Archiv für Februar 2019

Kiezspaziergang vom Dorfplatz zum Lausitzer Platz

Wir laufen am Samstag den 02.03 um 15:30 am Dorfplatz los. Gleichzeitig mit einer Demo aus Schöneberg, vom Jugendclub Potse & Drugstore und der besetzten Großbeerenstraße 17a, gleichzeitig mit dem Kneipenkollektiv der Meuterei und gleichzeitig mit einer Demo aus dem Schillerkiez, vom Syndikat über die ehemalige Friedelstraße 54.

Verdrängung von emanzipatorischen Strukturen findet gerade überall statt. Nix neues? Stimmt. Aber seit einigen Monaten vernetzen sich all die Projekte untereinander.

Die Warnung wird deutlicher denn ja, wenn einer der Orte angegriffen wird, betrifft es uns alle. So treffen alle Demo-Züge am Lausitzer Platz gegen 17:00 aufeinander, es wird Essen und Musik geben.

Der rot-rot-grüne Senat wird genauso wenig davor zurück schrecken dieses Jahr einen 50 Jahre lang bespielten Jugendclub brutal zu räumen, wie davor die Rigaer Straße wieder in das abstruse Licht eines Bürgerkriegsschauplatzes zu rücken. Der „bodenständige“ Baustadtrat Florian Schmidt ergattert sich immer wieder einen Platz in der Berichterstattung zu Verdrängung und gibt sich als kämpferischen Gegner von Spekulation. Wir glauben nicht, dass ein Politiker egal welcher Partei, ein Interesse hat, linksradikale Strukturen, wie die Liebig34 oder die Rigaer94 zu unterstützen. Auch die Räumung des Freibeuters, mit dem vorausgegangenen Einsatz des SEK‘s, wurde geschickt mit den alt bewährten Mitteln der Spaltung und Kriminalisierung von Besetzer*innen von dem rot-rot-grünen Senat innerhalb von 2 Tagen durch gesetzt.

Wir kämpfen in unseren Häusern gegen den Ausverkauf der Stadt an reiche ignorante Yuppies, gegen die patriarchalen Strukturen, die das System und unseren Alltag durchziehen, gegen die Vereinzelung in Lohnarbeit oder individualisierten Lebensentwürfen, gegen die Existenz der Bullen und stets gegen einen Staat, der uns normieren und regieren möchte.

Wir sind für das Chaos! Wir passen genauso wenig in die Vorstellungen eines Pseudo-68ers wie in die eines verkappten Einsatzleiters. Wir wollen keinen befriedeten Kiez und gesicherte Mietverhältnisse, wir wollen einen Ort für die Rebellion und die Freiheit der Gegenentwürfe.

Der Gerichtstermin für die Räumung der Liebig 34 steht für die nächsten Monate an, der Gerichtstermin für den erneuten Räumungsversuch des Erdgeschosses der Rigaer 94, der Kadterschmiede und des Jugendclubs „Keimzelle“, steht am 13.06.2019 bevor.

Kiezspaziergang | 02.03. | Dorfplatz | 15:30 |

Gemeinsame Kundgebung | 02.03. | Lausitzer Platz | 17:00 |

Feminist* take back Dorfplatz, 8. März

Concert Babsi Tollwut, BBQ and speeches in front of Liebig 34 & inside party with 2 floors with Karaoke and Djs Foxxfaction (female* Hip Hop), Liebig34 resident Dj FättiFättiBummBumm (Disco) and Candy Sluts (Disco).
7pm: BBQ on Dorfplatz and in the yard
8pm: Speeches
8:30: Concert
9:00 Karaoke floor opens
22:00 Djs
L34 is one of the few political anarcha queer feminist house projects, working actively against sexism, discrimination and systematic oppressions. Spaces like this are needed. The Dorfplatz, Infoladen and Bar are important meeting points for the coming together of different political fights against the repressive system. Particularly in the current political context where the right wing is moving forward towards a historically strong reactionary position against feminism, non traditional binary roles, abortion and immigration.Many projects have already been evicted. Many others are in the process of being so. Don t let them take another house.

