Senat und Padovicz wollen Liebig34 räumen lassen

english, spanish, greek, italian, french below
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Wie die meisten sicher schon wissen, ist Ende des Jahres 2018 der Pachtvertrag der Liebig 34 mit dem Immobilienspekulanten Padovicz, dem in Berlin mehr als 2.000 Objekte gehören, ausgelaufen. Seitdem leben wir ohne Vertrag aber nach wie vor glücklich und zufrieden in der Liebig34, lieben unser Haus wie eh und je und sind zu allen Schandtaten bereit es mit euch verteidigen. Padovicz und der Senat werden uns hier nicht rauskriegen, denn das ist unser Haus!
Heute wollen wir euch über unsere aktuelle Situation inormieren.

Was bisher geschah: (mehr…)

Dem Mietenwucher die Zähne zeigen!

english and spanish below
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Wir leben in einer Stadt mit bis zu 50.000 Wohnungslosen, in der jedes Jahr 5.000 Räumungsklagen eingereicht und jeden Tag mehr als 10 Zwangsräumungen vollstreckt werden. Und das während etliche Häuser leer stehen. Wir leben in einer Stadt, in der die Immobilienpreise weltweit am schnellsten steigen. Und das, weil unsere Häuser zum größten Teil Immobilienunternehmen und Privatpersonen gehören, die an unserem Grundbedürfnis nach Wohnen Geld verdienen wollen und dies auch können. Häuser werden totsaniert, um Mieten um ein leichtes verdoppeln und den Umsatz steigern zu können. Was bei alldem ignoriert wird sind die Menschen, die in diesen Häusern, in dieser Stadt leben und auch weiterhin leben möchten. Es wird ignoriert, was Wohnungslosigkeit oder nur die Angst davor mit ihnen macht. Es wird ignoriert wer verdrängt wird und wie sich die selektive Verdrängung von Menschen auf eine Gesellschaft auswirkt. Nicht alle Menschen können und wollen sich einem Lohnarbeits- und Konkurrenzzwang unterwerfen, um in dieser Stadt nicht unterzugehen. (mehr…)

Merch, Merch, Merch

Wow! Es gibt neue Buttons. Wer selbst drucken will findet hier die Vorlagen.

Außerdem eine Patch-Serie

viele neue Tshirt und Beutel-Motive.

Eviction Talks: Eviction, defense and campaigning experiences

Thursday 4th April – 8pm

Berlin is preparing itself for a „Year of Decisions“. Several left spaces are being forced into imminent evictions to give way for the city of the rich. All projects have announced their intention to defend themselves against the ejection. But how, by which means and with what allies? How do we win the political and concrete struggle against the eviction of our projects? With the „eviction talks“ we want to look back into different international experiences of eviction and discuss: what went well, why did some approaches fail? What happens after?

We will begin this series of discussions by seeing videos and talking about the case of the eviction of Liebig14 (2011) with those who had a direct experience.

Donnerstag 4. April 2019 // Liebig34-Bar // 20 Uhr
„Eviction Talks“: Räumungs- und Kampagnenerfahrungen

Berlin bereitet sich auf ein „Jahr der Entscheidungen“ vor. Mehrere linke Freiräume sollen weichen – für die Stadt der Reichen. Alle Projekte haben angekündigt sich gegen den Rauswurf zu wehren. Aber wie, mit welchen Mitteln und welchen Verbündeten? Wie erreichen wir den politischen und realen Erhalt unserer Projekte?
Bei den „eviction talks“ wollen wir zurückschauen, in unseren Räumungs-Erfahrungen wühlen und verschüttete Erkenntnisse wieder ausgraben. Was lief gut, was kann aus gestern, heute und für morgen gelernt werden? Und wie geht es danach weiter? Diesmal zum Fall Liebig14 (2011).

Jetzt auch CosyColdCaféTalks

Nach der Veröffentlichung unserer CosyColdKitchenTalks auf dem Blog (cosycoldkitchentalks.noblogs.org), öffnen wir nun die Türen für gemeinsame CosyColdCaféTalks. Denn wir brauchen nicht nur soft words in rough times, sondern auch safer spaces in tough times, in denen wir gemütlich zusammen kommen, uns entspannen oder uns austauschen können.

Es gibt Kaffee, Tee, Kuchen und andere Leckereien, Bücher, Zines, Gefangenenschreiben und Sonne oder Kaminfeuer.

