!DIE LIEBIG34 IN BERLIN BRAUCHT UNTERSTÜTZUNG!

Wir, die Liebig34, stehen kurz vor unserem Rausschmiss Ende dieses Jahres und benötigen eure Unterstützung!

Für die, die uns noch nicht kennen:
Wir sind ein selbstverwaltetes, anarcha-queer-feministisches Hausprojekt in Berlin-Friedrichshain, bestehend aus drei verschiedenen Kollektiven: dem Infoladen „Daneben“, dem Veranstaltungsraum „L34-Bar“ und dem Wohnprojekt. Unser Wohnprojekt gehört zu den wenigen Projekten ohne cis-Männer, dieser Raum hilft uns beim Entwickeln und Anwenden von feministischer Praxis, beim Reflektieren von Machtstrukturen und Privilegien und gibt die Möglichkeit uns gegenseitig zu empowern. Der „Dorfplatz“ vor dem Haus, der Infoladen und die Bar sind wichtige Treffpunkte, um sich für verschiedene politische Kämpfe und gegen repressive Strukturen zu organisieren.
Die Liebig34 wurde 1990 wie auch viele andere Häuser in Berlin besetzt und später legalisiert. Nach einem gescheiterten Versuch das Haus kollektiv zu kaufen, wurde 2008 ein Pachtvertrag für 10 Jahre aufgesetzt. Im Dezember 2018 endet dieser Vertrag und eine Verlängerung ist nicht in Sicht!
Unser Haus gehört -wie auch über 200 andere in und um Friedrichshain- Gijora Padovicz und einem seiner Unternehmen Siganadia Grundbesitz GmbH, die bekannt sind für das systematische Aufkaufen, Räumen und Zerstören von Häusern, Hausgemeinschaften und Hausprojekten, um aus den Häusern einen höheren kommerziellen Profit zu ziehen. Durch dieses Vorgehen geht immer mehr erschwinglicher Wohnraum verloren. Mehrere Häuser von Padovicz organisieren sich bereits und vertreten nun gestärkt ihre Interessen. Diese organisierte Widerständigkeit gilt es mit einer linken emanzipativen Perspektive auszubauen!
Auch wir stehen kurz vor unserer Verdrängung
Wir sehen unsere Situation nicht als ein Einzelproblem. In ganz Berlin und anderen Städten steigen die Mieten maßlos. Insbesondere unliebsame, politisch aktive Räume sind von Verdrängung betroffen. Viele Projekte wurden schon geräumt und zerstört, viele werden es bald. Beispiele gab es hierzu in letzter Zeit genügend. Die Kämpfe beispielsweise um die Rigaer 94, die Räumung der Friedel 54 und #besetzen zeigen, mit welchen haarsträubenden Methoden für die voranschreitende Kapitalisierung der Stadt Partei ergriffen wird. Wir können nicht zulassen, dass uns ein weiteres Haus genommen wird. Denn es ist nicht nur das Haus, das uns bei einer Räumung genommen wird, sondern auch Formen von Selbstverwaltung und ein Ort politischen Widerstands mit feministischem, antirassistischem und internationalistischem Bezug. Diesen, wie auch andere Räume gilt es zu verteidigen, vor allem jetzt mit dem Zuwachs rechter Positionen, die vermehrt ihre konservativen, rassistischen und antifeministischen Ideologien verbreiten.
Wir werden kämpfen um unser Haus und unseren Kiez zu behalten! Dafür brauchen wir eure Unterstützung!
Bleibt widerständig gegen Gentrifizierung, Kapitalismus, Staat und Patriarchat!
Eure Liebig34


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