Archiv für September 2020

Action training (without cis-men) about Day X

In 10 days the cops want to evict Liebig34. Liebig34 calls dor decentral actions on DayX, in the evening the Interkiezionale Day X demo will take place.
What is meant by “decentral actions“? How can one prepare for Day X? What repression to expect and how can I protect myself?
We want to talk about action forms and practice them, want to talk about our fears and how to overcome them, answer questions about police violence and other repression.
The training will take about 3 hours and is open for all except cis-men (a person who was assigned the male gender at birth and identifies as such) . Afterwards there will be an event by Liebig34 on Dorfplatz. Please wear mask.

WHEN: Sunday, 4th October at 12 noon
WHERE: in the garden of Rigaerstr.94 (ring the bell if door is closed)
(mehr…)

„Wir geben nicht auf, Padovicz zu sagen, dass er aufgeben soll!“

Videokundgebung
vor dem Firmensitz von Padovicz
Donnerstag, 1. 10.2020, 18.30 Uhr
Kurfürstendamm 178/179, 10707 Berlin

Die Liebigstraße 34 soll am 9. Oktober um 7.00 Uhr in der Frühe von der Gerichtsvollzieherin im Auftrag von Padovicz durch ein Bullenaufgebot gestürmt und zwangsgeräumt werden.

Eine 30jährige Geschichte soll damit beendet werden. Das Haus wird für eine profitable Verwertung geschliffen. Dafür geopfert wird die Liebig34, das Anarcha-Queer-Feministische Kollektiv. Das werden wir
nicht hinnehmen. Wir beginnen am 1. Oktober mit einer bildungspolitischen Veranstaltung vor dem Firmensitz von Padovicz am Kurfürstendamm.

Das Bündnis Zwangsräumung verhindern zeigt kurze Videos von den Kämpfen gegen Zwangsräumungen in den letzten 10 Jahren. Einige Zwangsräumungen konnten verhindert werden, aber nicht jeder Kampf war erfolgreich. Aber in jedem Kampf wächst die Solidarität für eine gemeinsame Stadt. Man kann uns die Orte nehmen, aber nicht die Ideen.

Bis dahin geben wir nicht auf, Padovicz zu sagen, dass er aufgeben soll.

Bündnis Zwangsräumung verhindern

Heuchelei des Staats – Eine Räumung wäre illegal

Dieses Schreiben haben wir an Politiker*innen, Cops, Gerichtsvollzieher und co. geschickt. Die Rechtslage ist klar: der Räumungstitel richtet sich gegen Raduga e.V. der aber nicht im Besitz der Räume ist. Jede Stelle weiß wenn die Cops am 9.10. in unser Haus einbrechen, und uns, Mitglieder des „mittendrin.kommunikation und anderes“ e.V. rausschleppen wollen, dass das illegal wäre. Mittendrin fordert, dass jede Amtshilfe deswegen verweigert wird. Um sich nur irgendwie in der Nähe von Legalität zu bewegen müsste der „mittendrin.kommunikation und anderes“ e.V. verklagt werden und ein Räumungsurteil gegen ihn gesprochen werden.
Die Heuchlerei des Staates ist unübersehbar. Wir werden zur großen Gefahr konstruiert. Und auch wenn wir die sind, sind die Ausmaße dieser Gefahr von den Cops in ihrer Propaganda maßlos überzogen. Cops machen vor unserer Tür was sie wollen und ihre Willkür wird rechtlich legetimiert. Da wir so brandgefährlich seien, ist dem Staat jedes Mittel recht, auch die illegalen um uns aus unserem Haus zu drängen und uns mit Repression zu überhäufen. Auf den Staat und seine heuchlerischen Spielregeln scheißen wir. Es ist einfach nur heuchlerisch, wenn der Staat dabei auch noch versucht, sich selbst als gerecht zu inszenieren.
BRD – Bullenstaat – wir haben dich zum kotzen satt.

Poster for 34

This is a collection of posters from us, that you can gladly print out and poster and or spread online.

Hier ist eine Sammlung von unseren Postern, die ihr gerne ausdrucken könnt und oder online verbreiten könnt.

https://archive.org/details/@liebig_34_anarchaqueerfeminist_houseproject_berlin?tab=uploads

a message to our allies out there! eine nachricht an unsere verbündeten da draußen!

