Archiv der Kategorie 'Queer - Feminism (Allegmein)'

Pole dance classes in Liebig34!

pole33

„No-one really knows what their body is capable of.“

After teaching beginner and intermediate pole dancing classes in Chile for many years, our beloved Chilean theatre, dance and performance professional is opening a queer feminist pole dance workshop in Liebig34!

We intend to define body anarchy as an understanding of the body, its inherent kinetic possibilities outside of social norms and the usual knowledges we have about our bodies, both internal and external. We intend to break bodily conventions, taboos and blocks, amplify movement, free ourselves and let the rhythms of our daily lives move us. The body as field and weapon of battle.

This classes will focus therefore on empowering the body – for this, we have to know how to prepare ourselves; how to use weight, including our own; and how to utilize the intensity of space to reinforce our own discourse.

A re-imagining of pole dance is essential. This is a reappropriation of brute sensuality, in which we reclaim conventional patriarchal sensuality and the male gaze.

What: Pelvic unblocking, physical conditioning (with TRX), pole dancing techniques and various elements of theatre and dance exercises are some of the tools that will be used to train our bodies.

When: Schedule negotiable on an individual basis, for a total of 12 hours per month.

Where: Liebigstrasse 34, Berlin, Germany.

How: Classes are delivered one-on-one or to a pair, if you wish to come with a friend.

Language: English or Spanish !

For whom: This workshop is open to women, queers, intersex and trans folks.

How much?: We ask that you self-assess fairly and contribute to the workshop on the sliding scale. The proceeds from the workshop will go directly to a solidarity fund for members of our collective in financial need.

Get in touch, discuss the contribution, schedule, ask questions here:
mariaesbasura [ at ] gmail.com

Gedanken aus dem Herzen des Gefahrengebietes

Die Zeiten sind hart. Das sollte mittlerweile allen klar sein, die nicht die Augen verschließen. Verschließen vor den tagtäglichen Angriffen auf Unterkünfte von Asylsuchenden und dem Erstarken der deutschnationalen Scheiße, vorangetrieben durch Pegida und Co. und der Vernetzung des gesellschaftlichen Extremismus der Mitte mit faschistischen Kameradschaften. Die Diskussionen um die Ereignisse von Köln haben erneut die rassistischen und nationalistischen Strukturen aufgezeigt, anhand derer Sexismus ethnisiert und die eigene Rape Culture auf das Fremde projiziert wird. Als Frauen gelesene Menschen werden – mal wieder – zu passiven Objekten gemacht, die es zu beschützen gilt und weiße deutsche Männer schwingen sich auf zu Verteidigern der Gleichberechtigung. Eine gesellschaftliche Debatte über das Patriarchat als systemimmanente Struktur findet nicht statt.

Es reicht! Sexismus und Rassismus sind miteinander verschränkte Unterdrückungsverhältnisse, die das Funktionieren der kapitalistischen Gesellschaft bedingen. Diese Zustände werden durch das staatliche Gewaltmonopol am Leben erhalten – Staat und Nazis; eine glückselige Liäson.

Wir schreiben aus der Perspektive eines Hauskollektivs, dass sich die Aufgabe gestellt hat, queer und anarcha-feministisch miteinander leben zu wollen. Das bedeutet für uns unter anderem, dass wir separatistisch leben, also uns ohne Cis-Männer organisieren und zusammenwohnen. Die Vorsilbe „Cis“ bedeutet, dass sich eine Person mit dem Geschlecht identifiziert, welches ihr bei der Geburt zugeschrieben wurde. Es wird benutzt, damit „cis“ und „trans“ nebeneinander stehen können und nicht das eine als das „Normale“ gehandelt wird und das andere nicht. Unser Haus ist ein Schutzraum vor sexualisierter/ geschlechtsbezogener Gewalt und wir arbeiten daran, Supportstrukturen füreinander zu stellen, uns gegenseitig und selbst zu empowern und Mut zu machen. Wir denken, dass es Räume braucht, in denen wir das kollektive Leben ausprobieren, Geschlechter und Identitäten verschieben, anti-patriarchale Strukturen ausbauen und anwenden, uns mit eigenen Machtstrukturen und Privilegien auseinandersetzen und gemeinsam gestärkt daraus hervorgehen können.

Außerdem schreiben wir aus dem Herzen des Gefahrengebietes im Nordkiez von Friedrichshain. Direkt am Dorfplatz (Rigaer Str. / Liebigstr.) erleben wir seit Herbst 2015 und besonders in diesem Januar massive Angriffe der Bullen und Politik auf unsere selbstorganisierten und rebellischen Strukturen. Diese Angriffe sollen genau die treffen, die sich gegen die gesellschaftlichen Zustände zur Wehr setzen. Genau die, die sich dafür entscheiden, solidarische Wege des Zusammenlebens zu suchen und ein Stachel im Prozess der Gentrifizierung sind. Dass die Spirale der Verwertung sich ständig höher schraubt, wird in der direkten Umgebung spürbar. Sei es die Bebauung der ehemaligen Freifläche Bambiland, die Errichtung unzähliger Townhouses auf dem alten Schlachthofgelände nördlich der Eldenaer Straße oder der Plan, das Gelände der alten Möbelfabrik in der Rigaer Straße 71-73 mit teuren Wohnungen und einem Hotel zu bebauen. Es sind nur einige der unzähligen Beispiele für die Stadt im Kapitalismus.

