30 Jahre Widerstand, Feminismus und Anarchie – Liebig34 hat gefeiert. // 30 years of resistance, feminism and anarchy – Liebig34 has celebrated the Birthday.

Am letzten Wochenende, dem 5. und 6. Juli, haben wir mit euch 30 Jahre Liebig 34 gefeiert. Viele
Leute waren da. Mit 500 von euch haben wir anarcha-queer-feministischen Widerstand, 30 Jahre
Selbstverwaltung, 30 Jahre Randale gefeiert. Es war schön mit euch zu feiern! Ein riesengroßes
Danke an alle, die mitorganisiert und den Hausgeburtstag so ermöglicht haben.

PROGRAMM
Schon am Freitag haben wir uns auf der regulären wöchentlichen Küfa eingestimmt. Kiezradio und Infoladen waren auch dabei. Gefeiert haben wir am Samstag mit vielen Performances und mit viel Musik – von Akustischem, über
HipHop und in die Nacht mit DJ Sets hinein. Auch Solitatoos gab es. Am Sonntag ging es weiter
mit Musik und Küfa. Außerdem gab es einen kleinen Flohmarkt mit verschiedenen Merch-Ständen
und einen Siebdruckworkshop. Diskutiert wurde mit der DieselA, wie wir die Räume dieser Stadt
zurückerobern können. Es gab über das Wochenende auch noch Tombola, Filmprojektionen,
Cocktails und vieles mehr. Mit Redebeiträgen und einem Kiezspaziergang wurden über den
Hausgeburtstag hinaus Inhalte vermittelt.

COPS
Trotz unseres Versuches durch ein Anmelden einer Kundgebung für den Hausgeburtstag Repression
und Einschränkungsversuche der Cops zu umgehen, war es auch absehbar, dass die Cops sich
irgendeinen Grund nach dem anderen ausdenken würden um uns am feiern zu hindern. So
ist das auch geschehen. Die patriarchal, repressiv und verklemmten Cops verboten das Zeigen
von weiblich gelesenen Brüsten im Rahmen einer Performance. In Solidarität zu dieser patriachalen Unterdrückung machten sich Supporter*innen auch obenrum frei und oh Wunder – die Bullen fanden das natürlich keine angemessene Reaktion. Mit der Drohung im Nacken unser Fest bald zu räumen, machten wir einfach weiter.
Auch die Leute, die sich für das Anmelden bereit erklärten, wurden alle 10 Minuten willkürlich von den Cops genervt. Die angemeldete Kundgebung konnte auch nicht auf dem Dorfplatz wo sie angemeldet und abgesprochen war stattfinden. Denn Cops sind die 10 Autos die am Tag übern Dorfi fahren natürlich ein Grund um unser Versammlungsrecht einzuschränken. Auch wenn unser Ziel und unsere politische Strategie ist nicht mit den Cops zu kooperieren, wollten wir durch eine
Anmeldung wahrscheinlicher machen, dass der Hausgeburtstag an den zwei Tagen stattfinden
kann. Es war eine strategische Anmeldung, damit uns die Bullen einfach mal ein bisschen in Ruhe lassen. Das war nicht der Fall, wir hinterfragen unsere Entscheidung und wir wissen nicht, ob ohne Anmeldung dieser Geburtstag hätte so stattfinden können. Doch weiterhin finden wir es wichtig und gut strategisch in solchen Situationen umzugehen und nicht in vorauseilendem Gehorsam Demos etc. anzumelden.

DANKE!
Es war schön, dass ihr alle da wart. Ein riesiges Danke an die Orga, besonders hier auch nochmal
an die Brujas, die so viel organisiert haben und ohne die wir das nicht geschafft hätte. Danke an die Leute, die Schichten übernommen haben und die Nachbar*innen, die mitgefeiert haben, uns unterstützt haben oder unsere Lautstärke einfach ausgehalten haben.

Das wird nicht der letzte Hausgeburtstag sein.
L34 Stays!
Grüße ausm „Drecksbunker” (Zitat eines Bullen, der versuchte uns in unser Haus zu drängen)

_____________________english version____________________

30 years of resistance, feminism and anarchy – Liebig34 has celebrated the Birthday.

Last weekend, 5 and 6 July, we celebrated the 30 years of Liebig 34 with you. Many
People were there. With 500 of you, we have celebrated anarcha-queer feminist resistance, 30 years of self-organization, 30 years of rioting. It was nice to celebrate it with you! Huge
thanks to all who helped to organize it and make the house birthday possible.

PROGRAM
Already on Friday we got in the mood for the regular weekly Küfa. Also the Kiezradio and Infoladen was there. On Saturday we enjoyed many performances and a lot of music – from acoustic, to HipHop and DJ sets at night. There were also solitatoos. On sunday we went on with music and Küfa. There was also a small flea market with various merchandise stands and a screen-printing workshop. We discussed with the DieselA on how we can regain spaces of the city. Over the weekend there was also a raffle, film projections, Cocktails and much more. With speeches and a walk through the neighbourhood the birthday spread content.

COPS
Despite our attempt of registering a rally for the house birthday to avoid repression
and attempts to impose restrictions by the cops, it was also expected that they
would invent one reason after another to keep us from celebrating. that’s what happened. The patriarchal, repressive and uptight cops banned showing
of female-read breasts as part of a performance. In solidarity to this patriachal oppression, supporters*women also took off their tops and oh wonder – of course the cops didn‘t find this an appropriate reaction. With the threat to stop our party soon, we just continued.
Even the people who were responsible for registration were arbitrarily annoyed by the cops every 10 minutes. The registered rally could also not take place on the Dorfplatz where it was registered and agreed upon. Because cops drive over the Dorfplatz wuth 10 cars, they to limit our right of assembly. Even if our goal and our political strategy is not to cooperate with the cops, we wanted to have a Registration make it more possible for the house birthday to take place on the both days. It was a strategic application so the cops would just leave us alone for a little while. This was not the case, we are questioning our decision and we don‘t know if this birthday could have taken place without registration. But we still think it was an important and good strategy to handle such situations and not to register demos etc. in advance.

THANK YOU!
It was nice that you all have been there. A huge thank you to the organization, especially here again
to the brujas who have organized so much and without whom we could not have made it. Thanks to the people who took over shifts and the neighbours* who joined in the party, supported us or just kept being loud!

This will not be our last house birthday.
L34 Stays!
Greetings from „Drecksbunker“ (quote from a cop who tried to force us into our house)


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