A audiomessage to our allies out there! Eine Audionachricht an unsere Verbündeten da draußen!

Audio here

In deutsch auch als text hier:

Liebe Nachbar*innen, liebe Genoss*innen,
an alle die noch nicht aus der Stadt der Reichen verdrängt wurden!

Am 15. September hat uns ein Schreiben vom Gerichtsvollzieher T. Knop erreicht: Darin steht, dass wir am 9. Oktober um 7 Uhr morgens geräumt werden sollen. Ein riesen Polizeiaufgebot soll die gesamte Straße abriegeln, gewaltsam ins Haus eindringen und uns aus unseren Zimmern, unseren Küchen, unserem geliebten zu Hause raus auf die Straße zerren.

Die Liebig34 ist seit 30 Jahren fester Bestandteil dieses Kiezes. Sie hat ihn mitgestaltet, unterhalten, hat anggeeckt und Widersprüche aufgezeigt. Die Liebig ist und war ein Ort für Vernetzung und Zusammenkommen. Tausende Menschen sind durch diese Tür ein und ausgegangen. Haben hier gewohnt, mitgestaltet, die Räume bemalt, hinterm Tresen gestanden, im Infoladen gestöbert, an der Feuertonne gesessen, von einer besseren Zukunft geträumt.

Eine Bewohnerin meinte mal in einem Interview: wenn diese Wände reden könnten, sie würden die verrücktesten Geschichten erzählen. Ein großes Stück Kiezkultur ist in diesen Wänden verwoben und soll uns jetzt genommen werden.

Die Liebig ist unser zu Hause, unser Rückzugsort, da wo wir Kraft tanken, um kämpferisch in den neuen Tag starten zu können. Das Haus ist ein widerständiger Ort, an dem sich nicht nur die GentrifiziererInnen im Kiez aufreiben, sondern auch Macker, die denken, Leute aufm Dorfplatz scheiße anzumachen. Die Liebig ist ein Ort der Solidarität, wo Menschen über die Jahre immer wieder ein Bett gefunden haben, wo sie sich vom Stress draußen in der Welt erholen konnten. Wo Leute unterstützt wurden, die Scheiße erfahren haben, wo man sich unter die Arme greift, wenns mal finanziell knapp wird.

Die Liebig ist vor allem eins der Symbole einer Stadt, wie sie sein könnte, wenn wir sie selber gestalten dürften. Immer weniger solcher Orte existieren und weichen Luxusbauten und Kapitalanlagen. Wenn diese Häuser erstmal weg sind, können wir sie nicht wieder zurück holen. Mit ihnen geht nicht nur Wohn- und Lebensraum verloren, sondern auch ein Berlin, welches nicht nur für Reiche, Start Ups und als Touriattraktion dient. Es steht für eine Stadt von unten. Dieser Kiez wird nicht mehr der selbe sein, wenn solche Ort verschwinden. Yuppie Cafés ersetzen die kollektiven Ort der Begegnung schon jetzt teilweise. Eine klinisch Reine Bambiland atmosphäre voller steriler Neubauten ersetzt die Alten Häuser, die diese Stadt in und auswendig kennen.

Wir haben nicht mehr viel Zeit, doch wir können sie nutzen, um mit aller Kraft zu zeigen, welches Berlin wir leben wollen. Organisiert euch, kommt vorbei – zeigt denen, die für diese Ungerechtigkeit verantwortlich sind, wie kacke wir das finden. Zeigt mit uns, dass dieser Kiez nicht nur Wohnungseigentümer*innen und Investor*innen gehört, sondern den Menschen, die ihn jeden Tag leben.

Seit kreativ. Am 9. Oktober darf die Liebig nicht geräumt werden. Für einen Kiez von unten!

Liebig 34 bleibt!

Manifestation 26.09. against Gentrification – 3pm Bambiland

english

Come to the manifestation on the 26th of September against Gentrification! In front of the lifeless „Bambiland“ (Rigaerstr. 22) whose inhabitants regularly agitate against the projects.