Es gibt parallel ab 19 Uhr auch bei uns eine Küfa und es. findet von 12-18 Uhr Soli-Tättowieren für die Liebig34 statt.

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After releasing our CosyColdKitchenTalks on the blog (cosycoldkitchentalks.noblogs.org), we will open now our doors to have CosyColdCaféTalks with you. Because we not only need soft words in rough times, but also safer spaces in tough times, where we can hang out, relax and connect with each other.

There will be coffee, tea, cake and other sweets, books, zines, letter writing to prisoners and sun or chimney fire.

From 7pm there will be also Küfa and Soli-Tattooing for Liebig34 will take place from 12-6pm.

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cosycoldkitchentalks@riseup.net

Soli-Tattoo-Wochenende

Vom 29.-31.3 könnt ihr euch täglich zwischen 12-18:00 tätowieren lassen. Mindestens 50% des Umsatzes gehen dabei an die Liebig um die nahende Repression abzufedern. Wer keine Ideen hat kann sich auch ein Überraschungstattoo machen lassen. Freitag Abend wird es noch eine Info VA zur Liebig geben. Also kommt vorbei lasst euch tätowieren oder trinkt ein Bier und zeigt euch solidarisch. Die Künstler*innen sind Vogelfrei Buits Crew, Cheli Gomez Tattoo und Leute von Rostige Nadel

34h für die Liebig34

Liebig34-Vollversammlung , Sonntag 17. März 14Uhr , in der Kinzigstr 9

Warten auf den großen Knall? – Seit Anfang des Jahres ist das feministische Hausprojekt Liebig34 ohne Pacht-Vertrag. Die Räumungsklage wurde seitens des Eigentümers, Gijora Padovicz, schon eingereicht. Gerüchte machen die Runde und im Nordkiez steigt die Polizeipräsenz wieder merklich. Wir müssen uns wohl auf das Schlimmste vorbereiten und laden deshalb erneut zur Vollversammlung.
Nach einem Input zur aktuellen Situation und den Fakten gehen wir in Arbeitsgruppen zu: Aktionsformen am TagX, SoliPropaganda, HausSupport und Strategie-Debatte.

Redebeitrag 8. März vorabend Demo

Wir sind heute hier am 7. März, um zu zeigen, dass der Frauen*kampftag nicht nur am 8.März, sondern jeden Tag ist. Das bedeutet nicht nur Glitzer auf feministischen Partys sondern vor allem, dass für uns jeder Tag ein Kampf ist.
Denn selbst ohne den sexistischen Backlash und den faschistoiden Rechtsruck, den wir zurzeit erleben, bietet die patriarchale Gesamtscheiße, die uns umgiebt, genug Gründe wütend zu sein.
Auch wir in der Liebig34 spühren zurzeit in besonderem Ausmaß, was es bedeutet, wenn wirklich jeder Tag zum existenziellen Kampf, mit ungewissem Ausgang wird.
Die Räumungsklage ist raus, aber wie sind noch da, denn Feminismus bedeutet autonom zu entscheiden: Über unsere Körper, unsere Identitäten, unsere Leben und unsere Räume.
Feministische Befreiung ist für uns daher nur in einer radikalen und autonomen Praxis denkbar, die nicht im Frieden mit der Gesellschaft durch Frauenquoten oder Feiertagsfolklore erreicht werden kann.
Das Land Berlin hat den 8.März zum Feiertag gemacht. Es ist dasselbe Land Berlin das im Zweifel seine Bullen schicken wird, um dem Hauseigentümer
Padovicz Amtshilfe bei der Räumung vom einzigen selbstververwalteten anarcha-queer-feministischen Hausprojekt der Stadt zu bieten.
Doch noch wird über unsere Zukunft verhandelt. Baustadtrat Florian Schmidt sitzt am Tisch mit Gijora Padovicz. Nicht mit dabei sind die dirty Queerfeminist*innen um deren Haus es geht. Ein Eigentümer, dem die halbe Stadt gehört und ein Baustadtrat, 2 hochrangige cis-Typen, die über die Zukunft eines queer-feministischen Hauses verhandeln, als würde es ihnen
gehören und nicht den Menschen, die darin wohnen und die es nutzen. Doch wir werden bleiben und kämpfen egal wie deren Machtspiele verlaufen, denn die Frage wie viele cis-Typen es braucht, um über die Zukunft eines queer- feministischen Hausprojekts zu entscheiden ist schnell beantwortet: keinen einzigen!
In diesem Sinne: Lasst uns laut sein, lasst es krachen! Gemeinsam solidarisch auf der Staße und in unseren feministischen Freiräumen. Heute, morgen, jeden Tag. Denn es ist jeden Tag Frauen*kampftag es ist jeden Tag Tag X!

speech 8. march

8th of March, the international Womens day.

