Remember Beate Fischer! – Gedenkt Beate Fischer!

English below

CW: Vergewaltigung, Mord, Folter

23.07. um 18 Uhr, Residenzstr. Ecke Emmentaler Str. 

Gedenken an Beate Fischer – als Sexarbeiterin von Nazis vergewaltigt und ermordet. 

Vor 26 Jahren wurde Beate Fischer, Sexarbeiterin und Mutter, von Neonazis brutalst und stundenlang vergewaltigt, gefoltert und ermordet. Das Grauen dieser Taten ist nur schwer, wenn überhaupt vorstellbar. Und doch ist dies kein Einzelfall. Frauenhass, sowie Hass und Angriffe auf Sexarbeitende sind alltägliche Bestandteile des Patriarchats. Sie sind fest in der breiteren Gesellschaft verankert. (Sexualisierte) Gewaltexzesse werden durch den strukturellen und in der bürgerlichen Ideologie verankerten Hass auf Sexarbeiter*innen und Frauen gestützt. 

(Sexualisierte) Gewalt gegen Sexarbeiter*innen ist ein Produkt des Stigmas gegen Sexarbeiter*innen. So sind Sexarbeiter*innen häufig und im Prinzip regelmäßig von (sexualisierter) Gewalt und Übergriffen betroffen. Es werden gezielt trans Frauen auf der Arbeit von Gruppen von Männern angegriffen. Mehrere Fälle von Cops die Sexarbeiter*innen angreifen und vergewaltigen sind bekannt. Doch die Dunkelziffern werden deutlich höher liegen. 

Sexarbeit wird oft illegalisiert und ist generell eine eher prekäre Arbeit. Sexarbeit als reproduktive Arbeit, als Care-Arbeit ist im Kapitalismus per sé prekär. Einerseits sind die Eigenschaften der Arbeit – wie die personengebundenheit oder dass die Arbeitszeit nicht gekürzt werden kann ohne die „Qualität” zu verändern- Eigenschaften die nicht gut in den kapitalistischen Verwertungsprozess eingebunden werden können. Anderseits prekarisiert der Staat, wie mit dem ProstG, Sexarbeiter*innen weiter. Als Care-Arbeit ist auch Sexarbeit transnationalisiert und wird in global care chains organisiert. Hier liegt auch ein wichtiger Punkt wieso das ProstG so scheiße ist. Die regulären notwendigen Anträge, besonders in Verbindung mit den zusätzlichen Befugnissen polizeilicher Willkür, drängen migrantische Sexarbeitende mit keinem legalen Aufenthaltsstatus in die Illegalität und Prekarität. 

Neonazis folterten, vergewaltigten und ermordeten Beate Fischer. Dem rechten Terror müssen wir das Handwerk legen. Aber wir müssen auch die gesamtgesellschaftlichen Strukturen analysieren und zerschlagen die den rechten Terror, die Femizide, die Angriffe ermöglichen und fordern. Die faschistischen Ideologien sind immer charaktersitisch auch antifeministisch. Antifeminismus, der Hass auf FLINT Personen und die Stigmatisierung von Sexarbeiter*innen sind alle Bestandteile des Patriarchats. 

Es ist klar: 

Gedenkt Beate Fischer! 
Das Patriarchat zerschlagen! 

23.07. um 18 Uhr, Residenzstr. Ecke Emmentaler Str.

English

CW: rape, torture, murder

23.07. um 18 Uhr, Residenzstr. cornering Emmentaler Str. 

Remember Beate Fisher – as a sex worker murdered and raped by neonazis.

26 years ago Beate Fischer, sex worker and mother, was brutally raped for hours, tortured and murdered by neonazis. 
The horror of this violence is hardly, if even, imaginable. And still it is no single case. Misogyny and attacks on sex workers are daily parts of patriarchy. They are firmly rooted in the broader society. (Sexualized) Excesses of violence are supported by the hatred of women and sex workers in civil/burgeois ideology. 

(Sexualized) Violence against sex workers is a product of the stigma against sex workers. Sex workers are often, and basically, regularly affected by (sexualized) violence and bordercrossings. There are targeted attacks by groups of men against trans women on their job. Multiple cases of cops that attacked and raped sex workers are known. However the number of unknown cases will be much higher. 

A lot of sex work is being illegalized and is in general often precarious work. Sex work as reproductive work, as care work, is under capitalism per sé precarious. On the one side are the characteristics of the work, such as being bound to people and bodies or that the work time can’t be reduced without changing the „quality”, easily integrated into the capitalist process of valorisation. On the other side the state precarizes sex workers further as with the ProstG law. As a care work, sex work is transnationalized and is also being organized in global care chains. Here lays an important point why the ProstG is so shitty. The mandatory and regular requests for legalization of one owns work, especially in connection with the legalization of police acting and searching workplaces and homes arbitrarily, migrant sex workers without a legal status are pushed into illegality and precarity. 

Neonazis tortured, raped and murdered Beate Fischer. We have to stop the far right terror! But we also have to analyze and smash societys structures which support right terror, femicides and attacks. 
The fascist ideologies are always also characteristically anti feminist. Antifeminism, the hatred towards women-lesbian-inter-non-binary-trans folx and the stigmatization of sex workers are all part of patriarchy. 

It is clear: 

Remember Beate Fischer!
Smash the patriarchy! 

23.07. um 18 Uhr, Residenzstr. cornering Emmentaler Str. 


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