The building complex „Bambiland“ – that was the name of the fallow that got gentrified away – is a symbol of the peak of gentrification. The luxury-bulding of the rich stands in Rigaerstraße and – at least some – of it’s inhabitants stand in the spotlight agitating against the projects Liebig34 and Rigaer94. Inhabitants of Bambiland declare phrases and graffitis like „Yuppie-Pigs shot in the legs“ as serious death-threats and are agitating in the rbb aginst the projects. Bambiland is a piece of shit on top of the pile of shit that is gentrification

Loud and dirty against gentrification with:
„Cut my Skin“, „Ponys auf Pump“, „Fox Devils Wild“, „Ego“, „Antes de las Guerras“, „Negativ Dekadent“,

Afterparty on Dorfplatz starting 10pm.

deutsch

Kommt zur Kundgebung am 26.09. gegen Gentrifizierung! Vor dem leblosen Bambiland (Rigaerstr. 22) deren Bewohner*innen gegen die Projekte hetzen.

Der Gebäudekomplex „Bambi-Land” – so hieß die Brache die weg-gentrifiziert wurde – ist ein Symbol der Spitze der Gentrifizierung. Der Luxusbau der Reichen steht in der Rigaerstraße und – zu Mindest – einige seiner Bewohner*innen fallen immer wieder durch Hetze gegen die wunderschönen Hausprojekte Liebig34 und Rigaer94 auf. Bewohner*innen des Bambi-Lands erklären Sprüche und Tags wie „Yuppie-Schweine Schüsse in die Beine” zu Morddrohungen und machen im rbb Stimmung gegen die Projekte in der Rigaerstraße. Bambi-Land als Gebäude-Komplex ist ein Stück Scheiße auf der Spitze des Misthaufens der Gentrifizierung.

Laut und dreckig gegen Verdrängung mit:
„Cut my Skin“, „Ponys auf Pump“, „Fox Devils Wild“, „Ego“, „Antes de las Guerras“, „Negativ Dekadent“,

Afterparty aufm Dorfplatz fängt um 22Uhr an.

Kein Freund, kein Helfer – Chaos statt Räumung – Liebig34 Mobivdeo

No friend, no helper – Chaos instead of eviction – Liebig34 mobi-video

Kein Freund, kein Helfer.
Keine Versöhnung mit dem Staat.
Liebig34 verteidigen.
Bullen schikanieren.

No friend, no helper.
No reconciliation with the state.
Defend Liebig34.
Bully cops.

Map of the City of the Rich – Stadtkarte der Stadt der Reichen

Here is a map that informs about the city of the rich. Maybe some of these places pique your interest.
Keep in mind though, that this map is likely not quite up to date and complete.
Every day until the 10th is now DayX!
Chaos instead of eviction!

Hier ist ein Karte die über die Stadt der Reichen informiert. Vielleicht interessiert ihr euch für manche dieser Orte.
Behaltet aber im Hinterkopf, dass die Karte auch gut möglich nicht auf dem neusten Stand und vollständig ist.
Jeder Tag bis zum 10. ist TagX!
Chaos statt Räumung!

See full screen

Link: https://umap.openstreetmap.fr/en/map/interkiezionale-berlin_409034#14/52.5217/13.4101

CALL DEMO FOR L34 ON OCTOBER 3RD

English version below

AUFRUF ZUR DEMO GEGEN DIE RÄUMUNG DER L34! – CHAOS STATT RÄUMUNG

DEMO 03.10. – Friedrichshain – 21 Uhr

Wir sind wütend! Wütend darauf, dass uns die Liebig34 genommen werden soll. Wütend darauf, dass jeder Versuch eines selbstbestimmten Lebens versucht wird zu zerschlagen. Wir haben keinen Bock mehr auf die ganzen Bullenschikanen im Kiez und überall. Wir haben deren Repression satt, den Staat und seine Bediensteten, die es unmöglich machen, dass Menschen die Stadt gestalten, in der sie leben. Wir scheißen auf Investor*innen für die Berlin nichts weiter ist, als ein Monopoly Spielbrett, auf dem sie ihre Häuser umherschieben können. Wir haben keinen Bock auf die Yuppies, die mit ihren Neubauten und Eigentumswohnungen, die Menschen verdrängen, die hier ihr Leben verbringen, für die die Straße und der Dorfplatz mehr ist, als bloß der Weg zum Co-Working Space.
Wir fordern eine Stadt von unten. Wir wollen Häuser besetzen. Wir wollen selber entscheiden, wie wir leben wollen.