We are here today, on the 8th of March, to bring our fights to the street.
And as much as we are happy to take the streets together to make our fights visible,
one day is not the measure of our resistance, when Patriarchy is oppressing us historically and systematically every day.

This is not a single celebratory day of fighting.
Every day is a fighting day for women* and queers against patriarchal oppression
Every day women, queer, trans people are oppressed, raped, abused and discriminated against.
Every day patriarchy gives us a reason to be angry. (mehr…)

HERAUS ZUM 8.MÄRZ – INTERNATIONALEN FRAUEN*KAMPFTAG!

Lasst uns am internationalen Frauen* kampftag gemeinsam auf die Straße gehen.
Lass uns auf die Straße gehen gegen Knäste, gegen das Patriarchat, gegen die Kriminalisierung von Frauen, Trans, Inter, Non-binary und Queers und gegen die Räumung von selbstbestimmten anarcha- und queerfeministischen Räumen. (mehr…)

Liebig34 presents: CosyColdKitchenTalks – soft words in rough times

https://cosycoldkitchentalks.noblogs.org/

Lazy Sunday?

Perfect! Come around, hang out, enjoy nice fresh food and the movie
„DYKE HARD“.

Spring is coming! Reclaim Dorfplatz!

Küfa 8pm

Movie 9pm

3.3.2019

Kiezspaziergang vom Dorfplatz zum Lausitzer Platz

Wir laufen am Samstag den 02.03 um 15:30 am Dorfplatz los. Gleichzeitig mit einer Demo aus Schöneberg, vom Jugendclub Potse & Drugstore und der besetzten Großbeerenstraße 17a, gleichzeitig mit dem Kneipenkollektiv der Meuterei und gleichzeitig mit einer Demo aus dem Schillerkiez, vom Syndikat über die ehemalige Friedelstraße 54.

Verdrängung von emanzipatorischen Strukturen findet gerade überall statt. Nix neues? Stimmt. Aber seit einigen Monaten vernetzen sich all die Projekte untereinander.

Die Warnung wird deutlicher denn ja, wenn einer der Orte angegriffen wird, betrifft es uns alle. So treffen alle Demo-Züge am Lausitzer Platz gegen 17:00 aufeinander, es wird Essen und Musik geben.

Der rot-rot-grüne Senat wird genauso wenig davor zurück schrecken dieses Jahr einen 50 Jahre lang bespielten Jugendclub brutal zu räumen, wie davor die Rigaer Straße wieder in das abstruse Licht eines Bürgerkriegsschauplatzes zu rücken. Der „bodenständige“ Baustadtrat Florian Schmidt ergattert sich immer wieder einen Platz in der Berichterstattung zu Verdrängung und gibt sich als kämpferischen Gegner von Spekulation. Wir glauben nicht, dass ein Politiker egal welcher Partei, ein Interesse hat, linksradikale Strukturen, wie die Liebig34 oder die Rigaer94 zu unterstützen. Auch die Räumung des Freibeuters, mit dem vorausgegangenen Einsatz des SEK‘s, wurde geschickt mit den alt bewährten Mitteln der Spaltung und Kriminalisierung von Besetzer*innen von dem rot-rot-grünen Senat innerhalb von 2 Tagen durch gesetzt.

Wir kämpfen in unseren Häusern gegen den Ausverkauf der Stadt an reiche ignorante Yuppies, gegen die patriarchalen Strukturen, die das System und unseren Alltag durchziehen, gegen die Vereinzelung in Lohnarbeit oder individualisierten Lebensentwürfen, gegen die Existenz der Bullen und stets gegen einen Staat, der uns normieren und regieren möchte.

Wir sind für das Chaos! Wir passen genauso wenig in die Vorstellungen eines Pseudo-68ers wie in die eines verkappten Einsatzleiters. Wir wollen keinen befriedeten Kiez und gesicherte Mietverhältnisse, wir wollen einen Ort für die Rebellion und die Freiheit der Gegenentwürfe.

