Another trial against our house! // Erneuter Prozess gegen unser Haus!

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Another trial against our house!

On August 26, the default decree of June 3 was again confirmed in the Berlin Regional Court against the association Raduga e.V., which has left the house beginning of this year. The new verdict does not come as a surprise; here, once again, the court is acting in the interests of the owner and his capital interests, negotiating a living space as an object of speculation. In Padovicz’s sense, the Liebig is to be evicted as soon as possible. In addition, the property shark is to get 20,000 euros stuck in his throat. It took only half an hour for the Berlin judiciary to once again judge the fate of the people in the Liebig. Half an hour to decide whether people should be put on the street or not.

The association will appeal and bring the case to the court of appeal. We can still be evicted at any time, but Padovicz would have to raise a substantial „security deposit“ of 60,000 €. Not unlikely given his assets.
We do not recognize this judgment either politically or legally. Raduga e.V. has not been sitting in the rooms at Liebigstraße34 for a long time and there is no eviction order against the current association „Mittendrin.kommunikation und anderes e.V.“. Furthermore, the Liebig is treated as an industry. It is however living space and must be regarded this way. In the thoroughly gentrified Berlin of the rich, more and more spaces that build up small utopias in the heart of the beast outside of consumerism and greed for profit have to vanish. We do not want to and will not surrender to this dynamic without resistance.

And if another 100 courts decide that our queer feminist house project should become another faceless concrete block, we will stay. Feminist, non-conformist, unpleasant and unforgiving.

The days of action from September 7-13 are a way for us to show everywhere that the Liebig remains and that we will take our anger about the conditions now and always to the streets (https://defendliebig34.noblogs.org/).

No evictionattempt without (re)action! Liebig34 stays!
You have the power, we have the night!

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Erneuter Prozess gegen unser Haus!

Am 26.08. wurde das Versäumnisurteil vom 3. Juni im Berliner Landgericht abermals bestätigt und zwar gegen den Verein Raduga e.V., der seit Anfang des Jahres bereits das Haus verlassen hat und den Besitz aufgegeben hat. Überraschend kommt das erneute Urteil nicht, hier wird wieder im Sinne des Eigentümers und seiner Kapitalinteressen agiert und ein Wohnraum als Spekulationsobjekt verhandelt. Im Sinne von Padovicz soll die Liebig zeitnah geräumt werden. Außerdem soll der Immobilienhai von uns nochmal 20.000 Euro in seinen Rachen gesteckt kriegen. Nur eine halbe Stunde brauchte die Berliner Justiz um wieder mal über das Schicksal von den Menschen in der Liebig zu urteilen. Eine halbe Stunde um zu entscheiden, ob Menschen auf die Straße gesetzt werden sollen, oder nicht.

Der Verein wird in Berufung gehen und damit den Fall vors Kammergericht bringen. Geräumt werden können wir trotzdem jederzeit, aber Padovicz müsste eine erhebliche „Sicherheitsleistung“ von 60.000 € aufbringen. Bei seinem Vermögen nicht unwahrscheinlich.
Wir erkennen dieses Urteil sowohl politisch als auch juristisch nicht an. Raduga e.V. sitzt lange nicht mehr in den Räumen der Liebigstraße34 und gegen den aktuellen Verein „Mittendrin.kommunikation und anderes e.V.“ liegt kein Räumungstitel vor. Außerdem leben und wohnen in unserem Haus echte Menschen, gegen die sich auch kein Titel richtet, lediglich gegen einen Verein , der nicht mehr da ist. Außerdem wird die Liebig als Gewerbe behandelt. Es handelt sich jedoch um Wohnraum und muss im Rahmen des Wohnraummietrechts betrachtet werden. Im durchgentrifizierten Berlin der Reichen müssen immer mehr Räume, die außerhalb von Konsumzwang und Profitgier kleine Utopien im Herzen der Bestie aufbauen, weichen. Dieser Dynamik wollen und werden wir uns nicht widerstandslos ergeben.

Und wenn noch 100 Gerichte entscheiden, dass unser queerfeministisches Hausprojekt zu einem weiteren gesichtslosen Betonklotz werden soll, wir bleiben. Feministisch, unangepasst, unbequem und unversöhnlich.

Die Aktionstage vom 7.-13. September sind eine Möglichkeit, dass wir überall zeigen, dass die Liebig bleibt und dass wir unsere Wut über die Zustände jetzt und immer auf die Straße tragen werden (https://defendliebig34.noblogs.org/).

Kein Räumungsversuch ohne (Re)Aktion! Liebig34 bleibt!
Sie haben die Macht, wir haben die Nacht!