Die Liebig34 muss bleiben! Nicht nur, weil es das Zuhause so vieler Menschen ist. Aber vor allem, weil die Liebig die Geschichte eines Berlins erzählt, in dem nicht nur Menschen mit Kapital und einem SUV sich auf ein Bier treffen konnten. Weil es ein Ort ist, fern von Konsumzwang. Ein Ort gelebter Solidarität und feministischer Utopie.
Die Nachbar*innenschaft hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten so massiv verändert, dass bereits viele Alteingessessene gehen mussten. Kiezorte sind Yuppiecafés gewichen, Eigentumswohnungen verdrängen Hausprojekte. Wenn die Liebig geht, kommt ein weiterer Ball der Gentrifizierung ins Rollen. Das dürfen wollen wir nichts zulassen.

Lasst uns nicht warten, bis das nächste Projekt geräumt wurde. Lasst uns ein starkes Statement setzen und zeigen, dass wir keine Räumung zu lassen werden.

Nicht nur der Staat nimmt uns immer mehr Räume, auch Faschos und Rechte Kräfte drängen sich immer weiter in unsere Kieze. Am 3. November ruft der dritte Weg ab 11 Uhr zu einem Aufmarsch in Berlin Hohenschönhausen auf. Am sogenannten „Tag der deutschen Einheit“ kommen bundesweit Neonazis und selbsternannte „Nationalrevolutionärs“ nach Berlin, um ihren verpassten 1. Mai Aufmarsch nachzuholen. Ein widerständiger Kiez von unten bedeutet auch, dass Faschos keinen Platz bekommen. Ihnen wollen wir uns ebenso entgegenstellen. Wie immer, werden die Cops die Nazis schützen und versuchen den antifaschistischen Widerstand zu verhindern. Das werden wir nicht hinnehmen und unsere Wut auf die Straße tragen – gegen den 3ten Weg und gegen die Staatsbüttel, die uns räumen wollen.
Wir wollen nicht warten, bis der Gerichtsvollszieher vor unser Tür steht. TagX ist nun auch jeder Tag vor der Räumung der Liebig34, denn es gilt diese Räumung mit allen MItteln zu verhindern.

Kieze von unten und Orte für Vernetzung.
Kommt alle ab dem 03. Oktober nach Berlin!
Liebig34 kämpft. Gegen Nazis, GroßinvestorInnen und Räumungen!

(Am 04.10. wollen wir noch ein kulturelles Event auf dem guten alten Dorfplatz mit euch feiern.)

CALL FOR DEMO AGAINST EVICTION OF L34 ON THE 3RD – CHAOS INSTEAD OF EVICTION

DEMO October 3rd – Friedrichshain – 9pm

We are angry! Angry that Liebig34 is about to be taken away from us. Angry that every attempt at a self-determined life is being tried to be crushed. We are fed up with all the harassment by cops in the neighborhood and everywhere else. We are fed up with their repression, the state and its servants, who make it impossible for people to shape the city they live in. We shit on investors for whom Berlin is nothing more than a Monopoly board on which they can move their houses around. We don’t give a shit about the yuppies who, with their new buildings and condominiums, are displacing the people who spend their lives here, for whom the street and the Dorfplatz is more than just the way to the co-working space.
We demand a city from below. We want to occupy houses. We want to decide for ourselves how we want to live.

The Liebig34 must stay! Not only because it is the home of so many people. But above all because Liebig tells the story of a Berlin where not only people with capital and an SUV could meet for a beer. Because it is a place far away from consumerism. A place of lived solidarity and feminist utopia.
The neighborhood has changed so massively in recent years and decades that many old-established residents have had to leave. Spaces of the neighborhood have given way to yuppie cafés, and condominiums are displacing house projects. When Liebig leaves, another ball of gentrification is set rolling. We don’t want to let that happen.

Let’s not wait until the next project is evicted. Let’s make a strong statement and show that we will not allow eviction.