Brunch against the eviction of Liebig 34

sunday 24.2 at 1pm in liebig bar

Seen on Boxi

Hoch die Interkiezionale Solidarität – Demonstrationen am 02. März

+++ Gemeinsame Demonstrationen vieler bedrohter Projekte am 02.03.19 in Berlin +++ Zubringerdemos aus diversen berliner Berzirken zu gemeinsamer Abschlusskundgebung um 17 Uhr am Lausitzer Platz in Kreuzberg +++ Vorabdemos in Schöneberg, Neukölln, Kreuzberg & Friedrichshain angekündigt +++

Seit Jahresbeginn sind die Räume der Liebig34, der Potse und des Syndikats ohne Miet- oder Pachtverträge. Bei der Liebig34 war wegen ihrer Ankündigung damit zu rechnen, dass sie bleiben, so dass Padovicz vorsorglich Räumungsklage eingereicht hat, bei den anderen kam es eher überraschend. So sei der Bezirk Tempelhof-Schöneberg kalt erwischt worden, als die Potse ihre Räume nicht für ein schlechtes Ersatzobjekt aufgeben wollte. Was die Pears Global sich gedacht hat als das Syndikat nicht ausgezogen ist, bleibt Spekulation, da sie sich von Beginn an Gesprächen verweigert hat und jede Kommunikation abbricht sobald das Wort „Syndikat“ fällt. Vermutlich werden sie sich nicht gefreut haben. Schließlich haben sie nun auch Räumungsklage eingereicht. (mehr…)

Soli-Text G17A

Solidarität mit dem Hausprojekt Liebig 34 ─ Gegen den
Ausverkauf der Stadt ─ Wir Bleiben Alle!

Wieder soll ein Hausprojekt wegen der Geldgier von Investoren
verschwinden.
Das anarcha-queer-feministische Hausprojekt Liebig 34 in Friedrichshain
hat zum 31.12. 2018 keine weitere Mietvertragsverlängerung bekommen.

Der Eigentümer Padovicz ─ bekannt für seine Entmietungspraktiken ─ will
eine Räumung des Hauses, damit nach Luxussanierung neue Mieter*innen
seinen Geldbeutel weiter füllen können. (mehr…)

Liebig 34 goes KVU! Soliparty 9.2.2019 7pm

Soliparty für die Liebig34 in der KVU! Wir starten den Abend mit einer Info VA zum Thema „Historische Kontinuitäten von Antifeminismus von Rechts und Chancen eines
feministischen Antifaschismus“ und einem kurzen Input zur aktuellen Situation der Liebig 34. Danach spielen Szrama (Hardcorepunk), Strach (Crust Punk) und Lost Culture (Hardcore Punk). Anschließend Aufgelege von Fätti Fätti Bumm Bumm (Eurodance Desaster)und Anouk (70ies Punk). Dazu gibt es Live Siebdruck (bringt Klamotten mit!) und lecker Küfa.

Erfolgreicher Flashmob in der East Side Mall gegen Verdrängung und als Solidaritätsaktion für Liebig 34 und Potse & Drugstore am 26.01.2019



https://de.indymedia.org/node/28682

Kurzbericht:
Wir, etwa 30 Aktivist*innen, belagerten heute am frühen Nachmittag für gut 15 Minuten einen der Eingangsbereiche der im November’18 eröffneten East Side Mall an der Warschauer Brücke. Die Aktion gilt als solidarischer Zuspruch für alle von Wohnraumverlust betroffenen und zwangsräumungsbedrohten Menschen, sowie als solidarische Aktion für alle bedrohten Freiräume und Freiraumprojekte, insbesondere hier für die anarcha-queer-feministische Liebig34 im Nordkiez Friedrichshain und die seit fast 50 Jahren autonomen selbstorganisierten Jugendzentren in Schöneberg Potse & Drugstore. (mehr…)