mobilisiert und zu was?

Das Hausprojekt steht gerade in Kontakt mit Politiker_innen der Grünen und der Linkspartei, um auf allen politischen Ebenen Solidarität zu erhalten. Außerdem wurden Journalist_innen eingeladen und auch eine Radiosendungen von Radio Friedrichshain wird es heute abend ab 20:30 Uhr geben.
Die Bewohner_innen versuchen seit der letzten Woche intensiv zu mobilisieren, damit am Dienstagmorgen um 9:00 Uhr möglichst viele Menschen vor Ort sind, um einen friedlichen Protest auf die Beine zu stellen.
Zudem läuft seit Montag eine Aktionswoche in der Erdgeschosswohnung mit verschiedenen Filmen, Performances und Info-Veranstaltungen und natürlich leckerer veganer Volxküche.

Für alle solidarischen Aktivist_innen wird am Samstag, den 13.3. um 15:00 Uhr eine Vollversammlung in der betroffenen Wohnung stattfinden, wo mögliche Aktionen besprochen und koordiniert werden können.

Für den Dienstagmorgen planen die Bewohner_innen einen Brunch im Innenhof u.a. mit der Clownsarmee und einer Ausstellung über den bereits zubetonierten Garten. Weitere kreative, friedliche Proteste sind in Planung.

mehr auf http://boedi9.noblogs.org

Ho­mo­se­xua­li­tät & Ho­mo­pho­bie in der Neo­na­zi­sze­ne

So., 4. April, 19 Uhr lei­der hat sich ein feh­ler durch alle Druck­sa­chen ge­zo­gen das rich­ti­ge Datum für die­sen Ter­min ist der 14. April um 19 Uhr
Tante Horst, Ora­ni­en­stra­ße 45 (nahe U-Bhf. Kott­bus­ser Tor)

In der Ver­an­stal­tung sol­len ver­gan­ge­ne und ak­tu­el­le De­bat­ten in der Neo­na­zi­sze­ne nach­voll­zo­gen, die Be­deu­tung des ho­mo­pho­ben Dis­kur­ses be­leuch­tet und mög­li­che Ur­sa­chen und Ur­sprün­ge pro­ble­ma­ti­siert wer­den.
Ver­an­stal­tet vom An­ti­fa­bünd­nis Süd­ost (ABSO) und Au­to­no­me Neu­köll­ner An­ti­fa (ANA)

8. März 2010 – Berichten

Der 8. März ist UNSER Tag. Alle anderen Tage im übrigen auch!

Am 8. März gab es dieses Jahr in Berlin eine Frauen-Lesben-Transgender-Demo zum Frauenknast in Pankow, um den Frauen, Lesben, Transgendern drinnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Die Demo stand unter dem Motto: „Wir grüßen alle kämpfenden Mädchen, Frauen, Lesben, Transgender, sichtbar und unsichtbar, auf der Straße, zuhause, in Schulen und Betrieben, auf dem Arbeitsamt, im Knast, in der Psychiatrie und im Exil!“ Nach der Kundgebung mit Infostand auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs Pankow in der Florastraße zogen die ca. 250 FrauenLesbenTransgender in bester Stimmung in die Arkonastraße vor den Frauenknast. Aus der Demo wurden Parolen gegen Patriarchat und Repression gerufen. Einige gefangene Frauen winkten der Kundgebung zu – sie wurden in verschiedenen Sprachen gegrüßt. Es gab Redebeiträge zur Situation von Transgendern, Grüße von kämpfenden Frauen aus Kurdistan, einen Bericht einer griechischen Frau über Schwefelsäure-Angriffe auf Frauen – und einen Redebeitrag gegen das Knastsystem. Nächtliche Aktionen gegen die Ausbeutung von Arbeitnehmer_innen bei Schlecker wurden erwähnt. Als Gruß an die „Frauen in aller Welt“ und für die Frauen im Knast stiegen dann hunderte bunter Luftballons mit brennenden Wunderkerzen in den schwarzen Himmel auf. Es war eine schöne und solidarische Demonstration. Sexistische Attacken während und nach der Demo machen deutlich, wie wichtig eine FrauenLesbenTransgender-Organisation zum 8. März auch heute immer noch ist.
indy artikel – Berlin: Demobericht & Diskussion zum 8. März
Neues Deutschland artikel – Neuer feministischer Schwung – 03.03.2010