Not only the state is taking more and more spaces from us, but also fascists and right wing forces are pushing themselves further and further into our neighbourhood. On November 3rd, the “Dritter Weg” – one of the most openly fascist parties in Germany – calls for a marching-up in Berlin Hohenschönhausen starting at 11 am. On the so-called “Day of German Unity”, neo-Nazis and self-proclaimed “National Revolutionaries” from all over Germany come to Berlin to make up for their missed May Day march. A resistant neighborhood from below also means that fascists are not given a place. We want to oppose them as well. As always, the cops will protect the Nazis and try to prevent the antifascist resistance. We will not accept this and we will take our anger to the streets – against the 3rd way and against the state beadles who want to evict us.
We do not want to wait until the bailiff is at our door. DayX is now also every day before the eviction of Liebig34, because we have to prevent this eviction with all means.
Neighborhoods from below and places for connecting.

Come to Berlin starting 3rd of October!
Liebig34 fights. Against Nazis, major investors and evictions!

(On 04.10. we want to celebrate another cultural event on the Dorfplatz with you)

sleeping places – schlafplätze

deutschsprachige version unten

For people joining us from outside of Berlin who need a place to sleep, we have a sleeping place orga. You can contact us, if you would like us to organize a sleeping place for you, as well as if you have a sleeping place to offfer: witches-need-sleep@riseup.net

Please provide the following details:

  • Contact name (pseudonym!):
  • Contact details (email or phone):
  • Date of arrival, or date from when you could offer a sleeping place:
  • Departure date or date by when people should leave the place:
  • Number of people
  • Are you FLINT* (woman, lesbian, inter*, nonbinary, trans*)?
  • Do you need a FLINT* space or would you prefer to offer sleeping places to FLINT* people only?

If you want to write to us via encryption, you are welcome to do so. You can find our PGP key here: http://keys.gnupg.net/pks/lookup?search=witches-need-sleep%40&fingerprint=on&op=index

In solidarity,
the sleepingplace crew

—————————

Damit auch Leute Anreisen können, die nicht in Berlin wohnen, bieten wir
eine Schlafplatz-Vermittlung an. Falls ihr einen Schlafplatz in Berlin
braucht oder einen anbieten könnt, meldet euch hier: witches-need-sleep@riseup.net

Gebt dazu bitte folgendes an:

  • Kontaktname (Pseudonym!):
  • Kontaktmöglichkeit (Mail oder Handy):
  • Anreisedatum bzw. Datum, ab wann ihr was anbieten könnt:
  • Abreisedatum bzw. Datum, bis wann die Leute eure Couch wieder frei machen sollten:
  • Anzahl Personen:
  • Seid ihr FLINT*?
  • Brauchst du einen FLINT*-Space bzw. willst du Pennplätze nur an
    FLINT*-Personen anbieten?

Wenn ihr uns verschlüsselt schreiben wollt, könnt ihr das gerne tun.
Unser PGP-key findet ihr hier: http://keys.gnupg.net/pks/lookup?search=witches-need-sleep%40&fingerprint=on&op=index

Solidarische und kämpferische Grüße,
die Schlaplatz-Crew

Poster DayX – Plakat TagX

PosterDayX

Räumung zum Desaster machen, aber wie? – Turning eviction into desaster, but how?

English version below

Räumung zum Desaster machen – aber wie?

Am 9. Oktober um 7 Uhr morgens werden die Cops uns versuchen zu räumen! Jetzt gilt es das Haus mit allen Mitteln zu verteidigen. Jeder Tag vor dem 09.10. ist nun TagX!
Das Haus wurde bis jetzt verteidigt und uns zu Räumen ist eine Bedrohung für die Stadt geworden. Einerseits geht es jetzt also darum weiter Druck aufzubauen und das Drohszenario zu steigern.

Druck vorher ist nicht unsere ganze Strategie. Um effektiv und kollektiv zu handeln wollen wir hier unsere Gedanken offenlegen wie wir den Räumungsversuch zu einem Desaster für die Cops, den Senat und Padovicz machen können. Dass das nicht die eine Wahrheit ist und viele verschiedene Aktionsformen Sinn machen ist klar. Dennoch wollen wir hiermit Ansätze diskutieren um gemeinsame effektive Aktionen gegen Räumungsversuche zu finden.