Der Gerichtstermin für die Räumung der Liebig 34 steht für die nächsten Monate an, der Gerichtstermin für den erneuten Räumungsversuch des Erdgeschosses der Rigaer 94, der Kadterschmiede und des Jugendclubs „Keimzelle“, steht am 13.06.2019 bevor.

Kiezspaziergang | 02.03. | Dorfplatz | 15:30 |

Gemeinsame Kundgebung | 02.03. | Lausitzer Platz | 17:00 |

Feminist* take back Dorfplatz, 8. März

Concert Babsi Tollwut, BBQ and speeches in front of Liebig 34 & inside party with 2 floors with Karaoke and Djs Foxxfaction (female* Hip Hop), Liebig34 resident Dj FättiFättiBummBumm (Disco) and Candy Sluts (Disco).
7pm: BBQ on Dorfplatz and in the yard
8pm: Speeches
8:30: Concert
9:00 Karaoke floor opens
22:00 Djs
L34 is one of the few political anarcha queer feminist house projects, working actively against sexism, discrimination and systematic oppressions. Spaces like this are needed. The Dorfplatz, Infoladen and Bar are important meeting points for the coming together of different political fights against the repressive system. Particularly in the current political context where the right wing is moving forward towards a historically strong reactionary position against feminism, non traditional binary roles, abortion and immigration.Many projects have already been evicted. Many others are in the process of being so. Don t let them take another house.

Brunch against the eviction of Liebig 34

sunday 24.2 at 1pm in liebig bar

Seen on Boxi

Hoch die Interkiezionale Solidarität – Demonstrationen am 02. März

+++ Gemeinsame Demonstrationen vieler bedrohter Projekte am 02.03.19 in Berlin +++ Zubringerdemos aus diversen berliner Berzirken zu gemeinsamer Abschlusskundgebung um 17 Uhr am Lausitzer Platz in Kreuzberg +++ Vorabdemos in Schöneberg, Neukölln, Kreuzberg & Friedrichshain angekündigt +++

Seit Jahresbeginn sind die Räume der Liebig34, der Potse und des Syndikats ohne Miet- oder Pachtverträge. Bei der Liebig34 war wegen ihrer Ankündigung damit zu rechnen, dass sie bleiben, so dass Padovicz vorsorglich Räumungsklage eingereicht hat, bei den anderen kam es eher überraschend. So sei der Bezirk Tempelhof-Schöneberg kalt erwischt worden, als die Potse ihre Räume nicht für ein schlechtes Ersatzobjekt aufgeben wollte. Was die Pears Global sich gedacht hat als das Syndikat nicht ausgezogen ist, bleibt Spekulation, da sie sich von Beginn an Gesprächen verweigert hat und jede Kommunikation abbricht sobald das Wort „Syndikat“ fällt. Vermutlich werden sie sich nicht gefreut haben. Schließlich haben sie nun auch Räumungsklage eingereicht. (mehr…)

Soli-Text G17A

Solidarität mit dem Hausprojekt Liebig 34 ─ Gegen den
Ausverkauf der Stadt ─ Wir Bleiben Alle!

Wieder soll ein Hausprojekt wegen der Geldgier von Investoren
verschwinden.
Das anarcha-queer-feministische Hausprojekt Liebig 34 in Friedrichshain
hat zum 31.12. 2018 keine weitere Mietvertragsverlängerung bekommen.

Der Eigentümer Padovicz ─ bekannt für seine Entmietungspraktiken ─ will
eine Räumung des Hauses, damit nach Luxussanierung neue Mieter*innen
seinen Geldbeutel weiter füllen können. (mehr…)

Liebig 34 goes KVU! Soliparty 9.2.2019 7pm

Soliparty für die Liebig34 in der KVU! Wir starten den Abend mit einer Info VA zum Thema „Historische Kontinuitäten von Antifeminismus von Rechts und Chancen eines
feministischen Antifaschismus“ und einem kurzen Input zur aktuellen Situation der Liebig 34. Danach spielen Szrama (Hardcorepunk), Strach (Crust Punk) und Lost Culture (Hardcore Punk). Anschließend Aufgelege von Fätti Fätti Bumm Bumm (Eurodance Desaster)und Anouk (70ies Punk). Dazu gibt es Live Siebdruck (bringt Klamotten mit!) und lecker Küfa.