Archiv der Kategorie 'Queer - Feminism (Allegmein)'

Queertopia festival / Anarchafeministisches Sommercamp

22-25 July (the camping site opens already on the 20th of july), Norberg, Sweden, 2 hours busride from Stockholm

busride from Stockholm) the 22-25th of july and will be like a queerfeminist, activist and revolutionary version of Woodstock (and just as historical) with music, workshops, performances and an army of over 2 000 loving, caring, sharing queers in all of the colors of the rainbow. The festival is not-for-profit and all eventual proceeds will go to organizations working for LGBT-peoples rights in countries where homosexuality is illegal. Chicks on Speed, Yo Majesty and Näd Mika are coming and so are you =). Check out the webpage at www.queertopiafestivalen.se/english for more info!

oder :

Anarchafeministisches Sommercamp vom 22. bis 25. Juli 2010 (Do-So) bei Alsfeld/Hessen

Anmeldung bis 1. Juli 2010 und Info über afems60 [at] yahoo [dot] de
sowie unter www.anarchismus.de

8. März 2010 – Berichten

Der 8. März ist UNSER Tag. Alle anderen Tage im übrigen auch!

Am 8. März gab es dieses Jahr in Berlin eine Frauen-Lesben-Transgender-Demo zum Frauenknast in Pankow, um den Frauen, Lesben, Transgendern drinnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Die Demo stand unter dem Motto: „Wir grüßen alle kämpfenden Mädchen, Frauen, Lesben, Transgender, sichtbar und unsichtbar, auf der Straße, zuhause, in Schulen und Betrieben, auf dem Arbeitsamt, im Knast, in der Psychiatrie und im Exil!“ Nach der Kundgebung mit Infostand auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs Pankow in der Florastraße zogen die ca. 250 FrauenLesbenTransgender in bester Stimmung in die Arkonastraße vor den Frauenknast. Aus der Demo wurden Parolen gegen Patriarchat und Repression gerufen. Einige gefangene Frauen winkten der Kundgebung zu – sie wurden in verschiedenen Sprachen gegrüßt. Es gab Redebeiträge zur Situation von Transgendern, Grüße von kämpfenden Frauen aus Kurdistan, einen Bericht einer griechischen Frau über Schwefelsäure-Angriffe auf Frauen – und einen Redebeitrag gegen das Knastsystem. Nächtliche Aktionen gegen die Ausbeutung von Arbeitnehmer_innen bei Schlecker wurden erwähnt. Als Gruß an die „Frauen in aller Welt“ und für die Frauen im Knast stiegen dann hunderte bunter Luftballons mit brennenden Wunderkerzen in den schwarzen Himmel auf. Es war eine schöne und solidarische Demonstration. Sexistische Attacken während und nach der Demo machen deutlich, wie wichtig eine FrauenLesbenTransgender-Organisation zum 8. März auch heute immer noch ist.
indy artikel – Berlin: Demobericht & Diskussion zum 8. März
Neues Deutschland artikel – Neuer feministischer Schwung – 03.03.2010

Kurdistan
Der Weltfrauentag 8. März wurde mit Aktionen in verschiedensten Provinzen gefeiert. Auf Kundgebungen in Istanbul, Mersin, Diyarbakır, Şırnak, Hakkari, İzmir und Adana demonstrierten Frauen die Wichtigkeit von gemeinsamem Widerstand.
indy artikel

Argentinien
Die radikale Linke in Argentinien organisiert eine Demonstration in Buenos Aires zum Frauenkampftag. Ein Gespräch mit Andrea D‘Atri, Sprecherin der argentinischen Frauenorganisation „Pan y Rosas“ (Brot und Rosen), die mit der „Partido de los Trabajadores Socialistas“ (Sozialistische Arbeiterpartei) verbunden ist.
indy artikel

Nürnberg

Am Montag dem 8. März demonstrierten knapp 170 Menschen gegen Sexismus und Patriarchat in der Nürnberger Innenstadt.
indy artikel
mehr auf http://frauenkampftagnbg.blogsport.de/

Göttingen
Im Kontext des 8. März , dem Weltfrauentag fand heute der zweite bundesweite Aktionstag gegen das islamistische Regime in Iran statt. Die Unterdrückung der Frau stellt nach wie vor eine der zentralen Säulen der „islamischen Republik Iran“ dar. In Göttingen gab es dazu eine Kundgebung unter dem Motto: „Kampf der islamischen Republik Iran – Marg bar jomhuri-ye eslami!“, die von etwa 50 TeilnehmerInnen besucht wurde.
indy artikel

Grenoble
1 FrauenHausbesetzung + Plakataktionnen
mehr auf grenoble.indymedia.org

Bremen: Chrstival-Prozess – Verhandlung der Klage gegen die Ingewahrsamnahmen nach dem Kiss-In am 2.5.08

Heute, am 28.01.2010 wurde im Bremer Verwaltungsgericht die Klage von zwei Anti-Christival-Aktivist_innen gegen die Stadt Bremen verhandelt. Es ging um den Polizeieinsatz und die Ingewahrsamnahmen am 2.5.2008 auf dem Bremer Marktplatz, wo eine kleine Gruppe queer-feministischer Aktivist_innen nach dem gelungenen Kiss-In in der Martini-Gemeinde irritierende Präsenz zeigen wollten, mit Erdbeersekt, geschlechtlich uneindeutigem Auftreten und Transpi, um den heterosexistischen Inhalten des Christivals etwas entgegenzusetzen. Damals wurden sie direkt massiv von der Polizei angegangen, gekesselt, geschubst und geschlagen; zwei von Ihnen wurden in Gewahrsam genommen. Die Polizist_innen reagierten völlig überzogen und unorganisiert – es gab weder eine_n Einsatzleiter_in, noch die Möglichkeit eine Spontandemo anzumelden, stattdessen keine Ansprechperson und rigoros eskalatives Verhalten.
Das Vorgehen der Bremer Polizei gegen Protestierende während des Christivals hatte offensichtlich das Ziel, die kritischen Aktionen in der Öffentlichkeit unsichtbar zu machen.