Sitzblockaden werden oft versucht um Räumungen zu verhindern. Doch sie erwiesen sich gegen massive Cop-Aufgebote als nicht-effektiv, vor allem wenn, wie bei der Räumung des Syndikats, die strategisch sinnvollen Blockade-Punkte in Sperrzonen liegen. Die Repressionen, die mit Sitzblockaden verbunden sind, sind recht hoch (gemeinschaftlicher Widerstand, Nötigung…) – auch wenn jegliche Repression natürlich unverhältnismäßig ist. Die direkte Konfrontation mit durchmilitarisierten Bullen können wir nicht gewinnen. Durch Überraschung können wir kurzzeitig erfolgreich sein. So sind Sitzblockaden nicht zu verwerfen. Mit dem eigenen Körper, ohne große Hilfmittel, sich zu widersetzen und die Bullen direkt zu blockieren, ist auch ein wichtiges Werkzeug. Wenn wir die Cops mit Sitzblockaden überraschen oder eine große Masse zu bilden, kann sie durchaus effektiv sein. Auch das Gefühl gegen ein Ungerechtigkeit gemeinsam die Straße zu blockieren und ein mit vielen Menschen in einem kollektiven Moment des pysischen Widerstands zu sein, ist wichtig. Wie viele von uns hatten Radikalisierungsmomente beim Anblick von Bullengewalt bei einer Räumung einer Blockade gegen Faschos?

Das Potential von zielgerichtetem Chaos ist hoch. Die hohe Dynamik von autonomen Gruppen, kann die linearen Konzepte von den ops aus den Angeln heben. Jede Barrikade zieht cops. Und wenn sie erstmal da sind, brennt schon die nächste. Außerdem treibt jeder Angriff auf das Kapital, seine Infrastruktur und seine Garanten – die cops – den Preis eines Räumungsversuches in die Höhe.

Am Tag des Räumungsversuches gibt es zwei Ziele. Einerseits müssen wir Zeit gewinnen. Denn die cops wollen immer noch den Raduga e.V. räumen, der wie mittlerweile wahrscheinlich alle wissen, nicht im Besitz der Räume ist. Da die cops das immer noch so versuchen werden, brauchen wir die Zeit damit anwältlich interveniert werden kann. Das zweite Ziel ist es gegen die Räumung politisch zu kämpfen. Sie ist in unserem Fall besonders in die Unterdrückungsformen des Kapitalismus, des Staates und des Patriarchats eingebunden. Diesen und ihrem Instrument der Zwangsräumung haben wir schon seit langem den Kampf angesagt. Wir wollen den Tag auch als Anlass nehmen den Kampf weiterzubringen, in Bewegung zu kommen und offensiv gegen Unterdrückung und Verdrängung zu kämpfen.
So bald emanzipatorische und revolutionäre Ansätze verfolgt werden, sind die Cops nicht weit weg und versuchen unsere Existenzen und unseren Widerstand zu zerstören.
So braucht es einerseits dezentrale Aktionen, die den cops Zeit rauben und damit uns Zeit geben. Infrastruktur ist hier ein guter Ansatzpunkt. Ein Räumungsversuch gegen uns wird mit viel Material und cops verbunden sein, was erstmal herangekarrt werden muss. Diese Logistik gilt es zu stören und zu zerstören.
Die Liebig34 ist Teil des anarchistischen, des queeren, des feministischen Kampfes. Diesen voranzubringen, der politischen Idee des Hauses mehr Bewegung zu geben und gegen die Unterdrückung und Verdrängung anzukämpfen ist nicht nur als Rache zu verstehen, sondern auch das Weiterleben dieser Idee. Die Ziele sind klar Patriarchat, Staat und cops, sowie Kapitalismus und seine Infrastuktur. 


Für dezentrale Aktionen – in Berlin und überall!

Und wie immer: Be careful with each other, so that we can be dangerous together!

Turning eviction into desaster – but how?

On October 9th at 7 am the cops will try to evict us! Now we have to defend the house with all means. Every day before 09.10. is now DayX!
The house has so far been defended and to evict us has become a threat for the city. On the one hand, it is now a matter of building up more pressure and increasing the threat scenario.