In dem Gebiet um die Rigaer Straße soll der Prozess der Verdrängung mithilfe des Bullenknüppels beschleunigt werden. Damit stehen wir nicht alleine da. Zusammen mit den Gefahrengebieten rund um die Revaler Straße und dem Görlitzer Park gilt fast für den gesamten Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg der polizeiliche Ausnahmezustand. Berlinweit gibt es um die zwanzig Gefahrengebiete, die von der Staatsmacht beschlossen werden können, ohne öffentlich gemacht zu werden. Sie werden überall dort eingerichtet, wo noch nicht alles stramm nach den Regeln staatlicher Kontrolle funktioniert, sich derer (noch) entzogen wird oder sich Möglichkeiten des Arbeitens und (Über-)Lebens gesucht werden. Seien es Wohnungslose, Drogenkonsument*innen, Dealer*innen, Sexarbeiter*innen oder andere, die nicht ins Bild passen – sie werden durch ständige Bullenpräsenz, Zubetonierung öffentlicher Parks und Schikanen versucht zu vertreiben.

Die Schikanen auf der Straße bedrohen besonders People of Colour, Menschen, die sich nicht einem der binären Gender zuordnen oder nicht dem, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, Menschen ohne Papiere und diejenigen, die kein Deutsch sprechen. Aber auch die, die in den Karteien der Bullen schon ein Dorn im Auge des Drecksstaates sind. Wir sollen uns an Repression, Kontrolle und Überwachung gewöhnen. Es wird versucht, den Bullenstaat zum geduldeten Normalzustand zu machen. Zusammen mit medialer Hetze soll ein Klima der Angst geschaffen und ein Keil in die Vernetzung im Kiez getrieben werden. Wir lassen uns nicht einschüchtern!

Wir verstehen diesen Kiez als ein Projekt, einen Raum zu schaffen, in dem sich Nachbar*innen auf der Straße austauschen, die genannte deutschnationale Scheiße keinen Platz findet und wir uns gegen Verdrängung wehren. In den letzten Monaten ist die Nachbarschaft, statt sich auseinandertreiben zu lassen, stärker zusammengewachsen. Das hat uns gezeigt, dass Solidarität kein hohles Wort ist.

Wir müssen unsere Kämpfe weiter miteinander verknüpfen. So wie unser Haus darf auch der Rigaerkiez keine Insel des Selbstzwecks sein. Sondern Räume, aus denen wir selbstermächtigt die Verhältnisse angreifen und schließlich für eine Welt kämpfen, in der das binäre Geschlechtersystem und alle Unterdrückungsverhältnisse aufgehoben werden.

Dass widerständige antifaschistische Strukturen zerschlagen werden sollen, während rechte Übergriffe nicht verfolgt werden, kann nicht als lapidares „die Justiz ist auf dem rechten Auge blind“ abgetan werden, sondern muss als ein Angriff auf den Kampf für die Freiheit verstanden werden! Wir sind bereit zu kämpfen!

Dass als Frauen gelesene Menschen in eine Rolle der Passivität und Hilflosigkeit gedrängt werden, macht uns wütend! Wir lassen uns nicht instrumentalisieren, sondern sind selbstbestimmte Akteur*innen in einem feministischen Kampf, der untrennbar mit dem Kampf gegen Kapital, faschistische und rassistische Ideologien verknüpft ist!

Wir solidarisieren uns mit allen antiautoritären & emanzipatorischen Kämpfen!
Heute sind unsere Gedanken bei den Menschen, die sich militant gegen die Räumung der Luftschlossfabrik in Flensburg gewehrt haben.

Geht mit uns am Samstag, den 06.02.2016 für rebellische Kieze und solidarische Strukturen auf die Straße! Stellt euch den Nazis, ob in Weimar, Dresden, Berlin oder sonstwo und reaktionären Arschlöchern in den Weg, die am gleichen Tag ihre menschenverachtenden Ideologien verbreiten wollen!

Unsere Leidenschaft für Freiheit ist stärker als jede Autorität!
Eure Liebig 34

2. VERHANDLUNGSTAG DER KLAGE GEGEN EINEN POLIZEIEINSATZ BEIM CHRISTIVAL 2008 IN BREMEN

Zur Erinnerung:

Am 2.5.2008 wurde ein öffentliches Kiss-in (homoerotische Zärtlichkeitsbekundungen) gegen die homophoben und sexistischen Inhalte des Christivals durch einen Polizeieinsatz gewaltsam beendet. Hierbei erlebten mehrere queer-feministische Aktivist_innen Übergriffe durch die Bremer Polizei. Gegen den Polizeieinsatz und zwei in Gewahrsamnahmen wurde geklagt.