Zu der heutigen Verhandlung kamen viele (ca. 75) solidarische Menschen zur Unterstützung der Kläger_innen ab 11 Uhr morgens ins Verwaltungsgericht – sogar so viele, dass nur 2/3 in den Gerichtssaal passten. Die Wartenden harrten teilweise solange aus, bis nach der Mittagspause in einen größeren Saal umgezogen wurde, in dem schließlich alle Interessierten Platz fanden. An dieser Stelle noch mal ein riesiges Dankeschön an eure Geduld und Durchhaltevermögen!

Zum Prozessverlauf: Es wurde mit der „Feststellung des Sachverhalts“ begonnen, dazu wurden die beiden Kläger_innen angehört. Dies dauerte den ganzen Gerichtstag bis 16.40 Uhr. Die Aussagen der Kläger_innen widersprachen in wichtigen Punkten den Aussagen der Polizist_innen in den Akten. Das Gericht ist nach den Aussagen der Kläger_innen der Meinung, dass geprüft werden muss, ob die Eingriffe in die Grundrechte der beiden Kläger_innen rechtmäßig waren oder nicht. Grundsätzlich ist das Gericht also der Auffassung, dass die Klagen statthaft sind, da durchaus die Möglichkeit besteht, die Rechtswidrigkeit der Ingewahrsamnahmen und Durchsuchungen festzustellen.
Das Gericht muss dazu klären, ob es sich bei der Protestaktion um eine Versammlung handelte oder nicht. Die Aufklärung des Sachverhalts soll fortgesetzt werden. Dafür wird ein weiterer Verhandlungstermin angesetzt, zu dem sowohl Zeug_innen der Kläger_innenseite als auch Polizist_innen befragt werden sollen.
Der nächste Verhandlungstermin wird voraussichtlich erst im Sommer stattfinden.

Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Positionen der Kläger_innen immerhin so ernst genommen würden, dass darüber hinaus noch weitere Zeug_innen dazu angehört werden.
Üblicherweise werden solche Klagen schnell abgewiegelt. Es ist in diesem System angelegt, dass Widerstand kriminalisiert, Randgruppen und von der Norm abweichende Personen von der Polizei gegängelt, misshandelt und manchmal sogar umgebracht werden, ohne dass die Täter_innen Verantwortung übernehmen müssen. Willkürliche Polizeigewalt wird mindestens gebilligt und wird häufig bewusst als Warnung an all diejenigen, die widerspenstig sind, sich nicht einfügen können oder wollen, eingesetzt. Wir sind nicht der Auffassung, dass irgendwelche Polizei- oder Staatsreformen daran etwas ändern würden, sondern, dass der Staat an sich eine gewaltförmige Institution ist, die es abzuschaffen gilt!
Die gewaltförmige Funktionsweise des Staates aufs Neue offen zu legen und zum gesellschaftlichen Thema zu machen, ist Ziel unserer Arbeit. Auch Menschen in eher privilegierteren Positionen – mit finanziellen und sozialen Ressourcen – können innerhalb des herrschenden Systems die Hegemonie zwischen Staatsdiener_in und einfacher Bürger_in nicht durchbrechen. Personen mit einer weniger privilegierten Ausgangssituation ist es meist überhaupt nicht möglich, sich auf juristischem Weg zu wehren.

Anlässlich der Verhandlung fand eine Kundgebung statt, um Kritik an rassistischer, sexistischer und homophober Polizeigewalt, staatlicher Repression, Staat an sich und (fundamentalistischen) evangelikalen Christ_innen auf die Strasse zu tragen.
Um 16 Uhr versammelten sich ca. 80 Menschen auf dem Bremer Marktplatz und zeigten ihre Solidarität mit den Betroffenen von Polizeigewalt. Es gab verschiedene Redebeiträge und Musik. Dabei ging es auch darum, sich den öffentlichen Raum als Queers, Perverse oder anders marginalisierte Personen anzueignen und dem gesellschaftlichen Mainstream etwas entgegenzusetzen.

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Video – Prozess gegen die Walpurgisdemo Hannover

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KLAGE WEGEN POLIZEIEINSATZ BEIM BREMER CHRISTIVAL

Am 2.5.2008 wurde ein öffentliches Kiss-in (homoerotische Zärtlichkeitsbekundungen) gegen die homophoben und sexistischen Inhalte des Christivals durch einen Polizeieinsatz gewaltsam beendet. Hierbei erlebten mehrere queer-feministische Aktivist_innen Übergriffe durch die Bremer Polizei.
Gegen den Polizeieinsatz und zwei Ingewahrsamnahmen wurde geklagt, die öffentlichen Verhandlungen finden am 28.1.2010 ab 11 Uhr im Justizzentrum, Am Wall 198, statt.
Wir wünschen uns eine kritische und solidarische Öffentlichkeit und laden ein zur

KUNDGEBUNG AM 28.1.2010, UM 16 UHR, AM MARKTPLATZ, BREMEN

für nähere Informationen siehe Anhang und:

http://antirep25.noblogs.org

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