Pressure before is not our whole strategy. In order to act effectively and collectively, we want to share our thoughts here on how to make the eviction attempt a disaster for the cops, the Senate and Padovicz. That this is not the one truth and that many different forms of action make sense is clear. Nevertheless we want to discuss approaches to find effective joint actions against eviction attempts.

Seat blockades are often tried to prevent evictions. But they proved to be ineffective against massive cop deployments, especially when, as in the case of the eviction of the syndicate, the strategically useful blockade points are located in restricted areas. The repression associated with sit-in blockades is quite high (joint resistance, coercion…) – although any repression is of course disproportionate. We cannot win the direct confrontation with thoroughly militarized cops. By surprise we can be successful for a short time. Nevertheless, sit-in blockades are not to be rejected. Using one’s own body, without much help, to resist and directly block the cops is also an important tool. If we surprise the cops with sit-blocks or form a large mass, it can be quite effective. It is also important to have the feeling to block the street together against an injustice and to be one with many people in a collective moment of physical resistance. How many of us had moments of radicalization at the sight of cop violence during the clearing of a blockade against fascists?

The potential of purposeful chaos is high. The high dynamics of autonomous groups, can unhinge the linear concepts of cops. Every barricade draws cops. And once they are there, the next one is already burning. Moreover, every attack on capital, its infrastructure and its guarantors – the cops – pushes up the price of an attempt to evict.

On the day of the attempted eviction there are two goals. On the one hand, we have to gain time. Because the cops still want to evict Raduga e.V., which, as everyone probably knows by now, is not in possession of the premises. Since the cops will still try to do so, we need the time to intervene with a lawyer. The second goal is to fight against the eviction politically. In our case, it is particularly involved in the forms of oppression of capitalism, the state and the patriarchy. We have been fighting this and its instrument of forced eviction for a long time. We also want to take this day as an occasion to take the struggle forward, to get moving and to fight offensively against oppression and repression.
As soon as emancipatory and revolutionary approaches are pursued, the cops are not far away and try to destroy our existence and our resistance.
So on the one hand there is a need for decentralized actions that rob the cops of time and thus give us time. Infrastructure is a good starting point here. An attempt to evict us will require a lot of material and cops, which will have to be brought in first. These logistics have to be disrupted and destroyed.
Liebig34 is part of the anarchist, the queer and the feminist struggle. To advance this, to give more movement to the political idea of the house and to fight against oppression and repression is not only to be understood as revenge, but also the survival of this idea. The targets are clearly patriarchy, state and cops, and capitalism and its infrastructure.

For decentral actions – in Berlin and everywhere!

And as always: Be careful with each other, so that we can be dangerous together!
Liebig34

+++ GENERAL ASSEMBLY TO DAY X LIEBIG34 +++

+++ GENERAL ASSEMBLY TO DAY X LIEBIG34 +++ 09/20/20, 6pm, Dorfplatz +++

-deutsch unten-

As many of you probably already heard, there will be an attempted eviction against us on the 9th of October at 7am. An attempt to evict must be stopped and has to have a response. The entire attacks on radical left structures and especially our spaces are additionally reaching a new point, at which we have to act. The assembly is spontanious we know, but its really important that we come now together to discuss with you several things which have now to be organized!
Greetings and kisses,
Liebig34

+++ Vollversammlung zu Tag X Liebig34 +++ 20.09.20, 18uhr, Dorfplatz +++

Wie viele von euch wahrscheinlich schon mitbekommen haben, wird es einen Räumungsversuch gegen uns am 09. Oktober um 7 Uhr morgens geben. Ein Räumungsversuch muss verhindert werden und darf nicht unbeantwortet bleiben. Auch die ganzen Angriffe auf linke Strukturen und besonders unsere Räume spitzen sich gerade so zu, dass wir jetzt handeln müssen. 

Wir wissen, dass die Versammlung spontan ist, aber es ist wirklich wichtig, dass wir jetzt zusammenkommen, um mit euch zusammen einige Dinge zu besprechen, die jetzt organisiert werden müssen!
Gruß und Kuss, 
Liebig 34