Der 2. Verhandlungstag finden am 10.6.2010 ab 9 Uhr im Justizzentrum, Am Wall 198, statt.

Wir wünschen uns eine kritische und solidarische Öffentlichkeit und laden ein zur

+++ DEMONSTRATION am 10.6.2010, um 18 Uhr, AM MARKTPLATZ +++

für nähere Informationen siehe Anhang und:

http://antirep25.noblogs.org

Queertopia festival / Anarchafeministisches Sommercamp

22-25 July (the camping site opens already on the 20th of july), Norberg, Sweden, 2 hours busride from Stockholm

busride from Stockholm) the 22-25th of july and will be like a queerfeminist, activist and revolutionary version of Woodstock (and just as historical) with music, workshops, performances and an army of over 2 000 loving, caring, sharing queers in all of the colors of the rainbow. The festival is not-for-profit and all eventual proceeds will go to organizations working for LGBT-peoples rights in countries where homosexuality is illegal. Chicks on Speed, Yo Majesty and Näd Mika are coming and so are you =). Check out the webpage at www.queertopiafestivalen.se/english for more info!

oder :

Anarchafeministisches Sommercamp vom 22. bis 25. Juli 2010 (Do-So) bei Alsfeld/Hessen

Anmeldung bis 1. Juli 2010 und Info über afems60 [at] yahoo [dot] de
sowie unter www.anarchismus.de

8. März 2010 – Berichten

Der 8. März ist UNSER Tag. Alle anderen Tage im übrigen auch!

Am 8. März gab es dieses Jahr in Berlin eine Frauen-Lesben-Transgender-Demo zum Frauenknast in Pankow, um den Frauen, Lesben, Transgendern drinnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Die Demo stand unter dem Motto: „Wir grüßen alle kämpfenden Mädchen, Frauen, Lesben, Transgender, sichtbar und unsichtbar, auf der Straße, zuhause, in Schulen und Betrieben, auf dem Arbeitsamt, im Knast, in der Psychiatrie und im Exil!“ Nach der Kundgebung mit Infostand auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs Pankow in der Florastraße zogen die ca. 250 FrauenLesbenTransgender in bester Stimmung in die Arkonastraße vor den Frauenknast. Aus der Demo wurden Parolen gegen Patriarchat und Repression gerufen. Einige gefangene Frauen winkten der Kundgebung zu – sie wurden in verschiedenen Sprachen gegrüßt. Es gab Redebeiträge zur Situation von Transgendern, Grüße von kämpfenden Frauen aus Kurdistan, einen Bericht einer griechischen Frau über Schwefelsäure-Angriffe auf Frauen – und einen Redebeitrag gegen das Knastsystem. Nächtliche Aktionen gegen die Ausbeutung von Arbeitnehmer_innen bei Schlecker wurden erwähnt. Als Gruß an die „Frauen in aller Welt“ und für die Frauen im Knast stiegen dann hunderte bunter Luftballons mit brennenden Wunderkerzen in den schwarzen Himmel auf. Es war eine schöne und solidarische Demonstration. Sexistische Attacken während und nach der Demo machen deutlich, wie wichtig eine FrauenLesbenTransgender-Organisation zum 8. März auch heute immer noch ist.
indy artikel – Berlin: Demobericht & Diskussion zum 8. März
Neues Deutschland artikel – Neuer feministischer Schwung – 03.03.2010

Kurdistan
Der Weltfrauentag 8. März wurde mit Aktionen in verschiedensten Provinzen gefeiert. Auf Kundgebungen in Istanbul, Mersin, Diyarbakır, Şırnak, Hakkari, İzmir und Adana demonstrierten Frauen die Wichtigkeit von gemeinsamem Widerstand.
indy artikel

Argentinien
Die radikale Linke in Argentinien organisiert eine Demonstration in Buenos Aires zum Frauenkampftag. Ein Gespräch mit Andrea D‘Atri, Sprecherin der argentinischen Frauenorganisation „Pan y Rosas“ (Brot und Rosen), die mit der „Partido de los Trabajadores Socialistas“ (Sozialistische Arbeiterpartei) verbunden ist.
indy artikel

Nürnberg

Am Montag dem 8. März demonstrierten knapp 170 Menschen gegen Sexismus und Patriarchat in der Nürnberger Innenstadt.
indy artikel
mehr auf http://frauenkampftagnbg.blogsport.de/

Göttingen
Im Kontext des 8. März , dem Weltfrauentag fand heute der zweite bundesweite Aktionstag gegen das islamistische Regime in Iran statt. Die Unterdrückung der Frau stellt nach wie vor eine der zentralen Säulen der „islamischen Republik Iran“ dar. In Göttingen gab es dazu eine Kundgebung unter dem Motto: „Kampf der islamischen Republik Iran – Marg bar jomhuri-ye eslami!“, die von etwa 50 TeilnehmerInnen besucht wurde.
indy artikel

Grenoble
1 FrauenHausbesetzung + Plakataktionnen
mehr auf grenoble.indymedia.org