Redebeitrag 8. März vorabend Demo

Wir sind heute hier am 7. März, um zu zeigen, dass der Frauen*kampftag nicht nur am 8.März, sondern jeden Tag ist. Das bedeutet nicht nur Glitzer auf feministischen Partys sondern vor allem, dass für uns jeder Tag ein Kampf ist.
Denn selbst ohne den sexistischen Backlash und den faschistoiden Rechtsruck, den wir zurzeit erleben, bietet die patriarchale Gesamtscheiße, die uns umgiebt, genug Gründe wütend zu sein.
Auch wir in der Liebig34 spühren zurzeit in besonderem Ausmaß, was es bedeutet, wenn wirklich jeder Tag zum existenziellen Kampf, mit ungewissem Ausgang wird.
Die Räumungsklage ist raus, aber wie sind noch da, denn Feminismus bedeutet autonom zu entscheiden: Über unsere Körper, unsere Identitäten, unsere Leben und unsere Räume.
Feministische Befreiung ist für uns daher nur in einer radikalen und autonomen Praxis denkbar, die nicht im Frieden mit der Gesellschaft durch Frauenquoten oder Feiertagsfolklore erreicht werden kann.
Das Land Berlin hat den 8.März zum Feiertag gemacht. Es ist dasselbe Land Berlin das im Zweifel seine Bullen schicken wird, um dem Hauseigentümer
Padovicz Amtshilfe bei der Räumung vom einzigen selbstververwalteten anarcha-queer-feministischen Hausprojekt der Stadt zu bieten.
Doch noch wird über unsere Zukunft verhandelt. Baustadtrat Florian Schmidt sitzt am Tisch mit Gijora Padovicz. Nicht mit dabei sind die dirty Queerfeminist*innen um deren Haus es geht. Ein Eigentümer, dem die halbe Stadt gehört und ein Baustadtrat, 2 hochrangige cis-Typen, die über die Zukunft eines queer-feministischen Hauses verhandeln, als würde es ihnen
gehören und nicht den Menschen, die darin wohnen und die es nutzen. Doch wir werden bleiben und kämpfen egal wie deren Machtspiele verlaufen, denn die Frage wie viele cis-Typen es braucht, um über die Zukunft eines queer- feministischen Hausprojekts zu entscheiden ist schnell beantwortet: keinen einzigen!
In diesem Sinne: Lasst uns laut sein, lasst es krachen! Gemeinsam solidarisch auf der Staße und in unseren feministischen Freiräumen. Heute, morgen, jeden Tag. Denn es ist jeden Tag Frauen*kampftag es ist jeden Tag Tag X!


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