Kurdistan
Der Weltfrauentag 8. März wurde mit Aktionen in verschiedensten Provinzen gefeiert. Auf Kundgebungen in Istanbul, Mersin, Diyarbakır, Şırnak, Hakkari, İzmir und Adana demonstrierten Frauen die Wichtigkeit von gemeinsamem Widerstand.
indy artikel

Argentinien
Die radikale Linke in Argentinien organisiert eine Demonstration in Buenos Aires zum Frauenkampftag. Ein Gespräch mit Andrea D‘Atri, Sprecherin der argentinischen Frauenorganisation „Pan y Rosas“ (Brot und Rosen), die mit der „Partido de los Trabajadores Socialistas“ (Sozialistische Arbeiterpartei) verbunden ist.
indy artikel

Nürnberg

Am Montag dem 8. März demonstrierten knapp 170 Menschen gegen Sexismus und Patriarchat in der Nürnberger Innenstadt.
indy artikel
mehr auf http://frauenkampftagnbg.blogsport.de/

Göttingen
Im Kontext des 8. März , dem Weltfrauentag fand heute der zweite bundesweite Aktionstag gegen das islamistische Regime in Iran statt. Die Unterdrückung der Frau stellt nach wie vor eine der zentralen Säulen der „islamischen Republik Iran“ dar. In Göttingen gab es dazu eine Kundgebung unter dem Motto: „Kampf der islamischen Republik Iran – Marg bar jomhuri-ye eslami!“, die von etwa 50 TeilnehmerInnen besucht wurde.
indy artikel

Grenoble
1 FrauenHausbesetzung + Plakataktionnen
mehr auf grenoble.indymedia.org

2. vernetzungstreffen und infoveranstaltung zur vorstellung des queer-feministischen landprojekts

liebe alle!

wir laden sehr herzlich ein zum:

2. vernetzungstreffen und infoveranstaltung zur vorstellung des queer-feministischen landprojekts. yeah. und zwar am 14.3. um punkt 12uhr im faq-laden in der jonasstraße 40 – berlin-neukölln – ubahn leinestraße u8

wir wollen unser projekt vorstellen und hoffen euer interesse zu wecken
wir suchen leute die mitmachen wollen und leute die unterstützen wollen bzw sich mit uns vernetzen wollen
wir werden das zukünftige objekt vorstellen
wir werden erzählen wie weit unsere planung ist
wir zeigen euch bilder..

also…kommt vorbei…bringt kuchen und kekse mit und viele freund_innen und die nummer unseres spendenkontos wird bekannt gegeben..es lohnt sich also zu kommen…

Erstes offenes Interessent_innen-Treffen im f.a.q-Infoladen

Hallo,

Ende Oktober letzten Jahres hat der f.a.q*-Infoladen (*feministisch-antisexistisch-queer) in Berlin Neukölln eröffnet. Der Laden versteht sich als Treffpunkt und Ort der Vernetzung für Gruppen und Einzelpersonen die sich als feministisch, antisexistisch und/oder queer verstehen.

Diesen Monat wollen wir euch zum ersten offenen Interessent_innen Treffen am 13.März um 16h in der Jonasstr. 40 in Neukölln einladen.
Bei diesem Treffen werden wir, die Laden-Gruppe, den Laden und die Möglichkeiten diesen zu nutzen und am Projekt zu partizipieren vorstellen. Es wird Raum für Fragen, eure Ideen und Diskussionen geben.

Wir freuen uns auf euch!

Eure f.a.q – Orgacrew

f.a.q. Infoladen
Jonasstr. 40
12053 Berlin
zwischen S&U Hermannstrasse und U Leinestrasse


www.as-laden.info

kontakt [at] as-laden [dot] info